Zum heutigen Stand könnte sich das teils mäßig warme und überwiegend wechselhafte Wetter noch bis Anfang Juli fortsetzen. Im weiteren Verlauf positionieren sich nach dem amerikanischen Wettermodell die Wettersysteme so, dass im Zeitraum zwischen dem 3./8. Juli eine Südwest- bis Südwetterlage entstehen könnte, bei der z.T. warme bis sehr warme Luftmassen nach Deutschland geführt werden können. Der Grund hierfür ist ein Tiefdrucksystem zwischen Island und England und ein winkelförmiges Hochdrucksystem zwischen den Azoren, Afrika, östliches Europa bis über das östliche Nordeuropa reichend. Zwischen beiden Systemen kommt es mit der südlichen Strömung zum oben angesprochenen Warmlufttransport. Aber auch diese Wetterlage ist zum heutigen Stand nicht als stabil zu bezeichnen, da die Luftmassen zum einen feucht-warm sind und zum anderen das Tiefdrucksystem auf dem Atlantik vor allen die weite Teile des Westens beeinflussen kann. Sollte diese Simulation eintreten, so ist im Zeitraum zwischen dem 3./8. Juli bei ansteigender Temperaturtendenz mit vermehrten Schauern- und Gewittern - örtlich mit Unwetterpotential - zu rechnen. Das europäische Wettermodell simuliert bis zum 3. Juli eine ähnliche Entwicklung, welche jedoch deutlich stärker strukturiert ist. Dabei liegt ein Hochdruckkomplex zwischen den Azoren, Grönland, Island, Deutschland bis über das Mittelmeer reichend. Gleichzeitig tropft ein Tiefdrucksystem vor Mitteleuropa nach Süden hin ab und wird quasi von hohen Luftdruck eingeschlossen, so dass der Warmlufttransport noch etwas kräftiger ausfallen könnte, als das bei der Simulation des amerikanischen Wettermodells der Fall ist. Da das Tief aber dynamischer simuliert wird, ist nach dem europäischen Wettermodell davon auszugehen, dass dessen Einfluss auf Deutschland im Zeitraum zwischen dem 3./5. Juli voraussichtlich geringer ausfallen wird. Insofern ist im ersten Juli-Drittel eine mäßig warme Wetterlage zum Start in den Juli möglich, welche sich im weiteren Verlauf zu einer hoch-sommerlichen Wetterlage entwickeln könnte. Die Kontrollläufe bestätigen diese positive Temperaturentwicklung im Zeitraum zwischen dem 3./8. Juli nur bedingt und weisen im Mittel eine normale Temperaturentwicklung (Mittelwert 5. Juli +22 Grad) auf. Insofern müssen sich die heute gezeigten Simulationen der Wettermodelle in den kommenden Tagen erst noch bestätigen und sind mit gewisser Vorsicht zu "genießen". Das Langfristmodell zeigt für das Wetter im Juli gegenüber dem langjährigen Mittelwert weiterhin eine normale bis leicht zu kühle Temperaturentwicklung bei einer leicht erhöhten Niederschlagsneigung im Nordwesten und einer negativen Niederschlagsentwicklung im Südosten. Das Wetter im August wird im Temperaturverlauf normal bis leicht zu warm simuliert bei einem überwiegend normalen Niederschlagsverhalten.

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