Gemäßigte Temperaturen und wechselhaftes Wetter im Frühling ist nach den Wetterstatistiken ein gute Grundlage für wärmeres Wetter im Sommer. Nun macht ja bekanntlich das Wetter was es will und hält sich nicht unbedingt an Statistiken oder gar Regeln und dennoch gibt es zwei Grundprinzipien, an die sich das Wetter im Jahreszeitenverhältnis sehr häufig hält. Die Erhaltungsneigung und das Ausgleichsverhalten. Anders ausgedrückt kann das kalte Wetter vom Winter durch die Erhaltungsneigung (immer die gleiche wiederkehrende Großwetterlage) bis in den Sommer und darüber hinaus verlängert werden. Andererseits kann durch das Ausgleichsverhalten die Nord-Süd Strömung in eine Süd-Nordströmung umgewandelt werden, was wiederum sehr warme Temperaturen mit lang anhaltender Trockenheit zur Folge haben kann. Wenn man die Großwetterlagen rückblickend betrachtet, so hat die nördliche Strömungskomponente mehr oder minder seit Dezember 2012 Bestand. Mit der Annahme, dass dies bis über weite Teile des Aprilwetters noch andauern wird, mehrt sich zunehmend die Wahrscheinlichkeit für das Ausgleichsverhalten. Damit ist aber noch lange nicht gesagt, dass es ein "Supersommer" geben wird, denn dem Ausgleichsverhalten steht ein anderes Phänomen gegenüber - die Sonnenflecken. Mag etwas abstrakt klingen und dennoch kann die Sonne durch ihre Aktivitäten das Wetter auf der Erde beeinflussen. Als Merkmal hat sich in der Vergangenheit nach einem Sonnenfleckenmaximum ein "Kaltjahr" ergeben, welches auch in diesem Jahr nicht unwahrscheinlich ist. Neben all diesen eher theoretischen Annahmen zeigen die Simulationen der Langfristmodelle einen eher normalen Wetterverlauf im Sommer 2013. Die Monate Juni und August sind im Temperatur- und Niederschlagsverhalten normal bis leicht zu trocken simuliert, während das Wetter im Juli etwas zu warm und zu trocken ausfallen soll (eine vorsichtige Andeutung eines Ausgleichsverhaltens).

Anzeige

 

Erzählen Sie es Ihren Freunden, wenn Ihnen unsere Wetterprognosen gefallen

 

Der Rückblick auf die vergangenen Jahreszeiten zeigt, dass diese relativ normal verhalten haben. Keine sonderlichen Abweichungen von der Norm waren erkennbar, vielmehr zeigt sich insbesondere im Winter die Annäherung an die Singularitäten (Winterstart 1. Dez. , Weihnachtstauwetter, Winter in der zweiten Januar Hälfte etc.). Auch im März ist aktuell noch kein rascher Übergang zu frühlingshaften Wetter in Sicht, was grundsätzlich gute Voraussetzungen für einen normalen Sommer sind. Auch das Langfristmodell zeigt aktuell (noch) keine sonderlichen Abweichungen vom langjährigen Mittel. Eine weitere Annahme ist die eines sog. "Kaltjahres", das Aufgrund des Sonnenfleckenmaximums in diesem Jahr Global bevorstehen könnte. Das Sonnenflecken einen Einfluss auf unser Wetter ausüben, ist zwischenzeitlich bekannt. Nun bedeutet ein Kaltkjahr nicht unbedingt "Bibberwetter im Sommer", sondern zeigt lediglich eine Wahrscheinlichkeit eines etwas niedrigeren Temperaturmittels über das gesamte Jahr hinweg verteilt, wodurch einzelne Monate positive Abweichungen haben können. Blickt man weit in die Vergangenheit zurück, so zeigte sich das Wetter im Sommer überraschenderweise ähnlich wie das Wetter im Winter zuvor. War der Winter zu warm, war der Sommer zu warm. War der Winter hingegen zu kalt, so waren auch die Sommermonate zu kalt. Zum heutigen Stand deuten viele Faktoren auf ein normales Wetter im Sommer 2013 hin.