Wetter Januar 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Januar 2020 aktuelle Wettervorhersage vom 21.12.2019 - Der Winter verstärkt seine Ambitionen

  • M. Hoffmann

Über Weihnachten wird es spürbar kühler, doch vom Winter ist das Wetter noch weit entfernt. Ändert sich das bis Januar 2020?

Unter bestimmten Voraussetzungen ist am ersten Weihnachtsfeiertag der eine oder andere Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer nicht auszuschließen, doch soll das nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Weihnachtswetter auch in 2019 grün ausfallen wird. Mehr dazu in der Wetterprognose Weihnachten.

Zwar können sich hinsichtlich der Details - wie Niederschlag oder Starkwindereignisse - noch Veränderungen ergeben, doch ist ein Wintereinbruch über die Feiertage nahezu ausgeschlossen.

Regt sich der Winter zum Januar 2020?
Regt sich der Winter zum Januar 2020?

Ein Hochdruckkeil führt kühlere Luftmassen nach Deutschland

Über Weihnachten strebt über England ein Hochdruckkeil nach Norden auf und führt auf seiner Rückseite aus nordwestlichen Richtungen nasskalte Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz, was die Tageswerte auf +1 bis +7 Grad zurückgehen lassen kann. Für die weitere Wetterentwicklung des Winters wird es von Bedeutung sein, wie sich das Hoch positionieren wird.

Ob es mit dem Winter klappt, wird u.a. von dem Hochdruckkeil abhängen
Wettervorhersage des europäischen Wettermodells: Ob es mit dem Winter klappt, wird u.a. von dem Hochdruckkeil abhängen
© www.meteociel.fr

Das Entwicklungspotential ist hoch

Gerade der Störimpuls in Form des Hochdruckkeils sorgt in den Tagen nach Weihnachten bis in den Januar hinein für erhebliche Unsicherheiten und lässt die Vorhersage-Modelle von kälteren zu milden Varianten hin und her springen. Heute Nacht hatte das amerikanische Vorhersage-Modell bspw. erneut eine winterliche Variante bis in den Januar hinein berechnet, heute sieht die Grundlage wieder anders - aber nicht unwinterlich - aus.

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Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Der Januar mit winterlichen Ambitionen

Das Hoch westlich von Europa kippt vom 27. bis 30. Dezember nach Osten ab und legt sich über Mitteleuropa. Die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik ist als hoch zu bewerten und von Island aus etabliert sich ein Tiefdruckkomplex, der bis zum 30. Dezember Skandinavien erreicht. Nach einem anfänglich ruhigen Wettercharakter wird es zum Jahreswechsel turbulenter zur Sache gehen können.

Stürmischer Jahreswechsel

Die Wetteraktivität nimmt zwischen dem 30. und 31. Dezember zu und führt nach der Wetterprognose der Amerikaner neben zahlreichen Niederschlägen unterschiedlicher Intensität auch zu stürmischen Windböen. Da der Wind aus westlichen Richtungen kommt, kann es zum Wechsel in den Januar mit +6 bis +12 Grad nochmals richtig mild werden.

Winterliche Wetterverhältnisse

Zumindest zum aktuellen Stand berechnet das amerikanische Wettermodell am 1. Januar 2020 die Verlagerung des Hochdrucksystem nach Westen - raus auf den Atlantik - und keilt dort bis zum 6. Januar immer wieder in Richtung Island auf. Das erhöht die Wellenbewegung entlang der Polarfront und lässt die Tiefdruckgebiete über Mitteleuropa nach Süden abtropfen.

Die Temperaturen in 1.500 Meter Höhe sinken auf -4 bis -7 Grad ab, was auch in tieferen Lagen zu Schneefall führen kann, doch mit Winterwetter wäre demnach erst ab Höhenlagen von 200 bis 400 Meter zu rechnen, da die Tageswerte in den Niederungen mit +0 bis +3 Grad dann doch noch zu mild sind. Vor allem aber ab den mittleren Lagen wäre diese Wetterentwicklung ein echter Schneebringer.

Winterliche Ambitionen Anfang Januar 2020
Wettervorhersage der Amerikaner: Winterliche Ambitionen Anfang Januar 2020
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Wettervorhersage nach dem europäischen Wettermodell: Anfang Januar zeichnet sich eine meridionale Grundströmung ab

Dass an dem Störimpuls etwas dran ist und dass dieser zu einer erhöhten Wellenbewegung entlang der Polarfront führen kann, bestätigt die aktuelle Wetterprognose des europäischen Wettermodells.

