Wetter: Ein Hoch über Deutschland

| M. Hoffmann
Nach einem nasskalten Sonntag, sorgt ein Hoch für vermehrten Sonnenschein

Schnee, Schneeregen und Regen. Die nasskalte Witterung befindet sich heute auf ihrem Höhepunkt, bevor im Verlauf der neuen Woche ein Hoch die Temperaturen über dem Süden in den Dauerfrostbereich absinken lassen kann.

Windig und nasskalt. Ein Niederschlagsband zog in der Nacht über Deutschland hinweg und erreicht zu den Nachmittagsstunden die östlichen Landesteile. Bei einem stark böigen und über exponierten Lagen stürmischen Wind, werden die Luftmassen gut durchmischt und da der Niederschlag etwas mildere Luftmassen nach Deutschland führt, kann es mit +0 bis +4 Grad und über dem Westen bis +7 Grad spürbar milder werden. Die Schneefallgrenze steigt allmählich an und pendelt sich über dem Osten zwischen 400 und 600 Meter und über dem Westen zwischen 500 und 800 Meter ein. Mit winterlichen Wetterverhältnissen ist ab den mittleren Lagen zu rechnen und Schneeverfrachtungen sind nicht auszuschließen (Schneeprognose). Auch kurze Gewitter sind möglich. Am Nachmittag lockert die Bewölkung westlich der Linie von Bremen und Stuttgart auf und kann für ein paar sonnige Momente sorgen.

Sonne, Wolken, Nebel und etwas Schneefall

Ein Hochdrucksystem macht sich am 10. Januar (Mo.) über Deutschland bemerkbar. Die Wolken lösen sich über dem Westen, Norden und Osten im Tagesverlauf auf und die Sonne kann für längere Zeit zum Vorschein kommen. Weiter nach Süden zeigt sich der Himmel meist bewölkt oder neblig-trüb. Über Teile von Sachsen, dem Bayerischen Wald, dem südlichen Baden-Württemberg und Bayern ist mit etwas Niederschlag zu rechnen, der bei Werten von -1 bis +2 Grad überwiegend als Schnee niedergeht. Viel an Niederschlag ist nicht mehr zu erwarten. Der Wind kommt schwach aus nördlichen Richtungen und über den Regionen mit Sonnenschein können Temperaturen von +0 bis +5 Grad erwartet werden. Mit bis +7 Grad kann es über dem Westen milder bleiben.

Kalte Luftmassen aus östlichen Richtungen

Hoher Luftdruck dominiert das Wetter am 11. Januar (Di.) über Deutschland. Verbreitet ist mit einem sonnigen Januartag zu rechnen. Zum späten Nachmittag zieht über dem Westen starke Bewölkung auf und zum Abend ist über dem äußersten Nordwesten von Niedersachsen leichter Regen zu möglich. Der Wind kommt schwach aus unterschiedlichen Richtungen und dreht zum Nachmittag über der Südhälfte auf östliche Richtungen und führt südlich der Linie vom Schwarzwald und Berlin mit -1 bis +2 Grad kühlere Luftmassen nach Deutschland. Milder bleibt es mit +2 bis +6 Grad weiter nach Norden.

Dauerfrost über dem Süden

Ein Hoch dehnt seinen Einfluss auf das Wetter über Deutschland am 12. Januar (Mi.) aus und sorgt nach Auflösung frühmorgendlicher Nebelfelder für reichlich Sonnenschein, der entlang eines Streifens von Nordrhein-Westfalen und Berlin etwas eingetrübt werden kann. Mit Niederschlag ist nicht zu rechnen. Die Temperaturen erreichen nördlich der Linie von Köln und Hamburg +4 bis +8 Grad, sonst sind +0 bis +3 Grad möglich. Südlich der Linie vom Schwarzwald und Dresden kann bei Werten von -2 bis +2 Grad verbreitet mit Dauerfrost gerechnet werden.

Hochdruckwetter

Am 13. und 14. Januar (Do. und Fr.) bleibt ein Hochdrucksystem dominierend und nach Auflösung der nächtlichen Nebelfelder ist insbesondere am Donnerstag mit einem verbreitet sonnigen Januartag zu rechnen. Am Freitag ziehen über dem Norden und Nordosten ein paar Nebel- oder Hochnebelfelder hinweg und trüben den Sonnenschein gelegentlich ein. Weiter nach Süden bleibt es sonnig. Der Wind frischt über dem Nordosten böig aus nordwestlichen Richtungen kommend auf und die Temperaturen steigen nördlich der Linie von Köln und Dresden auf +4 bis +8 Grad an. Weiter nach Süden ist es mit +1 bis +5 Grad kühler und am Donnerstag kann es über den Regionen mit Schnee noch leichten Dauerfrost geben.

Schneefall mit der Ausbildung einer Schneedecke ist in den kommenden Stunden möglich, doch fehlt noch etwas zum Winter. Ob der fehlende Baustein in der letzten Januardekade gesetzt werden kann, erläutern wir gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Winter 2022, die heute Abend gegen 20:15 Uhr nochmals aktualisiert wird.

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© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)

Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +11,7 +2,3 +1,3 546,5 l/m² - zu trocken

Statistische Wetterwerte für Januar

Der Januar gilt aus statistischer Sicht als kältester und auch trockenster Wintermonat, bzw. auch Monat im gesamten Jahr.

  • Zwischen dem 13. und 26. Januar Hochwinter
  • Kontinentalhoch sorgt in diesem Zeitraum mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 bis 80 Prozent für kalte Temperaturen
  • Bedingt durch die hohe statistische Wahrscheinlichkeit eines Hochwinters ist Schneefall selten
  • Häufiger gibt es im Januar Kahlfrost-Phasen
  • Liegt aber Schnee, so kann dieser über Tage hinweg konserviert werden

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