Zunächst dominiert bis Samstag noch hoher Luftdruck das Wettergeschehen über Deutschland, während am Sonntag ein Niederschlagsband für einen unbeständigeren Wettercharakter sorgen kann. Zum Start in die neue Woche könnte sich über dem Süden - passend zum Berufsverkehr - teils bis in tiefere Lagen eine dünne Schneedecke ausbilden, welche tagsüber unterhalb etwa 500-600 Meter wieder weitgehend abtauen kann (Details s. Wetter Dezember).

Für das Wetter vor Weihnachten zeichnete sich in den letzten Simulationen der Wettermodelle ein nasskalter Wettercharakter ab, was auch heute erneut bestätigt wird. Der Grund hierfür ist ein Mittelmeertief, welches im Verbund mit einem Hochdrucksystem Bodennah die Luftmassen aus östlichen und bis zum 22. Dezember auch aus südöstlichen Richtungen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz führen kann. Die Temperaturen schwanken über dem Süden mit -2/+2 Grad meist um den Gefrierpunkt und können nördlich der Mittelgebirge mit +0/+4 Grad auch positive Werte erreichen. Da das Mittelmeertief aber zu weit südlich liegt, sind im Zeitraum vom 20./22. Dezember kaum Niederschläge zu erwarten, dafür häufiger neblig-trübes Wetter.

Am 23. Dezember zieht nach den aktuellen Berechnungen der Wettermodelle ein schwaches Niederschlagsband nach Deutschland und kann bei Tageswerten zwischen -1/+4 Grad oberhalb etwa 400-800 Meter für geringfügigen Schneefall sorgen, während die Niederschläge Ostdeutschland nicht erreichen können. Frostig kann es in der Nacht auf den 24. Dezember bleiben.

Am 24. Dezember kann es bei einem Mix aus starker bis wechselnder Bewölkung überwiegen trocken bleiben und die Temperaturen bewegen sich mit +0/+5 Grad meist im nasskalten Bereich.

Am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag könnte sich wieder zunehmend hoher Luftdruck durchsetzen, was tagsüber zu teils zähen Nebel- und Hochnebelfelder führen kann. Die Temperaturen können in tieferen Lagen mit +1/+5 Grad weiterhin im nasskalten Bereich liegen.

Seit Tagen zeichnet sich in den Simulationen der Wettermodelle ein Jahreszeit-typischer Temperaturtrend über Weihnachten ab, was dem oberen Versuch einer ersten Wettervorhersage Weihnachten durchaus entspricht. Somit wären die Chancen auf weiße Weihnachten - zum heutigen Stand - in tieferen Lagen schlecht, in mittleren Lagen schlecht bis mäßig und in höheren Lagen als mäßig bis gut zu bezeichnen.

Betrachtet man die Kontrollläufe so zeigt sich im Zeitraum vom 23./26. Dezember eine über dem Süden, Westen und Norden leicht erhöhte Niederschlagsneigung bei einem Temperaturspektrum, welches am 24. Dezember zwischen -5/+6 Grad (Mittelwert: +0 Grad über dem Osten, +1 Grad über dem Süden und Norden und +2 Grad über dem Westen) und am 26. Dezember zwischen -8/+10 Grad (Mittelwert: +0 Grad über dem Osten, +1/+2 Grad über dem Süden und Norden und +4 Grad über dem Westen) liegen kann. Allein das Temperaturspektrum zeigt, dass die Frage nach weiße Weihnachten 2016 noch nicht abschließend geklärt werden kann, wenngleich eine nasskalte Wetterlage über Weihnachten derzeit am wahrscheinlichsten ist.

Betrachtet man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), so liegen diese am 24. Dezember bei 20/60/20 und am 26. Dezember bei 30/40/30. Interessant ist der Vergleich zum letzten Jahr - ebenfalls 15. Dezember - da war die Frage um weiße Weihnachten mit einem Verhältnis von 0/10/90 bereits geklärt. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter Winter 2016/17 und gegen 21:00 Uhr erfolgt an dieser Stelle ein kurzes Update zum Wetter an Weihnachten.
Aktualisierung der Wetterprognose für Weihnachten:
Heute Nachmittag zeigte sich in den Simulationen des amerikanischen Wettermodells keine großartigen Veränderungen gegenüber heute Morgen. So bleibt es mit einer höheren Wahrscheinlichkeit kurz vor Weihnachten mit Tageswerten zwischen +0/+5 Grad bei einer schwach ausgeprägten Niederschlagsneigung nasskalt und in den Nächten kann mit leichten bis mäßigen Frost gerechnet werden. Über Weihnachten kann das Strömungsmuster auf Südwest drehen und mildere Temperaturen über die Feiertag nach Deutschland, Österreich und die Schweiz führen. Berechnet werden am 24. Dezember Tageshöchstwerte über dem Osten zwischen +0/+5 Grad und +3/+7 Grad über dem Westen und am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag werden +4/+8 Grad in Aussicht gestellt. Heute Abend hat sich nichts verändert.

Blickt man auf die Kontrollläufe, so liegt das Temperaturspektrum am 24. Dezember bei -5/+8 Grad (Mittelwert:+3 Grad über dem Westen, +1/+2 Grad über dem Süden und Norden und +1 Grad über dem Osten) und am 26. Dezember bei -8/+8 Grad (Mittelwert:+4 Grad über dem Westen, +2/+3 Grad über dem Süden und Norden und +1 Grad über dem Osten), was den nasskalten bis milden Temperaturtrend stützt. Insofern ändert sich an den Chancen zu weiße Weihnachten gegenüber heute Nachmittag wenig - in tieferen Lagen schlecht, in mittleren Lagen schlecht bis mäßig und in höheren Lagen zwischenzeitlich auch nur noch mäßig.

Der Polarwirbel zeigt sich in der Zeit vor und über Weihnachten in einer einigermaßen stabilen Verfassung, was Trogausbrüche, bzw. Wellenbewegungen entlang seiner Polarfront weniger und West- bis Südwestwetterlagen über Mitteleuropa wahrscheinlicher macht. Der AO-Index zeigt eine positive Entwicklung bis Weihnachten, hat aber darüber hinaus eine offene Entwicklungstendenz, der NAO-Index bleibt insgesamt positiv.

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