Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 01.12.2019 - Turbulente Wetteraussichten

  • M. Hoffmann

Turbulentes Dezember-Wetter. Ruhig wird der Dezember nicht bleiben und eine ganze Sturmtiefserie ist im Begriff auf Mitteleuropa zu zusteuern. Der Winter ist erst einmal optional.

Schneefall ist in den kommenden 48 Stunden nicht gänzlich auszuschließen, doch verbreitet ist der Wettercharakter bei Werten von +1 bis +5 Grad als nasskalt zu bewerten. Lediglich über dem südlichen Baden-Württemberg und Bayern ist oberhalb etwa 400 bis 600 Meter mit der Ausbildung einer dünnen Schneedecke zu rechnen. Viel ist nicht zu erwarten.

Im Verlauf der kommenden Woche ist mit ruhigem Dezember-Wetter zu rechnen. Nebel, Hochnebel und vereinzelte Wolkenfelder wechseln sich ab und zwischendurch kann die Sonne für längere Zeit zum Vorschein kommen. Passend zum Nikolaus kündigt sich eine Veränderung der Großwetterlage an. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Dezember 2019.

Nasskaltes Dezember-Wetter
Nasskaltes Dezember-Wetter

Hochdruckdominanz

Ein Hochdruckgebiet verlagert sich am Montag über Mitteleuropa und sorgt für den ruhigen Wettercharakter. In den Nächten ist mit Frost zu rechnen und bei Aufklaren und über Schnee wären Werte von unter -5 Grad möglich, während es über den Küstenregionen mit +0 bis +4 Grad milder bleiben kann.

Zum Ende der Woche greifen die Ausläufer eines Tiefdrucksystems zwischen Island und Skandinavien auf Deutschland über und können über den nördlichen Bundesländern für stürmische Windböen sorgen.

Die Ruhe vor dem Sturm
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Wettermodell: Die Ruhe vor dem Sturm
© www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Zunächst windig, mild mit winterlichen Aussichten

Die atlantische Frontalzone bricht nach der Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells vom 6. bis 8. Dezember durch. Der Tiefdruckwirbel über Skandinavien wird zunehmend stärker und initialisiert auf dem Atlantik eine Tiefdruckrinne bis nach Neufundland reichend.

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Stürmische Windböen

Der Wind wird zum kommenden Wochenende nach dieser Wetterprognose zunehmend können und über manchen Regionen sind Starkwindereignisse nicht auszuschließen. Begleitet wird der Wetterwechsel von reichlich Niederschlag, der bei Tageswerten um die +10 Grad in flüssiger Form niedergehen wird.

Nasskalte Wetteraussichten mit optionalem Winterwetter

Die Wettervorhersage der Europäer bleibt dabei. Ab dem 9. Dezember keilt auf dem Atlantik das Azorenhoch nach Norden auf und unterbindet die atlantische Tiefdruckrinne. Dem Zentraltief über Skandinavien fehlt somit der Nachschub und das Strömungsmuster meridionalisiert langsam.

Die Tageswerte gehen bis zum 10. Dezember auf +0 bis +5 Grad zurück und die Schauer gehen zunehmend bis auf tiefere Lagen als Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer nieder. In Höhenlagen ab 400 bis 600 Meter wäre nach dieser Prognose wieder die Ausbildung einer Schneedecke zu diskutieren.

Zunächst mildes und windiges Spätherbstwetter, anschließend erhöhen sich die winterlichen Optionen
Berechnung Wetterlage nach dem europäischen Wettermodell: Zunächst mildes und windiges Spätherbstwetter, anschließend erhöhen sich die winterlichen Optionen
© www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Wildes Dezember-Wetter

Die Milderung der kommenden Tage wird auch von der Wetterprognose der Amerikaner gestützt, was diese bis einschließlich dem kommenden Wochenende sehr wahrscheinlich macht.

Turbulente Wetterentwicklung

Das Hoch keilt zwar am 8. Dezember auf dem Atlantik nach Norden auf, doch geschieht dieser Prozess nur halbherzig. Den Tiefdruckgebieten gelingt es vom 8. bis 14. Dezember immer wieder von Island in Richtung Deutschland vorzustoßen und es stellt sich eine abwechslungsreiche Nordwestwetterlage ein.

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Nasskalt mit optionalem Schneefall

Die Tageswerte pendeln meist in einem Bereich vom +2 bis +7 Grad und sind damit wenig winterlich. Doch in der Höhe gelingt phasenweise der Zustrom kälterer Luftmassen, was Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis auf tiefere Lagen herab ermöglicht.

Sturmserie

Sollte sich aber die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells durchsetzen können, so wäre vom 6. bis 15. Dezember mit einer ganzen Reihe von Starkwindereignissen zu rechnen. Auch orkanartige Winde sind demnach nicht auszuschließen.

Wildes Dezember-Wetter
Berechnung Wetterlage nach dem amerikanischen Wettermodell: Wildes Dezember-Wetter
© www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Milderung nur von kurzer Dauer

Die Kontrollläufen stützen die Milderung vom 4. bis einschließlich 7. Dezember. Anschließend wird es wieder kälter - aber eben nicht winterlich kalt. Der Mittelwert der Temperaturen in ca. 1.500 Meter Höhe schwankt um die -3 Grad, was über Lagen ab ca. 600 bis 900 Meter für winterliche Wetterverhältnisse sorgen kann. Darunter bleibt der Wettertrend - wie in den letzten Tagen auch - nasskalt.

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Ob der Winter aber dennoch seine Chancen währt, wird davon abhängen, wie sich der Trog über Mitteleuropa zum Beginn der zweiten Dezember-Dekade ausbilden und auch behaupten kann. Die klassische - und nachhaltige - Zonalisierung ist weiterhin wenig wahrscheinlich.

