Das Wetterphänomen El Niño ist derzeitig aktiv und nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) seit Monaten voll Entwickelt und stark ausgeprägt. Das El Niño Phänomen steht in vielen Regionen für Hitze & Dürren und in anderen Regionen für schwere Überschwemmungen. Die Auswirkungen auf Mitteleuropa sind hingegen schwach, zeigen jedoch eine häufigere Wahrscheinlichkeit zu stärkeren Wellenbewegung entlang der sog. Polarfront, was über Mitteleuropa die Chancen auf Trogwetterlagen erhöht. Ob es dabei kalt oder warm wird, hängt im Wesentlichen davon ab, wie sich der Trog positionieren kann. Neu ist aktuell die Warnung der WMO, dass sich El Niño bis zum Jahresende weiter verstärken könnte. So erklärte der WMO Chef Michel Jarraud, dass "die schweren Dürren und zerstörerischen Überschwemmungen in den Tropen und Subtropen die Handschrift von El Niño tragen, der in diesem Jahr so stark ist wie seit mehr als 15 Jahren nicht mehr". So wird in diesem Jahr eine Erwärmung der Meeresoberfläche in den betroffenen Regionen von bis +2 Grad erwartet. Sollte das eintreten, so wäre das der stärkste El Niño seit 1950. Spekulativ äußerte sich Michael Jarraud noch zum Klimawandel und das Zusammenspiel mit El Niño. Zwar ist der Klimawandel von Menschen gemacht und El Niño ist ein Wetterphänomen, dennoch könnten beide einander beeinflussen und in einem Ausmaß verändern "was wir bisher noch nicht erlebt haben", so die Warnung von Jarraud. Den gesamten Artikel auf der WMO-Seite lesen.

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Während das Wetter im Oktober über Deutschland etwas zu kalt und zu trocken war, zeigt die globale Auswertung der US-Behörde für Wetter- und Meeresforschung (NOAA), dass der Oktober 2015 die heißesten Temperaturen seit Beginn der Aufzeichnungen von 1880 hervorbrachte. Damit jedoch nicht genug: rückblickend waren die letzten 10 Monate allesamt deutlich zu warm ausgefallen und stellten neue Hitzerekorde auf. Somit ist es nicht mehr abwegig, dass das Jahr 2015 - global betrachtet - das heißeste Jahr seit Messbeginn werden könnte. So lag die durchschnittliche Temperatur von Januar bis Oktober um +0,86 Grad höher als der Mittelwert des 20. Jahrhunderts. Dabei stiegen die Meerestemperaturen gleichermaßen an, wie die Erdtemperaturen.
Klimawandel - WetterprognoseDer Deutsche Wetterdienst hat in einer Untersuchung der Wintersportgebiete in Deutschland herausgefunden, dass seit 1970 die Tage an denen mehr als 30 cm Schnee liegen zurückgegangen ist. Ausgewertet hat der DWD mit Hilfe der Daten seiner Wetterstationen jeweils die Monate Dezember bis April im Zeitraum 1970 bis 2010. Am deutlichsten hat dabei das Berchtesgadener Land "verloren". Von vormals 110 Tagen gingen die Tage mit mehr als 30 cm Schnee auf 77 zurück. Aber auch im Erzgebirge ist ein Rückgang von 108 auf 90 Tage zu beobachten. Geht es nach der Meinung von Klimaforschern, so wird sich dieser Trend in den kommenden Jahren auch so fortsetzen. Damit besteht nun auch eine gewisse Datengrundlage für die bisher subjektive Betrachtung, dass es in tieferen Lagen nur noch selten, bzw. kurzzeitig Schnee hat und die Schneegrenze im Winter generell auf mittlere Lagen ansteigt.
Zufall oder nicht, immer wieder gibt es Menschen und Webseiten, die bestreiten, dass es den Klimawandel überhaupt geben wird. Trotzdem es auch spürbar immer wärmer wird, glauben viele nicht daran, dass es im Klimawandel seine Ursache hat. Auf zeit.de, geht man der Chronologie einer organisierten Lüge nach.
Klimawandel - WetterprognoseDas die Temperatur durch den Klimawandel steigt, sollte inzwischen kein Geheimnis mehr sein. Wenn auch Regional größere Unterschiede zu verzeichnen sind, so ergeben sich nach der weltweiten Durchschnittstemperatur der Monate Juni, Juli und August 2012 die wärmsten Monate seit 133 Jahre, Durchschnittlich waren diese Monate +1,04 Grad zu warm (Quelle: National Climatic Data Center)