Der Wonnemonat Mai startet wechselhaft, aber bei Temperaturen zwischen 14/19 Grad nicht unbedingt zu kalt. Darüber hinaus festigt sich zunehmend der simulierte Hochdruckeinfluss der vergangenen Tage. Beide Wettermodelle haben das Skandinavienhoch weiterhin im Programm, so dass der Wettertrend ab dem 4./6. Mai als positiv zu bezeichnen ist. Neben Hochdruck über Skandinavien gibt es noch weitere Varianten, die allesamt nicht so schön sind. Eine durchaus mögliche Variante ist dabei ein steuerndes Tiefdrucksystem bei England, was mehr oder minder das unterkühlte Wetter von diesem Wochenende zur Folge hat. Was ist wahrscheinlicher? Vergleicht man die Simulationen und die Wahrscheinlichkeiten der zur Verfügung stehenden Wettermodelle, so ist die Hochdruckvariante in Richtung Skandinavien mit 48% die wahrscheinlichere Variante. Die Kontrollläufe unterstützen den Hochdrucktrend, wobei die Temperaturen mit 13/17 Grad durchaus der Jahreszeit entsprechen. Das Langfristmodell zeigt weiterhin einen normalen Temperaturverlauf im Mai. Im Niederschlagstrend simuliert das Langfristmodell einen leicht zu trockenen Verlauf.

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Die Luftmassengrenze erweist sich ab dem kommenden Wochenende als äußerst zäh und wird sicherlich auch noch die ersten Mai-Tage beeinflussen. Darüber hinaus ist seit einigen Tagen in den Simulationen ein deutlicher Wettertrend ersichtlich, bei dem sich ein Hochdruckgebiet zunächst über Mitteleuropa schiebt, sich aber im weiteren Verlauf über Skandinavien positionieren könnte. Dabei sind Hochdrucksysteme über dem skandinavischen Raum bekannt für ihre Beständigkeit, so dass die Wetterlage durchaus das Potential dazu hat, etwas länger durchzuhalten als bisher. Die Kontrollläufe bestätigen den Wettertrend hin zu trockenem Wetter ab dem 5. Mai und stützen etwa mit 48% den Hochdrucktrend über dem nördlichen Europa. Und auch das Temperaturspektrum zeigt heute bspw. für den 5. Mai mit einer Temperaturspanne von +14/+22 schon eine erstaunliche Einigkeit, wobei das Mittel bei +17 Grad liegt - frühlingshaft eben. Das Langfristmodell zeigt in der Temperaturentwicklung wenig Neues - die Temperaturen bleiben in dem für Mai typischen Bereich. Anders hingegen ist die Simulation der Niederschläge, hier geht der Trend hin zu leicht zu trockenem Wetter, im Norden auch deutlich zu trockenem Wetter. Der Blick auf Europa zeigt zudem, dass der nördliche Teil von Europa deutlich zu trocken ausfallen soll, was ein Indikator auf viel Hochdruck in diesen Gebieten ist. Dafür ist über Spanien, Portugal und dem westlichen Frankreich das Wetter zu nass und zu kühl simuliert - die klassische Troglage mit blockierendem Hoch über Mitteleuropa und süd- bis südwestlicher Anströmung der Luftmassen, was relativ warmes, aber im Westen auch wechselhaftes Wetter zur Folge haben kann. Bei allen zur Verfügung stehenden Wettermodellen ist zudem keine Entwicklung in Richtung Westwetterlage zu erkennen, so dass Hochdruckgebiete über Mitteleuropa eine höhere Wahrscheinlichkeit einnehmen, als andere Wetterlagen.
Der Frühling macht sich in diesem Jahr nur Phasenweise bemerkbar - von Durchsetzungskraft ist bisweilen wenig zu spüren. Der nächste Kaltlufteinbruch erfolgt bereits zum kommenden Wochenende, wobei dabei der Verdacht aufkommen mag, dass die regnerischen Tage oftmals auf das Wochenende fallen (statistisch nicht eindeutig nachgewiesen) und auch der Wetterstart in den Mai sieht noch nicht so aus, als wolle der Frühling jetzt das Zepter übernehmen. Dennoch ist der Wettertrend unverkennbar in Richtung mildere Temperaturen zum 2./5. Mai hin gesetzt. Der Grund ist der, dass nach Abzug des Troges mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ein Hochdrucksystem von Südwesten her nachfolgen wird und sich im ersten Mai-Drittel über dem skandinavischen Raum positionieren könnte. Sollte diese Wetterentwicklung sich bestätigen, so könnten die Eisheiligen in diesem Jahr auch ausfallen, denn solch ein Hochdrucksystem lässt sich Erfahrungsgemäß nicht so schnell vertreiben und würde durch Tiefdruck über dem Mittelmeer gar noch in seiner Position gestärkt werden. Die Kontrollläufe stützen die Hochdruckvariante zwischen dem 3./5. Mai und auch das Temperaturspektrum steigt allmählich wieder an, so dass bspw. am 4. Mai Werte zwischen +12/+18 Grad und im Mittel +15 Grad simuliert werden. Das Langfristmodell zeigt in seiner heutigen Wettervorhersage für den Mai kaum Veränderungen - bei den Temperaturen fällt er überwiegend normal aus, wobei der Norden von Deutschland deutlich zu trocken simuliert wird, sonst normal bis leicht zu trocken (Hinweis auf Hochdruck über dem skandinavischen Raum).
