Schaut man sich die Wetterentwicklung der kommenden Februar-Tage über Deutschland, Österreich und der Schweiz an, so ist bis zum 20. Februar nicht mit winterlichen Wetterverhältnissen zu rechnen. Tiefdrucksysteme und Hochdruckgebiete wechseln sich mit ihrem Einfluss über das Wetter in Deutschland ab und so bleibt der Wettercharakter teils sonnig, teils bewölkt und leicht unbeständig.

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Markanter Wetterwechsel zum März

Eine größere Veränderung der Großwetterlage könnte sich im Verlauf des letzten Februar-Drittels ergeben und damit auch das Wetter Anfang März 2018 beeinflussen. Das amerikanische Wettermodell berechnet die Ausdehnung eines Hochdrucksystems von den Azoren zunächst bis über England und Skandinavien und bis zum 24. Februar über den Bereich zwischen Grönland, Island und Skandinavien. Das normale zu Zirkulationsmuster, welches von West nach Ost verläuft, wird durch die Hochdruckposition gestört. Die atlantischen Tiefdruckgebiete müssen einen weiten Umweg nach Süden nehmen und könnten über Deutschland zu einer so genannten Grenzwetterlage führen. Das Hochdrucksystem über Grönland und Skandinavien drückt aber durch seine im Uhrzeigersinn verlaufende Rotation den Kältepol über dem nördlichen Kanada weiter nach Norden weg.
In Folge daraus verliert die Wetterküche zwischen Kanada, Grönland und Neufundland an Wetterwirksamkeit. So wären zum März kräftigere Kaltluftvorstöße aus nördlichen bis östlichen Richtungen wahrscheinlicher als deutlich zu milde Varianten, wobei diese zum heutigen Stand nicht ausgeschlossen werden können.

Kommt der März-Winter?
Kommt der März-Winter?

Was bedeutet das für das Wetter im März 2018?

Aktuell sind die Schwankungen in den Berechnungen der Wetter Modelle noch hoch und werden es in den kommenden Tagen auch noch bleiben. Der Trend aber zu einem Hochdruckgebiet zwischen Grönland, Island und Skandinavien gilt es als höher einzustufen als andere Wettentwicklungen. Das zeigte auch das amerikanische Wettermodell in seinen Berechnungen von heute Nachmittag.

Hervorgerufen wird die sog. gestörte Zirkulation durch ein Major-Warming in Stratosphärenhöhe (30 km Höhe). Die Temperaturen können in dieser Höhe binnen kürzester Zeit um bis zu 80 Grad ansteigen und in Folge daraus drehen sich die zonalen Winde von West-Ost auf Ost-West um. Geschieht das, so hat das massive Auswirkungen auf die Entwicklung des Polarwirbels. Welcher mit einem sog. Final-Warming auch komplett zusammenbrechen kann.

Durch diese Schwankungen sind in der weiteren Wetterentwicklung erhebliche Veränderungen zu erwarten. Häufiger hat eine plötzliche Stratosphärenerwärmung über Deutschland, Österreich und der Schweiz eine östliche bis nördliche Grundströmung zur Folge wobei die milden Varianten weiterhin nicht ausgeschlossen werden können. Die nächsten Tage werden zeigen, wohin sich das Wetter März 2018 entwickeln kann. Zum aktuellen Stand jedenfalls ist ein sogenannter März-Winter nicht auszuschließen. Übrigens war mit einem letzten Major-Warming im Jahr 2013 der März mit einer Temperatur von 0,1 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert etwa um -3,4 Grad zu kalt.

Wetter März 2018 nach dem Langfristmodell: Normal

Geht es nach der aktuellen Wetterprognose das Langfristmodells, so könnte das Wetter März 2018 über Deutschland mit einer Abweichung von -0, 5 bis +0, 5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert normal ausfallen. Gegenüber seinem vieljährigen Sollwert wird der März - zum aktuellen Stand - leicht zu trocken berechnet. Gut möglich also, dass all jene, welche rasch den Frühling herbeiwünschen, sich noch eine Weile in Geduld üben müssen.

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