Die aktuelle Wetterentwicklung zeigt zum kommenden Wochenende mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ein vorgezogenes Weihnachtstauwetter. Dennoch stehen in diesem Jahr die Chancen auf weiße Weihnachten besser, als sonst üblich (50:50 statt 20:80). Der Grund hierfür liegt in dem massiven Kontinentalhochdrucksystem, bei derzeit keine Simulation zeigen kann, wohin sich das/die System/e verschieben wird. Eine Wetterprognose für oder gegen eine weiße Weihnacht bleibt auch heute mit 38% im spekulativen Bereich. Das amerikanische Wettermodell zeigt passend zu Weihnachten einen Kaltluftvorstoß aus dem Norden, welcher verbreitet Schneeschauer bis in tiefe Lagen ermöglichen kann. Etwas anders dagegen die Simulation des europäischen Wettermodells, welches viel mehr Interpretationsspielraum offen lässt. Tiefdruckrinne aus Westen ist aktiv, was grundsätzlich mildes Wetter in Deutschland bedeutet. Aber auch hier ist das Kontinentalhoch weiterhin dominant und rückt zum 20. Dezember in Richtung Skandinavien vor. Das könnte die Tiefdruckrinne nach Süden "drücken" und aus dem Nordosten/Osten kalte Luft nach Deutschland einfließen lassen - ein entsprechendes Mittelmeertief würde dann für den Schnee sorgen. Ein drittes Szenario ist ebenso denkbar, auch wenn die Wahrscheinlichkeit hierfür noch relativ gering ist - komplette Wiederherstellung der Westwindwetteraktivität. Kein Hoch blockiert mehr die Tiefdrucksysteme und diese rauschen in raschen Abständen über Deutschland hinweg, was weiße Weihnachten dann zunichte machen würde. Es bleibt spannend!

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