Wetternews - aktuelle Meldungen rund um das Wetter

Perseiden im August 2017: bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde

  • M. Hoffmann

Jedes Jahr kehren Sie wieder, die Perseiden. Es handelt sich hierbei um einen Meteoritenschwarm, welcher Anfang August für vermehrte "Sternschnuppen" am Himmel sorgt und zum 12. August seinen Höhepunkt erreichen kann.
Klart der Himmel auf, so sind in einer Stunde bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde zu beobachten. Die Perseiden gehören zu einem Meteoritenschwarm, welcher der Erde so nahe kommen, dass diese in die Erdatmosphäre eindringen, verglühen und dabei als Sternschnuppen sichtbar werden können.

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So war das Wetter im Frühling 2017: deutlich zu warm und zu trocken

  • M. Hoffmann

Der meteorologische Frühling erstreckt sich von März bis einschließlich Mai und hatte so ziemlich alles zu bieten, was das Wetter nur so bieten kann. Da war der außergewöhnlich warme März, welcher seit Beginn der Wetteraufzeichnungen von 1881 nicht so warm war wie in 2017 und einen neuen Rekord aufstellte. Dann kam der April mit einem ebenfalls sehr warmen Start, dann aber - passend zu Ostern - deutlich zu kalt wurde. Schneefall und Nachtfrost sorgte nochmals für winterliche Gefühle, bevor dann im ersten Mai Drittel sich die Temperaturen zunächst normalisierten und ab dem zweiten Mai Drittel deutlich zu warm ausfielen. Hochsommerliche Temperaturen gab es dann Ende Mai. Unterm Strich ergaben sich folgende Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1990 und in Klammern die Referenzwerte gegenüber 1981 bis 2010:

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Rekord im Jahr 2016: Weltweit wärmstes Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

  • M. Hoffmann
Der Wetterverlauf lies es bereits schon früh erahnen, dass das Jahr 2016 - global betrachtet - sehr warm ausfallen würde. Manche Kühne Aussagen aus dem Sommer behaupteten, dass die Temperaturen im Jahr 2016 einen neuen Rekord aufstellen könnten. Nun ist es amtlich. Das Jahr 2016 war das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Das "erschreckende" dabei ist, dass 2016 das dritte Jahr in Folge ist, welches jeweils einen neuen Rekord aufgestellt hat. So betrug laut der US-Weltraumbehörde NASA und der Wetterbehörde NOAA die durchschnittliche Temperatur +14,8 Grad und lag damit um 0,07 Grad über dem Rekordwert aus dem Jahre 2015.

Besonders gravierend zeigte sich die Hitzewelle über Indien und mit einer bemerkenswerten Eisschmelze in der Arktis, welche bislang so noch nie beobachtet wurde. Bestätigt wurde der Rekord übrigens auch vom britische METOffice und die University of East Anglia, welche die Daten für die UNO erfasst und auswertet.

Wie kam es zu dieser "Hitze"? Zwei Klimaphänomene werden hierfür verantwortlich gemacht. Zum einen El Niño, welcher 2015/16 außergewöhnlich stark war und für sich alleine schon für einen globalen Temperaturanstieg sorgen kann. Zum anderen aber der vom Mensch gemachte Klimawandel. Da beide Phänomene gleichzeitig auftraten, ist es in 2017 und 2018 weniger wahrscheinlich, dass neue Rekorde aufgestellt werden. Zudem befindet sich die Sonnenzyklus in einem Minimum, was global die Temperaturen etwas absenken kann. Spätestens aber beim nächsten kräftigen El Niño dürften neue Rekorde aufgestellt werden. Die Richtung ist - wie diese Grafik zeigt - stets positiv. Weitere Zahlen, Daten und Fakten können Sie auf den Seiten der NOAA abrufen.

