Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 26.09.2019 - Stürmische Zeiten brechen an

Orkanartige Windböen möglich. Kräftige Tiefdruckfronten halten Kurs auf Deutschland und können im Oktober für extreme Wetterlagen sorgen.

Immer wieder kommt es in den kommenden Tagen zu Schauern. Die Schaueraktivität ist über dem Norden höher zu bewerten und mancherorts kann ein Schauer auch länger andauernd und ergiebiger ausfallen. Am Samstag und Sonntag kommt häufiger die Sonne zum Vorschein, bevor zum Start in die neue Woche atlantische Tiefdrucksysteme auf Skandinavien übergreifen und bis zum 3. Oktober über Deutschland für einen turbulenten Wettercharakter sorgen können. Stürmische, bis hin zu orkanartigen Windböen sind insbesondere über den Küstenregionen von Nord- und Ostsee, sowie über den exponierten Lagen nicht auszuschließen.

Die Temperaturen liegen zunächst noch im gemäßigten Bereich und können über dem Süden am Wochenende nochmals die +20 Grad Marke überspringen, doch mit der Sturmtiefserie kippt das Strömungsmuster in der Höhe auf nördliche Richtungen. Ein Temperatursturz setzt ein und lässt die Tageswerte bis zum 3. Oktober auf +7 bis +14 Grad zurückgehen. Unter bestimmten Voraussetzungen wären auch Graupelschauer möglich. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Oktober 2019.

Stürmische Zeiten brechen an
Stürmische Zeiten brechen an

Der Oktober startet mit einem erhöhten Unwetterpotential

Turbulent entwickelt sich das Wetter bis zur Wochenmitte. Verantwortlich hierfür ist die Verlagerung eines Tiefdruckzentrums über Skandinavien. Das alleine reicht aber noch nicht aus, um für Starkwindereignisse zu sorgen. Diese kommen vom Atlantik in Form von kleinen - aber energiegeladenen - Randtiefsystemen. Das tückische daran ist die Dynamik, was in den kommenden Tagen die Detail-Prognosen noch auf wackelige Beine stellt. Das es aber zu Herbststürmen kommen wird, gilt zwischenzeitlich als sehr wahrscheinlich.

Der Oktober startet mit Herbststürmen alles andere als golden
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Der Oktober startet mit Herbststürmen alles andere als golden © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Alles auf eine Karte

Die Wetterprognose des europäischen Wettermodells schwankte in den letzten Tagen noch hin und her. Eine häufig berechnete Variante war das Aufkeilen des Hochdrucksystems auf dem Atlantik nach Norden, was zu einem anhalten meridionalen Strömungsmuster geführt hätte. Das ist nun nicht mehr der Fall.

Tiefdrucksysteme bollern durch

Anders kann man es nicht besser ausdrücken. Das Hoch versucht sich zaghaft zum 3. und 4. Oktober noch nach Norden aufzuwölben, wird aber rasch nach Osten abgedrängt. Der Grund ist ein gigantisches Tiefdruckgebiet auf dem Atlantik, was einen Kerndruck von bis zu 945 hPa zum 4. Oktober zwischen Island und England aufbauen kann.

Warmluftschub über Deutschland

Vorderseitig werden sehr warme Luftmassen aus südwestlichen Richtungen nach Mitteleuropa geführt, was die Tageswerte zwischen dem 5. Oktober ohne weiteres über die +20 Grad Marke ansteigen lassen kann.

Bis zum 6. Oktober aber werden Fakten geschaffen. Das Orkantief zieht weiter in Richtung Skandinavien und etabliert auf dem Atlantik eine Tiefdruckrinne, welche ein hohes Potential für die Entwicklung sog. Schnellläufersysteme aufzeigt. Anders formuliert wird das Wetter in der ersten Oktober-Dekade alles andere als ruhig verlaufen.

Windiges, nasses und in Teilen stürmisches Herbstwetter
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Windiges, nasses und in Teilen stürmisches Herbstwetter © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Voll auf Westkurs

Eine schleichende Zonalisierung berechnete das amerikanischen Wettermodell bereits in den letzten Tagen und wird heute nochmals gestützt. Zwar wölbt sich auch nach dieser Wettervorhersage das Hoch zum 3. und 4. Oktober über Mitteleuropa nach Norden auf, doch mit Tiefdruckzentren über dem Atlantik und über der Barentssee bleibt dem Hoch nur sehr wenig Spielraum.

Und so weicht das Hoch zum 5. Oktober nach Süden zurück und der Weg für die atlantische Frontalzone nach Skandinavien wird frei - samt gut strukturierter Tiefdruckrinne.

