Wetter Winter 2020/2021 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetterprognose Herbst und Winter 2020/2021 vom 26.8.2020 - Eine spätsommerliche Wetterentwicklung im ersten Herbstmonat?

Welche chancen hat der Spätsommer im September?
Welche chancen hat der Spätsommer im September?

Unwetterartige Wetterereignisse sind in den kommenden Tagen zu erwarten. Doch auf dem Atlantik stellt sich bereits die Wetterlage um, was weite Teile vom September wird beeinflussen können.

Zeitweilig stürmische Winde, Blitz und Donner, sowie Regen werden bis einschließlich Sonntag das Wettergeschehen dominieren können und das Potential unwetterartiger Wetterereignisse ansteigen lassen.

Etwa südlich der Linie von Köln und Dresden pendeln sich die Temperaturen bis einschließlich Freitag auf +22 bis +26 Grad und örtlich bis +28 Grad ein. Erst zum Wochenende kühlen sich die Werte über dem Süden auf +17 bis +23 Grad ab und gleichen sich mit den Werten über dem Norden an. Die Niederschlagstätigkeit steigt ab Freitag an und am Sonntag über dem Süden und Osten ihren vorläufigen Höhepunkt. Bei länger andauerndem Niederschlag kann es mit +12 bis +17 Grad auch etwas kühler bleiben. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter September 2020.

Erst turbulent und warm, dann folgt die mit teils kräftigen Regen die Abkühlung
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Erst turbulent und warm, dann folgt die mit teils kräftigen Regen die Abkühlung
© www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Kurz kühler

Der Wetterumschwung ist im vollem Gang und wird zum Sonntag zu seinem Höhenpunkt auflaufen. Anschließend schwächt sich die Dynamik ab und Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen in einer ruhiger werdenden Wetterzone eines nacheilenden Keils des Azorenhochs.

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Ein Hoch dehnt sich über Mitteleuropa aus

In der Temperaturprognose werden die kühlsten Tageshöchstwerte mit +14 bis +18 Grad und örtlich bis +22 Grad für den 31. August und 1. September ausgegeben. Der Keil des Azorenhochs aber dehnt sich bis zum 3. September weiter nach Nordosten aus und blockiert somit die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik.

Spätsommerlich warm

Im Verbund zwischen dem Hoch und den Tiefdruckgebieten auf dem Atlantik werden warme Luftmassen nach Deutschland geführt, was die Tageswerte bis zum 3. September auf spätsommerliche +18 bis +24 Grad und örtlich bis +26 Grad ansteigen lassen kann. Etwas kühler bleibt es mit +16 bis +21 Grad über dem Nordwesten.

Spätsommerlich warmes September-Wetter
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Spätsommerlich warmes September-Wetter
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Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Hitze im September?

Die Wetterprognose des amerikanischen Prognosemodells ist bis zum 3. September der der Europäer nahezu identisch. Die Tiefdruckaktivität findet Ende August ihren Höhepunkt und geht Anfang September in eine schwachgradientige Entwicklung über. Nach und nach baut sich bis zum 3. September das Hoch über Deutschland, Österreich und der Schweiz auf.

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Erst Spätsommer, dann Sommerwetter?

Bis zum 4. September ist der Prozess des Hochdruckaufbaus abgeschlossen und ähnlich wie bei den Europäern wird die atlantische Frontalzone auf dem Atlantik blockiert. Vom 5. bis 8. September werden die Tiefdruckgebiete auf eine deutlich nördlichere Zugbahn gelenkt. Im Verbund der beiden Wettersysteme gelangen sehr warme Luftmassen aus südwestlichen Richtungen nach Deutschland, was die Tageswerte bspw. am 6. September auf +22 bis +27 Grad und örtlich bis +30 Grad ansteigen lassen könnte. Die Betonung liegt auf könnte, da Südwestwetterlagen gerne zu einem unbeständigen Wettercharakter neigen und diese Extremwerte nur mit Sonnenschein zu erreichen wären.

Der Ansatz des Omegahochs wurde verworfen

Doch im Gegensatz zu gestern kann sich das Hoch nicht über Mitteleuropa festigen und weiter stabilisieren. Anders formuliert handelt es sich hierbei um einen - ordentlichen - Warmluftschub in der ersten September-Dekade, der aber wenig Substanz hat. Für eine Omegawetterlage fehlt das Tief über dem östlichen Europa und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Hoch nach Osten wegkippt.

Nach dem aktuellen Wettertrend kann das im Zeitraum vom 8. bis 11. September der Fall sei. Entscheidend aber wird letztlich die Struktur des Hochdrucksystems sein. Hält es dagegen - so kann es - auch zum Beginn der zweiten September-Dekade - richtig warm werden.

Spätsommerliche bis sommerliche Wetteraussichten
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Spätsommerliche bis sommerliche Wetteraussichten
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Auf den Punkt gebracht: Frühherbst, Spätsommer oder Sommer - welche Wetterentwicklung ist wahrscheinlicher?

Das Resümee der letzten Tage war eine stets gemäßigt warme bis warme Südwestwetterlage, die mit ihrem unbeständigen Wettercharakter für Abwechslung sorgen kann. Die Vorhersage-Modelle bestätigen dies in ihren heuten Wetterprognosen weitgehend, was diese Wetterentwicklung schon ein ganzes Stück wahrscheinlicher macht.

Betrachtet man den Mittelwert der Kontrollläufe, so zeigt sich für diesen Wettertrend aber eine nur bedingte Unterstützung. Von Sommerwetter - mit Werten jenseits der +25 Grad-Marke im September - zeigt sich in den Kontrollläufen keine Unterstützung. Vielmehr ist es so, dass eine südwestliche Struktur gestützt wird, dass Temperaturspektrum sich im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert aber in einem nur leicht zu warmen Umfeld befindet.

Südwestwetterlage mit gemäßigt warmen Temperaturen und einem unbeständigen Wettercharakter
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Südwestwetterlage mit gemäßigt warmen Temperaturen und einem unbeständigen Wettercharakter
© www.meteociel.fr

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
1. September +13 bis
+21 Grad
+17 Grad bis
+19 Grad
5. September +13 bis
+27 Grad
+18 bis
+20 Grad
10. September +12 bis
+27 Grad
+18 bis
+20 Grad
Diagramm Temperaturen September 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe September 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Niederschlagsprognose: Im Stau der Alpen unwetterartige Niederschlagsmengen

Das Tief der kommenden Tage schleift regelrecht über Mitteleuropa hinweg und sorgt im Schwerpunkt südlich der Alpen für enorme Regensummen. Simuliert werden bis zum 5. September zwischen 80 bis 120 l/m² und örtlich bis 140 l/m². Über Deutschland sind mit 20 bis 40 l/m² und örtlich bis 60 l/m² über dem Süden, dem Osten und den Küstenregionen die meisten Niederschläge zu erwarten. Weniger ist mit 2 bis 10 l/m² und örtlich bis 15 l/m² über dem Westen und der Mitte möglich.

Im Stau der Südalpen sind ordentliche - teils unwetterartige - Niederschlagsmengen zu erwarten. Weiter nach Norden fallen die Niederschlagsgebiete differenzierter aus und sorgen für keine gleichmäßige Verteilung
Die Niederschlagsprognose des europäischen Wettermodells bis zum 5. September: Im Stau der Südalpen sind ordentliche - teils unwetterartige - Niederschlagsmengen zu erwarten. Weiter nach Norden fallen die Niederschlagsgebiete differenzierter aus und sorgen für keine gleichmäßige Verteilung © windy.com

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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