Das Wetter gewinnt in den kommenden Tagen zunehmend an Dynamik und beendet das bisweilen weitgehend ruhige Dezemberwetter. Zwischen Kanada und Grönland strömen bis Ende Dezember Kaltluftmassen arktischen Ursprungs nach Süden in Richtung Neufundland und sorgen für neuen Schwung in der Wetterküche. So können am zweiten Weihnachtsfeiertag verbreitet starke bis mäßige Windböen bis in tiefere Lagen erwartet werden, während in höheren Lagen und entlang der Küstenregionen auch schwere Sturmböen nicht auszuschließen sind.

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Kühler mit Schneeschauern

Nach Weihnachten sorgt eine Nordwestströmung für eine deutliche Abkühlung, was die Niederschläge teils bis in tiefere Lagen in Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer übergehen lassen kann. Die Ausbildung einer dünnen Schneedecke wäre dann bis zum 30. Dezember ab den mittleren Lagen (400 bis 600 Meter) nicht auszuschließen. Der Wind bleibt kräftig, wird aber gegenüber den letzten Tagen von den Wettermodellen weniger dramatisch berechnet. Das Potential für Randtiefentwicklungen - und somit für Starkwindereignisse - ist aber noch nicht vom Tisch.

Weiterhin turbulentes Wetter im Januar 2018
Weiterhin turbulentes Wetter im Januar 2018

Silvester: mild

Am letzten Dezembertag, dem 31. Dezember, sorgt ein Sturmtief für eine Winddrehung auf südliche Richtungen und führt mit kräftigen Wind sehr milde Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz. So können die Temperaturen verbreitet auf +5 bis +10 Grad ansteigen und immer wieder kann mit zeitweiligen Niederschlägen gerechnet werden.

Und in der Silvesternacht?

Zum aktuellen Stand, welcher sich in den kommenden Stunden noch mehrmals verändern kann: Ruppiger Wind, etwas Niederschlag und bei Temperaturen von +1 bis +6 Grad nasskalt.

Wetter Januar 2018: Die Chancen des Winters im neuen Jahr

Würde es nach dem amerikanischen Wettermodell gehen, so könnten die ersten Januartage richtig turbulent werden. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen zum Start in das neue Jahr weiterhin unverändert m südlichen Rand einer Tiefdruckrinne, welche von Neufundland über Island/England bis nach Skandinavien verläuft. Durch die Dynamik sind im gesamten Zeitraum Schnellläufersysteme und Randtiefentwicklungen nicht auszuschließen. So können bis zum 3. Januar kräftige Tiefdrucksysteme für stürmische Winde sorgen, welche sich am 1. Januar auch zu orkanartigen Winden entwickeln können. Details müssen hierzu noch abgewartet werden.

Die Berechnungen des europäischen Wettermodells sind ganz ähnlich zu bewerten. Auch hier liegen Deutschland, Österreich und die Schweiz am südlichen Rand der Tiefdruckrinne, was das Potential für Starkwindereignisse im neuen Jahr aufrecht erhält.

Der Winter hat bei solch einer strammen Westwetterlage - wie sie aktuell berechnet wird - nur wenig Chancen. Stattdessen sind Temperaturen von +3 bis +8 Grad bei einem wechselhaften Wettercharakter wahrscheinlicher als tiefwinterlich verschneite Landschaften. Ob diese Turbulenzen darüber hinaus zu einem Wetterwechsel führen können, klären wir gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose Winter 2017/18.

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