Eein kleine, aber dennoch vielleicht entscheidende Veränderung hat sich in den Simulationen der Wettermodelle heute Morgen ergeben. Das Mittelmeertief kann sich im Zeitraum vom 18./20. Dezember etwas weiter intensivieren und sich nach Norden ausdehnen, so dass Schneefälle ab Montag/Dienstag über den Alpen von Österreich und der Schweiz möglich und zum Mittwoch sich unter Umständen auch über Süddeutschland ausweiten können. Im Verbund mit einem Hochdrucksystem kann die Grundströmung aus östlichen Richtungen erfolgen, was die Tageswerte bis zum Mittwoch "nur" noch auf -2/+3 Grad ansteigen lassen könnte (s. Wetter Dezember 2016).

Vom 22./23. Dezember ändert sich in der Temperaturentwicklung nicht viel, so dass die Tageswerte mit -1/+5 meist im nasskalten Bereich liegen können. Bis zum 23. Dezember ist immer wieder mit Niederschlägen zu rechnen, welche am 22. Dezember oberhalb etwa 500-700 Meter und am 23. Dezember oberhalb etwa 400-600 Meter in Schnee übergehen können, wobei in den Nächten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auch in tieferen Lagen die eine oder andere Schneeflocke zu beobachten sein dürfte.

Wie stehen die Chancen auf weiße Weihnachten? Beide Wettermodelle berechnen im Bereich zwischen Island und England ein Tiefdrucksystem, welches passend zum Heiligabend am 24. Dezember Vorderseitig milde Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz führen kann. So könnten die Temperaturen nach einer frostigen Nacht und einer möglicherweise "angezuckerten" Landschaft tagsüber auf milde +1/+7 Grad ansteigen. Über dem Westen werden am Heiligabend Niederschläge berechnet, welche bis auf 2.000 Meter in Regen übergehen können.

Am 1. Weihnachtsfeiertag unterscheiden sich die Simulationen der Wettermodelle. Das amerikanische Wettermodell berechnet über dem Westen weitere Niederschläge, welche bei Tageswerten zwischen +2/+7 Grad überwiegend in flüssiger Form niedergehen können. Das europäische Wettermodell lässt am 25. Dezember kühlere Luftmassen einsickern, was die Tageswerte in tieferen Lagen mit -0/+4 Grad im nasskalten Bereich liegen lässt und die Schneefallgrenze sich um die mittleren Lagen herum bewegen könnte (400-800 Meter).

Am zweiten Weihnachtsfeiertag setzt sich nach dem amerikanischen Wettermodell der mäßig milde Wettercharakter bei einer nachlassenden Niederschlagsaktivität fort. Das europäische Wettermodell eröffnet für den 26. Dezember mit einem sich kurz vor Deutschland intensivierenden Tiefdrucksystem die Optionen für Starkwindereignisse, welche Vorderseitig mildere Luftmassen heranführen können.

Geht es nur nach den Simulationen der Wettermodelle, so schwanken diese zwischen nasskalt bis mild. So stehen die Chancen auf weiße Weihnachten in tiefen Lagen weiterhin schlecht und in mittleren bis höheren Lagen wird sich zeigen müssen, welche Variante sich durchsetzen mag.

Die Kontrollläufe berechnen bis zum 19. Dezember einen zurückgehenden Temperaturtrend. Darüber hinaus eröffnet sich ein breiter Entwicklungsspielraum der Temperaturen, was die Genauigkeit einer Wettervorhersage derzeit auf maximal 3 Tagen beschränkt. Das Temperaturspektrum erreicht am 24. Dezember mögliche Tageswerte zwischen -3/+6 Grad (Mittelwert: +4 Grad über dem Westen, +2 Grad über dem Norden, und +0/+1 Grad über dem Süden und Osten) und am 26. Dezember zwischen -4/+12 Grad (Mittelwert: +4/+5 Grad über dem Norden und Westen und +1/+2 Grad über dem Osten und Süden). Die unterschiedlichen Berechnungen der Wettermodelle zeigen, dass auch heute noch nicht mit absoluter Sicherheit gesagt werden kann, ob weiße, windige/stürmische, nasskalte/milde oder gar grau-trübe Weihnachten zu erwarten sind.

Schaut man noch kurz auf die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), so liegen diese am 24. Dezember bei 20/50/30 und am 26. Dezember bei 30/20/50 - Hop oder Top - mit größeren Wahrscheinlichkeiten für die milderen Varianten. Die nächsten Aktualisierungen erfolgen gegen 17:00 & 21:00 Uhr in einem neuen Wettertrend Winter 2016/17.

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