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Wetter News - Wetterprognose und Wettervorhersage

Neue Analyse zeigt: Schwacher Polarwirbel - was das für das Winterwetter bedeutet

| M. Hoffmann

Normalerweise dreht der Polarwirbel im November voll auf, doch berechnen die Vorhersagemodelle bereits seit Wochen einen instabilen Polarwirbel, welcher immer wieder von Hochdruckeinschüben am Aufbau gehindert wird. Das hat auch Auswirkungen auf das Wetter. Was ist, wenn sich der Polarwirbel auch im Winter nicht stabilisiert oder nur für einen Moment auf Hochtouren läuft? Wir haben die Ursachen und die Folgen heute einmal genauer analysiert. Und gleich vorweg - die aktuellen Schlagzeilen über einen angeblich bevorstehenden Jahrhundertwinter sind stark übertrieben und entbehren jeder seriösen Grundlage.

Schwacher Polarwirbel - was passiert, wenn dieser instabil bliebt und was passiert, wenn das arktische Meereis komplett verschwindet? © Martin Bloch
Schwacher Polarwirbel - was passiert, wenn dieser instabil bliebt und was passiert, wenn das arktische Meereis komplett verschwindet? © Martin Bloch

Seit geraumer Zeit lassen sich zwei Wetterabläufe feststellen. Zum einen gelingt es der Frontalzone auf dem Atlantik nicht, sich zu regenerieren und zum anderen meridionalisiert das Strömungsmuster mithilfe eines instabilen Polarwirbels und einer hohen Wellenbewegung entlang der Polarfront. Eine klassische Westwetterlage tritt nur noch selten in Erscheinung.

Polarluft auf dem Atlantik, Warmluft über Mitteleuropa

Wie das mit dem meridionalen Verlaufsmuster funktioniert, berechnen die Vorhersagemodelle in ihren aktuellen Prognosen bis November. Kalte Luftmassen arktischen Ursprungs werden zwischen Grönland und Island auf den Atlantik geführt und provozieren ein Tiefdruckgebiet mit einem Kerndruck von bis zu 960 hPa. Das ist ordentlich, doch wird das Tief auf seinem Weg nach Osten von einem Hochdrucksystem blockiert, welches sich von der Mittelmeerregion bis nach Skandinavien ausdehnen kann. Wenn man so will, eine Pattsituation und Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen zwischen den beiden Wetterfronten. Da sich Hochdrucksysteme im und Tiefdruckgebiete gegen den Uhrzeigersinn drehen, werden aus südlichen Richtungen warme Luftmassen nach Norden geführt, was die die Temperaturen bei einem wechselhaften Wettercharakter ab Mitte der Woche auf +12 bis +16 Grad und Anfang November auf +14 bis +18 Grad ansteigen lässt. Über Süddeutschland kann sogar die +20-Grad-Marke nicht nur anvisiert, sondern auch überschritten werden. Wer es genauer wissen möchte: Wettervorhersage November.

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