Die Wetterlage der kommenden Woche ist als nicht ganz einfach zu bezeichnen, da Deutschland zwischen den "Fronten" liegen wird. Anders ausgedrückt tut sich der Trog auf dem Atlantik schwer, sich in Richtung Mitteleuropa durchzusetzen, schafft es Zeit- und Phasenweise dann aber doch. Bereits zu Beginn der neuen Woche rückt das Frontensystem bei England nach Osten hin vor und sorgt für eine "heiße" Südanströmung der Luftmassen über die Alpen hinweg. Die Temperaturen können unter "günstigen Bedingen" durchaus +25/+29 Grad erreichen, wobei diese Extrembedingungen auch schnell wieder beendet sein können, wenn man die aktuellen Simulationen betrachtet. Der Schwenk folgt am Dienstag mit unwetterartigen Regenfällen im Westen und Süden bei +10/+15 Grad, während im Osten nochmals +20/+27 Grad möglich sind. Es ist eine Gratwanderung die im Detail noch viele Wetterentwicklungen ermöglicht. Zusammenfassend bleibt das Wetter bis zum 26. April sehr warm, zum kommenden Wochenende wird es zunehmend wechselhafter und kühler, wobei zum Start in die neue Woche - für die Jahreszeit - ungewöhnlich hohe Temperaturen möglich sind. Für die ersten Mai Tage bleibt der Wettertrend für Hochdruck weiterhin bestehen, wenngleich die ersten 2-3 Tage auch noch wechselhaft, aber frühlingshaft mild ausfallen könnten. Die Kontrollläufe stützen den teils sehr warmen Wettertrend bis zum 29. April und darüber hinaus zeichnet sich eine Normalisierung der Temperaturen ab. Das Temperaturspektrum zeigt bspw. für den 1. Mai Werte zwischen +7/+17 Grad, wobei der Mittelwert bei +14 Grad liegt. Das Langfristmodell zeig in seiner Wetterprognose für den Mai keinerlei Veränderungen. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass der skandinavische Raum als deutlich zu trocken und etwas zu warm, Spanien, Portugal und das westliche Frankreich dagegen deutlich zu kühl und zu nass simuliert werden. Das deutet auf ein zentrales Hochdruckgebiet über Mitteleuropa/Skandinavien im Mai hin, wobei die Tiefdrucksysteme über dem Atlantik nach Süden hin "abtropfen" und dort eine kühlere Witterung einleiten können.
War es in den vergangenen Tagen noch fraglich, welche Simulation der Wettermodelle sich für das kommende Wochenende durchsetzen wird, so ist heute Klarheit geschaffen worden. Das amerikanische Wettermodell hat sich der Simulation des europäischen Wettermodells angepasst. So sind die ganz kalten Temperaturen nahezu vom Tisch, wobei der Nordwesten und Norden noch eher in den "Genuss" kühlerer Temperaturen kommen werden. Der Grund ist der von West nach Ost schwindende Hochdruckeinfluss, so dass im Norden schneller die kühlen Temperaturen einfließen können, als im Süden. So sind bereits zum Samstag bei Schauer und Gewitter im Norden nur noch +10/+13 Grad zu erwarten, während sonst verbreitet +15/+20 Grad in Aussicht gestellt werden. Am Sonntag ändert sich daran nur wenig und in der neuen Woche könnten die früh sommerlichen Temperaturen zurückkehren. Jedoch ändert das nichts an der Tatsache, dass der atlantische Trog kommen wird - es ist nur eine Frage der Zeit, bis er über Deutschland hin wegziehen wird und wie lange er seinen Einfluss geltend machen wird. Zum heutigen Stand wird das wohl in den ersten Mai Tagen der Fall sein - mehr dazu gegen 15:00 Uhr in einer aktualisierten Wetterprognose für den Mai.