So war das Wetter im Jahr 2016

  • M. Hoffmann
Nachdem die Monate von Januar bis einschließlich September und auch noch der Dezember gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warm waren, so verwundert es nicht, dass das Jahr 2016 mit einen Temperaturüberschuss von +1,4 Grad deutlich zu warm war. So betrug die durchschnittliche Temperatur +9,6 Grad und lag selbst gegenüber der Referenzperiode von 1981-2010 mit einer Abweichung von +0,7 Grad noch darüber, verfehlte aber den Sprung in die Top-Ten der wärmsten Jahre seit 1881. Das Jahr 2016 war nicht so warm wie 2014 (+10,3 Grad) und 2015 (+9,9 Grad) und das war im wesentlichen einem leicht zu kalten Oktober und normalen Temperaturverlauf im November zu verdanken.

Auffällig warm und trocken waren der Januar und Februar 2016, bevor zum März und April hin die Niederschlagsneigung wieder zunehmen konnte. Kalt wurde es noch einmal im letzten April-Drittel und brachte teils bis in tiefere Lagen noch einmal Schneefall. Bemerkenswert waren die unwetterartigen Niederschläge Ende Mai und Anfang Juni 2016, welche mancherorts in Deutschland zu katastrophalen Überflutungen führten. Interessant: trotz den trockenen Januar und Februar wurde in den ersten 6 Monaten des Jahres 2016 mehr an Niederschlag registriert als im gesamten Jahr 2015. Somit war der Frühling 2016 aus subjektiver Betrachtung heraus verregnet und kühl. Erst im Verlauf des Juni veränderte sich die Großwetterlage und die folgenden Monate konnten ihr Niederschlagssoll nicht mehr erreichen. Zudem wurden ab Juli mehrere Hitzewellen registriert, welche bis September anhielten. So konnte der September 2016 zum drittwärmsten Septembermonat seit Beginn der Aufzeichnungen von 1881 "gekürt" werden. Der Oktober und auch der November fielen dann - wie eingangs erläutert - normal bis leicht zu kühl aus. Der letzte Monat des Jahres 2016 - der Dezember - fiel ebenso zu warm aus, war aber deutlich kälter als der Dezember aus dem Jahr 2015. Hinsichtlich des Schnees spielte das aber keine Rolle, denn dieser war bis auf 2.000 Meter weitgehend Mangelware und Weihnachten war bis in höhere Lagen hinaus grün, bzw. braun.

Wo war es 2016 am wärmsten? Die höchste Temperatur wurde am 27. August in Saarbrücken-Burbach mit 37,9 Grad gemessen. Und wo war es am kältesten? Die tiefste Temperatur wurde über Oberstdorf am 18. Januar mit -23,5 Grad registriert.

Im Niederschlagsverhalten zeigte sich das Jahr 2016 etwas zu trocken und ist damit das sechste Jahr in Folge, welches sein Niederschlagssoll nicht erreichen konnte. So wurde mit 736 l/m² der Sollwert von 789 l/m² um 7 Prozent verfehlt. Nicht viel, aber in Anbetracht der großen Regenmengen aus dem Frühjahr dann doch beachtlich. Der meiste Niederschlag wurde Ende Mai bis Mitte Juni in einer Reihe von schweren Gewittern mit entsprechenden Unwetterpotential erreicht. Die größte Regenmenge an einem Tag wurde am 23. Juni mit 150,7 l/m² (!!) in Groß Berßen gemessen. Am meisten geregnet hat es hingegen über dem Nordschwarzwald, wo über das Jahr hinweg 2.000 l/m² an Niederschlag registriert wurden. Weniger Niederschlag gab es hingegen mit 360 l/m² über dem nördlichen und östlichen Harzvorland. Die höchste Schneedecke wurde mit 63 cm am 18. Januar in Reit im Winkl gemessen.

Weniger Niederschlag deutet auf eine Hochdruckdominanz hin, welche sich auch in der Sonnenscheindauer niederschlägt. So wurde der Sollwert von 1.544 Sonnenstunden mit 1.585 Stunden aber nur leicht überschritten. Den meisten Sonnenschein gab es - wie so oft - mit 2.000 Stunden über der Insel Rügen, während über dem Sauerland (ebenso oft) nur 1.360 Stunden die Sonne vom Himmel schien. Den gesamten Rückblick auf das Wetterjahr 2016 können Sie auf den Seiten des DWD nachlesen.

Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +6,07 +3,38 +2,6 237 l/m² - normal


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