Zwar bleibt das Wetter bis Ende Juni wechselhaft, doch die Temperaturen können nach den neusten Wetterprognosen zum Monatsende durchaus hoch sommerliche Werte von 30 Grad und mehr erreichen. Kommt nun der Hochsommer? Auch in der heutigen Wetterprognose kann kein stabiles Hochdrucksystem für Anfang Juli in Aussicht gestellt werden. Der Grund hierfür ist die "eingefahrene" Westwetterlage, welche sich nach beiden Wettermodellen regelmäßig erneuert (Erhaltungsneigung). In rascher Abfolge kommt es zu Tiefdrucksystemen zwischen Island/England mit vorderseitiger Warmluftzufuhr nach Deutschland, Regen bei Überquerung und anschließendem Temperaturrückgang. Gibt es Anzeichen zu einer Veränderung der Großwetterlage? Ja, die gibt es. So zeigt das amerikanische Wettermodell in seiner heutigen Simulation den Aufbau eines kräftigen Hochdruckrückens zwischen dem Azorenhoch und dem osteuropäischen Hochdrucksystem im ersten Juli Drittel. Tiefdrucksysteme müssen durch diese Wetterlage weit nach Norden hin ausweichen und verlieren an Dynamik, was die aktive Wetterküche eher beruhigt. Das könnten Anzeichen für einen Auftakt in den Hochsommer sein. Die Wahrscheinlichkeit für die beschriebene Wetterlage liegt bei etwa 45%. Das man den Vorhersagezeitraum für Anfang Juli noch mit Vorsicht genießen muss, zeigt das europäische Wettermodell: kühle bis mäßig warme und wechselhafte Westwetterlage. In der aktuellen Wetterprognose des Langfristmodells für den Sommer 2012 wird der Juli und August weiterhin normal bis leicht zu warm simuliert. Der Juli soll demnach vor allem südlich der Mittelgebirge zu trocken, sonst - wie der August - normal ausfallen. Zusammenfassend bleibt die Wetterprognose für normales, bis leicht zu warmes Wetter im Sommer 2012 bestehen.

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