Ein Hochdrucksystem dehnt sich in den kommenden Tagen bis einschließlich Sonntag von England über Skandinavien bis nach Deutschland aus. So sind heute und auch am Mittwoch noch vorwiegend über Süddeutschland Niederschläge zu erwarten, welche ab Donnerstag allgemein nachlassen, was bis Sonntag zu einem überwiegend trockenen Wettercharakter führen kann. Der Wind dreht auf östliche Richtungen und kann zeitweilig böig auch auf nordöstliche Richtungen drehen und nur mäßig warme Luftmassen nach Deutschland führen. So ist - trotz des Sonnenscheins - meist mit Werten zwischen +8/+12 Grad, örtlich über dem Westen und Südwesten bis +14 Grad zu rechnen. Gegenüber dem langjährigen Mittelwert entsprechen die Werte durchaus dem Durchschnittswert (Details s. Wetter März).

Wetterentwicklung bleibt bis Ende März spannend

Die Wettermodelle berechnen weiterhin bis Ende März das Hochdrucksystem über dem Bereich zwischen England und Skandinavien, was über Deutschland für relativ ruhiges Hochdruckwetter sorgen kann. Entscheidend aber ob es warm oder kalt werden wird, ist die Position des Hochdrucksystems. Und hier hat das amerikanische Wettermodell gegenüber gestern leichte Korrekturen vorgenommen. So liegt das Hochdrucksystem vom 26./27. März zwischen Island, England und Skandinavien, was über Deutschland die Zufuhr gemäßigt kalter Kontinentalluftmassen aus östlichen Richtungen ermöglicht. Im Zeitraum vom 27./29. März zeigt sich der Aufbau eines Hochdruckkeils von England in Richtung Grönland. Der Hochdruckkeil wird jedoch von einem herannahenden Tiefdrucksystem auf dem Atlantik unterbunden, so dass sich das Hochdrucksystem nach Süden zurückzieht und vom 27./31. März über Deutschland, Österreich und der Schweiz für relativ ruhiges und mäßig mildes Wetter verantwortlich sein kann. Sollte sich aber die Hochdruckbrücke in Richtung Grönland behaupten können, so wäre der Weg über Mitteleuropa frei für kalte Luftmassen arktischen Ursprungs.

Das europäische Wettermodell berechnet eine ganz ähnliche Variante, bei der sich das Hochdrucksystem bis zum 29./31. März von den Azoren, Skandinavien, östliches Europa und die Mittelmeerregion ausdehnen kann. In Folge dieser Variante würde ein Kaltluftvorstoß aus nördlichen Richtungen über das westliche Russland abgelenkt werden und Deutschland, Österreich und die Schweiz würden im Zeitraum vom 27./31. März im relativ milden und ruhigen Einflussbereich des Hochdrucksystems liegen können.

Turbulente Wetterentwicklungen Anfang April möglich

Das Wetter stellt sich vom Winter auf den Frühling um - zwangsläufig durch den höheren Sonnenstand - welcher die Landmassen nun deutlich schneller als die Meeresoberfläche erwärmt. Bedingt durch die Temperaturunterschiede nehmen die Wahrscheinlichkeiten turbulenter Wetterentwicklungen zu. Das zeigt sich auch in den Simulationen der Wettermodelle, welche bereits seit Tagen immer wieder auch Varianten berücksichtigen, bei der sich das Hochdrucksystem zwischen den Azoren in Richtung England, Island und Skandinavien nach Norden ausdehnt und im Verbund mit einem Tiefdrucksystem über der Barentssee Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden führt. Ob Deutschland in den ersten April-Tagen davon betroffen sein könnte, würde maßgeblich von der Hochdruckposition abhängen - unrealistisch wäre eine April-typische Wetterlage Anfang April jedenfalls nicht.

Kalter oder warmer Start in den April?



Diagramm für Wahrscheinlichkeiten der Temperaturentwicklung im ersten April-Drittel

Wie stehen aber die Wahrscheinlichkeiten auf einen zu kalten Start in den April? Die Kontrollläufe berechnen in den letzten März-Tagen gegenüber dem langjährigen Mittelwert einen zu warmen Temperaturtrend, welcher sich Anfang April weitgehend normalisieren kann. So liegt das Temperaturspektrum am 1. April zwischen +5/+20 Grad (Mittelwert: +13/+14 Grad) und am 3. April zwischen +2/+19 Grad (Mittelwert: +10/+11 Grad). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (< +7), normal (+8/+13), zu warm (>+14), liegen am 1. April bei 10/25/65 und am 3. April bei 20/50/30. Das stützt zwei Entwicklungen. Zum einen den milden Ausklang im März und zum anderen eine höhere Wahrscheinlichkeit zur Normalisierung der Temperaturen Anfang April. Die Niederschlagserwartung wird von den Kontrollläufen bis Ende März als schwach berechnet und steigt Anfang April in den leichten bis mäßigen Bereich an. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter Frühling und Sommer 2017.

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