Aam Sonntag kann es mit bis +16/+23 Grad frühlingshaft warm werden, doch bereits zum Montag droht von Norden her ein Temperatursturz. Der Grund hierfür sind zwei Wettersysteme. So verlagert sich das Hochdrucksystem am Montag von Deutschland über das östliche Europa und lässt einem Tiefdrucksystem über Skandinavien mehr Spielraum, sich nach Süden auszuweiten. Im Verbund beider Systeme können sich aus nördlichen Richtungen - zunächst in der Höhe - kalte Luftmassen durchsetzen, welche sich mit einem böigen Wind aus nordwestlichen Richtungen auch rasch bis in tiefere Lagen bemerkbar machen können. Bis zum Dienstag hat die Kaltluft ganz Deutschland "überflutet", was durchaus Schnee- und Graupelschauer bis auf mittlere Lagen, teils aber auch bis in tiefere Lagen ermöglichen könnte - kurze Gewitter mit inbegriffen.

Turbulentes Aprilwetter vor Ostern

So kann man den Wettercharakter durchaus als apriltypisch bezeichnen - am einen Tag noch Sonnenschein und Temperaturen bis +20 Grad und am nächsten Schauer und Gewitter bei +6/+12 Grad. Doch wie sieht die Wetterentwicklung vor Ostern aus? Das amerikanische und auch europäische Wettermodell sind sich da weitgehend einig, was die Entwicklung der Großwetterlage angeht. Das Tiefdruckzentrum über Skandinavien bleibt bis zum Karfreitag über Deutschland wetterbestimmend und kann in Intervallen weiterhin kalte Luft arktischen Ursprungs nach Mitteleuropa führen. Das Hochdrucksystem positioniert sich mit seinem Kern zum 13. April über England, was die Kaltluftzufuhr im Verbund mit dem Tiefdrucksystem über Skandinavien noch verstärken könnte. Mit anderen Worten ist in der Zeit vor Ostern mit einem unbeständigen, windigen und auch kalten Wettercharakter zu rechnen. Wie kalt? Simuliert werden Werte, welche im Bereich zwischen +4/+8 Grad, örtlich bis +10 Grad liegen können.

Kaltes Osterwetter?

Bessert sich die Wetterlage an den Osterfeiertagen? Das kommt darauf an, wie sich das Hochdrucksystem über England verhalten wird. Derzeit gibt es zwei wesentlich wahrscheinliche Varianten. In der ersten Variante dehnt sich das Hoch über Mitteleuropa nach Osten aus und schürt den Trogprozess über Skandinavien ab. In Folge beruhigt sich das Wetter und die Temperaturen können wieder ansteigen.
In der zweiten Variante bleibt das meridionale Strömungsmuster erhalten und weitere Tiefdrucksysteme können am östlichen Hochdruckgradienten über Deutschland, der Schweiz und Österreich nach Süden abtropfen, was letztlich den unbeständigen und auch kühlen Wettercharakter erhalten kann.

Schnee- und Graupelschauer vor und über Ostern bleiben zum heutigen Stand nicht auszuschließen

Die Wettermodelle im Vergleich

Vergleich amerikanisches und europäisches Wettermodell
Tag Amerik. Wetter­modell Europ. Wetter­modell
Kar­freitag +6/+11 Grad
Unbeständig
+4/+10 Grad
Schnee- & Graupel­schauer
Kar­samstag +7/+13 Grad
Schauer
Regen Nord­osten
+4/+8 Grad
Schnee & Graupel­schauer
Oster­sonntag +7/+12 Grad Norden
+10/+15 Grad Süden
Wechselhaft
+5/+10 Grad
Schauer­wetter
Oster­montag +5/+10 Grad
Schnee- und Graupel­schauer
+7/+13 Grad
Schauer

Der Trend festigt sich: Unbeständig und kühl über die Osterfeiertage

Bereits seit Tagen festigt sich der Trend und bestätigt sich jeden Tag aufs Neue. Doch gesichert ist der kalte und unbeständige Wettertrend für das Osterwetter noch nicht. Warum? Es gibt eben noch die Varianten, welche das Hochdrucksystem von England über Deutschland verlagern könnten, da es hier aber um Wahrscheinlichkeiten geht, sind die Chancen hierfür sehr gering. Deutlicher zeigt sich das am Mittelwert des Temperaturspektrums der sog. Kontrollläufe, welches am Ostersonntag und Ostermontag zwischen +9/+11 Grad liegen kann. Das ist - gemessen am langjährigen Mittelwert - etwa um 3 bis 4 Grad zu kalt. Deutlicher zeigt sich das in den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt / normal / zu warm im nachfolgenden Diagramm:
Diagramm für Temperaturentwicklung Osterwetter vom 7. April 2017

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