Wetternews - aktuelle Meldungen rund um das Wetter

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Extremwetter und Klimaerwärmung?

  • C. Bertram

Stürme und Extremniederschlag. Man hat das Gefühl, dass sich die Extremwetterereignisse häufen und man frägt sich, ist das wirklich so- oder gab es das schon immer?

Nehmen Extremwetterereignisse durch den Klimawandel zu?
Nehmen Extremwetterereignisse durch den Klimawandel zu?

Statistische Nachweise sind nicht wirklich lieferbar. Zu kurze Beobachtungszeiträume und die flächendeckende Erfassung kleinräumiger Ereignisse sind wohl schwierig. Aber Klimaforscher werten es als starkes Indiz, dass Extremwetterereignisse mit steigenden Temperaturen zunehmen und in Zukunft weiter zunehmen werden.

Starkniederschläge

So z.B. der Kieler Klimaforscher und Meteorologe Mojib Latif. Er betont, dass in Deutschland die durchschnittliche Temperatur seit 1881 um +1,4 Grad angestiegen ist. Die Luft kann bei einem Grad Erwärmung bis zu sieben Prozent mehr Wasser aufnehmen. So saugt sich ein Tief über der Mittelmeerregion voll Wasser, zieht an den Alpen vorbei und regnet sich in Mittel- und Osteuropa ab (Vb-Zugbahn). Dies nennt man Mittelmeereinfluss, der wohl über Deutschland - vor allem in den Sommermonaten zunehmen wird und zu sintflutartigen Regenfällen, Dauerregen und den damit verbundenem Hochwasser führen kann.

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Am 12. März 2020: Schwerer Sturm über dem Norden

  • P. Stratmann

Ein Sturmtief zieht aktuell über Deutschland hinweg und erreicht am 12. März seinen voraussichtlichen Höhepunkt - örtlich ist mit einem erhöhten Unwetterpotential zu rechnen.

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Ein Sturmtief zieht auf und sorgt  für stürmische Windböen
Ein Sturmtief zieht auf und sorgt für stürmische Windböen

Nach den aktuellen Wetterkarten gewinnt der Wind in der Nacht gegen 0:300 Uhr über dem Norden weiter an Intensität und kann bereits zu den Vormittagsstunden über den Küstenregionen für die ersten stürmischen Windböen sorgen.

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So war das Wetter im Herbst 2019 - Zu warm, etwas zu nass bei normaler Sonnenscheindauer

  • M. Hoffmann

Mit viel Sonnenschein, warmen Temperaturen und einem trockenen Wettercharakter startete der Herbst, doch so ruhig bliebt das Herbstwetter nicht und er hatte auch seine kühlen Phasen.

Tiefdruckdominiertes November-Wetter
Tiefdruckdominiertes November-Wetter

Ab Ende September dominierten immer mehr Tiefdruckgebiete das Herbst-Wetter 2019, doch nachhaltig konnte sich die Zonalisierung nie durchsetzen. Dominierend war eine meridional verlaufende Großwetterlage, die sehr warme, aber auch kühle Herbst-Tage zu bieten hatte.

Die Temperaturen im Herbst

Der Herbst 2019 brachte es auf eine durchschnittliche Temperatur von +10,1 Grad und war damit im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961-1990 um +1,3 Grad zu warm. Der Vergleich zur Referenzperiode von 1981-2010 fiel mit einer Differenz von +1,1 Grad ebenfalls zu warm aus.

Die wärmsten Temperaturen

Zwar wurde es mit Beginn des meteorologischen Herbstes rasch kühler, doch reichte es noch aus, um die Werte über dem Osten - südlich von Eisenhüttenstadt - auf +33,6 Grad ansteigen zu lassen. Vergleichsweise warm war es auch zwischen dem 12. und 15. Oktober, als mit Werten von mehr als +25 Grad noch Sommertage registriert wurden. Auch nicht schlecht waren +20 Grad und mehr am 2. November in der Nähe von Offenburg.

Die kältesten Temperaturen

Den ersten Frost gab es zum Beginn der letzten September-Dekade. Nennenswerten Frost gab es am 31. Oktober mit -8 Grad südlich von Bautzen. Den tiefsten Wert des Herbstes aber gab es am 11. November über Rottweil (Schwäbische Alb) mit -9,6 Grad zu vermelden.

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Im Herbst werden die Tage spürbar kürzer

  • M. Hoffmann

Merklich werden zwischenzeitlich die Tage kürzer und der Herbst schreitet voran. Einen deutlichen Sprung gibt es aber nochmals zur Zeitumstellung auf die Normalzeit zum 27. Oktober.

Die Tage werden spürbar kürzer
Die Tage werden spürbar kürzer

Zwischenzeitlich ist das Jahr im meteorologisch herbstlichen Zeitraum angekommen und die Tage werden nun rasch kürzer. So beträgt die durchschnittliche Sonnenscheindauer Anfang September über Norddeutschland noch 14 Stunden und über dem Süden 13 Stunden und 42 Minuten. Mit jedem Tag nimmt nun aber die Sonnenscheindauer weiter ab, so dass die sog. Tag-und-Nachtgleiche am 23. September erreicht wird.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +6,07 +3,38 +2,6 237 l/m² - normal


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