Keine stabilen Wetterverhältnisse

Nach den Kontrollläufen steigt die Niederschlagswahrscheinlichkeit ab dem 6. Dezember in den mäßig erhöhten Bereich an und verbleibt dort bis zum 16. Dezember. Für reichlich Abwechslung scheint gesorgt zu sein. Nach der aktuellen Niederschlagsprognose wären bis zum 15. Dezember Niederschlagssummen von 10 bis 25 l/m² und örtlich bis 40 l/m² möglich. Das Niederschlagssoll im Dezember liegt bei rund 70 l/m².

Temperatur-Spektrum der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
8. Dezember -2 bis
+11 Grad
+3 bis
+6 Grad
11. Dezember -2 bis
+10 Grad
+2 bis
+5 Grad
16. Dezember -4 bis
+10 Grad
+1 Grad über dem Süden und Osten
+3 bis +4 Grad über dem Norden und Westen
Diagramm Temperaturen Dezember 2019 vom 1.12.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Dezember 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Auf den Punkt gebracht

Das ruhige und nur mäßig kühle Dezember-Wetter wird ab dem Wochenende von einer zunehmend turbulenten und westlich orientierten Großwetterlage abgelöst. Das Potential von Starkwindereignissen steigt ebenso wie die Niederschlagstätigkeit an.

Nach einer kurzen Milderung zeichnet sich mit einer nordwestlichen Grundströmung ab der zweiten Dezember-Dekade ein nasskalter Temperaturcharakter ab. Die winterlichen Optionen bleiben ab den mittleren Lagen erhalten. Im Kern wird es auf die Ausgestaltung der meridional verlaufenden Grundströmung ankommen und da ist noch eine Menge Spielraum vorhanden.

Was sich im Tagesverlauf alles verändert hat, erläutern wir heute Abend in einer Aktualisierung der Winterprognose gegen 20:00 Uhr an dieser Stelle.

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Update der Wetterprognose von 20:05 Uhr

Die Zonalisierung setzt sich zum kommenden Wochenende durch. Diese Variante haben die Prognose-Modelle heute Nachmittag und heute Abend erneut bestätigt. Das Hochdrucksystem auf dem Atlantik bleibt aber nicht untätig und strebt nach der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells zum Beginn der zweiten Dezember-Dekade gerne einmal nach Norden auf.

Dass das nicht immer eine nasskalte Nordwest- oder kalte Nordwetterlage sein muss, sondern dass ein meridional verlaufendes Strömungsmuster auch warm verlaufen kann, wird heute Abend einmal gezeigt.

Außergewöhnlich warm

Die gesamte Phase der Wellenbewegung entlang der Polarfront ist nach Osten verschoben. Der tiefe Luftdruck liegt draußen auf dem Atlantik, während das Hoch sich über dem östlichen Europa nach Norden aufwölbt. Den Tiefdruckgebieten bleibt demnach gar nichts anderes übrig, als auf das Hoch aufzulaufen und milde Luftmassen nach Mitteleuropa zu pumpen. Sollte sich die Variante durchsetzen können, so wäre der Winter in der zweiten Dezember-Dekade ohne Chance.

So hätte der Winter keine Chance
Berechnung Wetterlage nach dem amerikanischen Wettermodell: So hätte der Winter keine Chance
© www.meteociel.fr

Windig bis stürmisch

Den Durchbruch der Zonalisierung berechnet auch die Wetterprognose des europäischen Wettermodells im Zeitraum vom 6. bis 9. Dezember. In diesem Zeitraum wird einiges an Niederschlag und Wind zusammenkommen - auch das erhöhte Potential für Starkwindereignisse wurde in den Berechnungen von heute Abend beibehalten.

Es wird kälter

Zum Beginn der zweiten Dezember-Dekade aber kippt das Strömungsmuster auf nordwestliche Richtungen und die Temperaturen sinken mit +0 bis +5 Grad allmählich in den nasskalten Bereich ab. Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer sind ab dem 10. Dezember zu diskutieren, doch mit Winter hat das zunächst noch wenig gemeinsam. Allenfalls ab den mittleren Lagen liegen die winterlichen Wahrscheinlichkeiten günstiger.

Nach dem turbulenten Wetter wird es zum Beginn der zweiten Dezember-Dekade wieder kälter
Berechnung Wetterlage nach dem amerikanischen Wettermodell: Nach dem turbulenten Wetter wird es zum Beginn der zweiten Dezember-Dekade wieder kälter
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Die Erkenntnis: Nasskalt - amerikanisches Wettermodell viel zu warm

Als exemplarisch kann man die Variante des amerikanischen Wettermodells heute Abend bewerten. Es zeigt, dass eine meridionale Grundströmung auch sehr warm ausfallen kann, was in diesem Jahr schon häufiger unter Beweis gestellt wurde. Doch im Vergleich zu den Kontrollläufen ist das amerikanische Wettermodell heute Abend - mit Abstand - die wärmste Variante und wird sich in den kommenden Stunden nicht behaupten können.

Der Wettertrend bleibt - wie in den letzten Tagen auch - nasskalt. Nach einer turbulenten und windigen Westwetterlage wird es zum Beginn der zweiten Dezember-Dekade wieder kühler. Zum Winter fehlt noch ein Stück, doch die Chancen auf Neuschneezuwachs liegen ab den höheren mittleren Lagen recht gut.

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Das Wetter-Jahr 2019 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2019 +0,6 +1,1 +0,2 80 l/m² - zu nass
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2018 +3,8 +3,0 +2,6 105 l/m² - zu nass
Gesamtjahr 2019 +10,87 +1,95 +1,28 675 l/m²

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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