Wetter News - Wetterprognose und Wettervorhersage
Warme Meere und gestörte Zirkulationen - Grundlage für turbulentes Herbst- und Winterwetter
Mit einer gewissen Spannung wird die Wetterentwicklung im Herbst und Winter erwartet. Warum? Ganz einfach – das Strömungsmuster ist seit 2024 auffällig gestört. Gestört wurden vor allem die stabilen Hochdruckwetterlagen, meist von Störimpulsen, welche sich phasenweise als Kaltlufttropfen in die Hochdruckgebiete einnisten konnten. Zudem sind die Meere ungewöhnlich warm, und das Mittelmeer war in diesem Sommer sogar rekordwarm. Welche Auswirkungen hat das auf den Herbst und Winter, und wie steht die Langfristprognose der Vorhersagemodelle dazu? Ein Überblick.
Kaltwinter – es ist doch wieder einmal an der Zeit?
Der letzte zu kalte Winter liegt jetzt schon 14 Jahre zurück, und es gibt Kinder und Jugendliche, die noch keinen richtigen Winter erlebt haben. In Zeiten vor der Klimaerhitzung wechselten sich kalte und warme Winter in einem Zyklus von etwa drei Jahren ab. Meist spielte noch eine Westwetterlage eine Rolle, doch in den vergangenen Jahren wurden auch diese nicht nur schwächer, sondern traten seit 2018 so gut wie gar nicht mehr in Erscheinung.
In diesem und im letzten Sommer war die atlantische Frontalzone über Wochen hinweg überhaupt nicht präsent. Dafür waberten Störimpulse in einem gradientenschwachen Wetterumfeld umher und sorgten im Juni 2024 sowie im Juli 2024 und 2025 mit einem quasistationären Verhalten für unwetterartige Niederschlagsmengen. Im August gab es dann jeweils eine längere Trockenphase, doch steuern im September die nächsten Störimpulse auf Deutschland zu. Ungewöhnlich – und über die möglichen Gründe werden wir an anderer Stelle noch genauer eingehen. Insofern ist die Frage vieler unserer Leser berechtigt: Es ist doch wieder einmal an der Zeit, dass ein Kaltwinter – also ein Winter, der mit seinen Durchschnittstemperaturen knapp unter dem vieljährigen Mittelwert von 1961 bis 1990 liegt – möglich sein muss
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Wahrscheinlichkeit liegt bei 75 Prozent für einen zu warmen Winter
Die Statistik ist aus Sicht der Freunde des Winterwetters
niederschmetternd. In den vergangenen 20 Jahren waren 75 Prozent der Winter gegenüber dem vieljährigen Mittelwert von 1961 bis 1990 zu warm. Das ist eine klare Ansage. Durchschnittlich sind die Winter in den vergangenen 30 Jahren um +1,2 Grad wärmer geworden. Hört sich nicht nach viel an, sorgt aber dafür, dass in den meisten Wintern der sog. Flachlandwinter so gut wie gar nicht mehr in Erscheinung tritt und selbst über den mittleren Lagen zunehmend seltener wird. In den vergangenen 10 Jahren betrug die Durchschnittstemperatur im Winter sage und schreibe +2,7 Grad (normal: +0,2 Grad). Die Temperaturen waren somit um +2,5 Grad zu hoch.
Drastischer Rückgang der Schneetage
Statistisch gesehen gingen die Tage mit Schnee in den vergangenen 30 Jahren um 11 Tage zurück. Wenn man so will, schwinden mit jedem Grad Erwärmung die Schneetage um 8,5 Tage. In einem normalen
Winter sind rund 35 Schneetage möglich. 2024/25 gab es 9,5, 2023/24 rund 15, 2022/23 rund 14, 2021/22 rund 12 und 2019/20 rund 4 Schneetage. Das erklärt zugleich den Frust vieler Freunde des Winterwetters
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Zudem zeigt die Statistik auch, dass die Klimaerhitzung in zunehmendem Maße voranschreitet. Die Sommer werden heißer, die Winter wärmer, und einen Winter – so wie er früher vorherrschend war – wird es bis auf ein paar Ausnahmen so nicht mehr geben. An Bilder aus Skiregionen wie dieses hier wird man sich in Zukunft weiter gewöhnen müssen.
















