Der April macht was er will, aber nicht in 2015. Der Durchschnittliche Temperaturwert betrug im April 2015 +8,6 Grad und hatte gegenüber dem langjährigen Temperaturmittelwert von 1961-1990 eine Abweichung von +1,2 Grad und gegenüber der Referenzperiode 1981-2010 eine Abweichung von +0,3 Grad und viel damit zu warm aus. Das Maximum wurde am 15. April mit sommerlichen Temperaturen von +27,6 Grad in der Nähe von Offenbach und der kälteste Wert mit -9,9 Grad über dem Erzgebirge (Deutschneudorf-Brüderwiese) gemessen. Das Wetter war im April so trocken, dass vielerorts eine erhöhte Waldbrandgefahr gegeben war. Im Schnitt wurden 42 l/m² Niederschlag gemessen - somit wurde das Soll von 58 l/m² um etwa 27 Prozent verfehlt. Gerade in den ersten Tagen glänzte der April noch mit typischen Aprilwetter; Regen- und Schneeschauer waren bei nasskalten Temperaturen häufiger anzutreffen. In Aue fielen sogar nochmals bis zu 15 cm Neuschnee. Im weiteren Verlauf dominierte jedoch rund drei Wochen lang ein Hochdrucksystem das Wettergeschehen, wobei die anhaltende Trockenheit in einigen Regionen schon zu Waldbränden führte. Übrigens war das der achte April in Folge, der deutlich zu trocken ausfiel. Wenn es trocken ist, sind meist die Sonnenstunden positiv - so auch im April 2015. Durchschnittlich zeigte sich die Sonne für 223 Stunden und übertraf das Soll von 152 Stunden um 46 Prozent. Somit reiht sich der April 2015 als viert sonnigster April in die langjährige Statistik seit Beginn der Aufzeichnungen der Sonnenstunden von 1951 ein. Interessant auch hier: die Top 5 der sonnigsten Aprilmonate kommt aus den Jahren 2007, 2009, 2010, 2011 und nun auch 2015. Den gesamten und detaillierten Rückblick für den Monat April können Sie ebenfalls beim DWD nachlesen.

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