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Bevor es kalt wird, muss es warm werden

Nicht immer, aber meist ist das der Fall. Deutlicher wird das in der Wettervorhersage der Europäer, die im Zeitraum vom 28. bis 31. Dezember eine sehr warme Temperaturentwicklung berechnen. Die Werte können in 1.500 Meter auf bis zu +10 Grad ansteigen. Zur gleichen Zeit zwängt sich die atlantische Frontalzone nach Skandinavien durch und erhöht die Gradientenstärke über Deutschland. Und so sind auch in der Vorhersage der Europäer zum Wechsel in den Januar stürmische Windböen - zumindest für den Moment - nicht auszuschließen.

Winterliche Wetterentwicklung Anfang Januar?

Das wird sich noch zeigen müssen, aber in der aktuellen Prognose deutet sich eine Verlagerung des Hochdrucksystems nach Westen ab, während die atlantische Frontalzone über Skandinavien nach Süden abtropft. Das Strömungsmuster meridionalisiert zum 1. Januar und führt aus nördlichen Richtungen kühlere Luftmassen nach Deutschland. Anders ausgedrückt stellt der Winter zum Jahreswechsel einen Fuß in die Tür.

Nach Weihnachten außergewöhnlich warm, doch Anfang Januar regt sich der Winter
Wetterprognose des europäischen Wettermodells : Nach Weihnachten außergewöhnlich warm, doch Anfang Januar steigen die winterlichen Ambitionen an
© www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Enorme Differenz schon nach Weihnachten

Die Kontrollläufe haben eine klare Meinung zu der Wetterentwicklung nach Weihnachten und die ist völlig konträr zu den Berechnungen der Wettermodelle. Sie liegt vom 25. Dezember bis 1. Januar knapp unterhalb des vieljährigen Durchschnittswertes im leicht zu kühlen Bereich. Erst in den ersten Januar-Tagen gleicht sich das Verhältnis zwischen den Kontrollläufen und den Prognose-Modellen wieder an.

Deutlicher wird das, wenn man sich das Temperaturspektrum genauer anschaut. Am 28. Dezember berechnet das amerikanische Wettermodell Tageshöchstwerte von +7 bis +12 Grad. Der Mittelwert der Kontrollläufe aber liegt über dem Süden und Osten bei +0 Grad und über dem Norden und Westen bei +2 Grad.

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Die Winterprognose nach den Kontrollläufen
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
28. Dezember -2 bis
+8 Grad
+0 bis
+3 Grad
1. Januar 2020 -10 bis
+8 Grad
-2 bis
+3 Grad
5. Januar 2020 -8 bis
+8 Grad
-0 bis
+3 Grad
Diagramm Temperaturen Januar 2020 vom 21.12.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Januar 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Da ist nach Weihnachten einiges an Bewegung zu erwarten. Ob dabei das Hoch über Mitteleuropa weg kippt und für eine warme Wetterlage sorgt, oder ob es draußen auf dem Atlantik verweilt und so langsam den Winter über Deutschland, Österreich und der Schweiz wird Einzug halten lässt, bleibt noch abzuwarten. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Vorhersage-Modelle einen völlig anderen Wettertrend berechnen, wie es die Kontrollläufe tun. Was das im Detail für Wetterlagen sind, und ob es im Tagesverlauf eine Angleichung gegeben hat, erläutern wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Winter 2020.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +6,07 +3,38 +2,6 237 l/m² - normal

Wetterfakten Januar

Statistische Wetterwerte für Januar

Der Januar gilt aus statistischer Sicht als kältester und auch trockenster Wintermonat, bzw. auch Monat im gesamten Jahr.

  • Zwischen dem 13. und 26. Januar Hochwinter
  • Kontinentalhoch sorgt in diesem Zeitraum mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 bis 80 Prozent für kalte Temperaturen
  • Bedingt durch die hohe statistische Wahrscheinlichkeit eines Hochwinters ist Schneefall selten
  • Häufiger gibt es im Januar Kahlfrost-Phasen
  • Liegt aber Schnee, so kann dieser über Tage hinweg konserviert werden

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