Nasses, windiges und kühles Herbstwetter

In Folge daraus ist vom 5. bis 12. Oktober über Deutschland mit einem unbeständigen Wettercharakter zu rechnen. Immer wieder kommt es zu Niederschlägen unterschiedlichster Intensität. Phasenweise intensiviert sich der Wind und kann sich mit stürmischen Windböen bemerkbar machen. Die Grundströmung dreht auf westliche Richtungen, lässt aber auch kühlere Einschübe aus nordwestlichen Richtungen zu, was die Tageswerte zeitweilig auf 8 bis +14 Grad zurückgehen lassen kann.

Die Zonalisierung setzt sich mit typischem Herbstwetter über Deutschland durch
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Die Zonalisierung setzt sich mit typischem Herbstwetter über Deutschland durch © www.meteociel.fr

Der Beginn einer nachhaltigen Zonalisierung?

Der Knackpunkt der kommenden Wetterentwicklung liegt um den 3. Oktober herum. Das Hoch versucht es nochmals eine meridionale Grundströmung herbeizuführen, doch das gelingt - zumindest nach den aktuellen - Wetterprognosen nicht mehr. Der tiefe Luftdruck setzt sich nicht nur durch, er etabliert sich zunehmend in der ersten Oktober-Dekade.

Das sind ernstzunehmende Anzeichen einer nachhaltigen Umstrukturierung der Großwetterlage auf westliche Richtungen. Anders formuliert ist vorerst nicht mit einem goldenen Oktoberwetter zu rechnen.

Die Westwetterlage

Lange ist es her, seitdem das letzte Mal die Westwetterlage sich hat so richtig nachhaltig über Deutschland durchsetzen können. Wenn man es genau nimmt, war das im Winter 2018/19 der Fall. Nun also ein neuer Anlauf, der nach den Druckanomalien sehr vielversprechend aussieht. Von großer Bedeutung ist die funktionierende und ununterbrochene Tiefdruckkette, welche sich in ausgeprägter Form zwischen Neufundland, Skandinavien bis nach Sibirien reichend, zeigt.

Druckanomalie bis 6. Oktober
Druckanomalie bis 6. Oktober - Die Zonalisierung nimmt konkrete Formen an © climatereanalyzer.org

Wettertrend der Kontrollläufe: Nasses Herbstwetter

In den letzten Tagen gab es um den 4./5. Oktober herum noch deutlichere Signale für eine Rückkehr der Hochdruckwetterlage. Diese Signale sind nun ebenfalls vom Tisch. Die Wahrscheinlichkeit einer nachhaltigen Westwetterlage steigt damit an.

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Viel Niederschlag

Im gesamten Zeitraum vom 27. September bis 11. Oktober ist mit einer mäßig hohen Niederschlagsneigung zu rechnen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man über dem Norden, Osten, Süden oder Westen wohnt. Etwas geringer fällt die Niederschlagsentwicklung im Zeitraum vom 4. bis 6. Oktober aus. Das sich nach Norden aufwölbende Hoch bleibt als Unsicherheitsfaktor (noch) erhalten.

Bis einschließlich dem 11. Oktober werden Niederschlagssummen von 25 bis 50 l/m² und örtlich bis 70 l/m² berechnet. Etwas mehr an Niederschlag kann mit 70 bis 110 l/m² über dem Nordwesten und entlang des Alpenraumes zusammenkommen. Wenn man berücksichtigt, dass das Niederschlagssoll des gesamten Oktobers bei 51 l/m² liegt, sind die zu erwartenden Niederschlagsmengen mehr als ordentlich. Die Natur wird es freuen.

Jahreszeit-typische Temperaturentwicklung

Zwar sinkt das Temperaturspektrum vom 3. bis 6. Oktober kurzzeitig in einen für die Jahreszeit zu kalten Bereich ab, doch zuvor und im weiteren Verlauf pendelt der Mittelwert der Kontrollläufe um den Jahreszeit-typischen Bereich herum. Schneeschauer sind in höheren Lagen zwischen dem 3. und 5. Oktober nicht auszuschließen und Graupelschauer sind bis auf tiefere Lagen herab möglich. Mit entscheidend wird die Intensität der Schauer sein.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
2. Oktober +4 bis
+16 Grad
+9 bis
+12 Grad
7. Oktober +6 bis
+18 Grad
+11 bis
+13 Grad
11. Oktober +6 bis
+20 Grad
+6 bis
+20 Grad
Diagramm Temperaturen Oktober 2019 vom 26.09.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Oktober 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Auf den Punkt gebracht

Der goldene Oktober hat in der ersten Oktober-Dekade definitiv schlechte Karten. Vielmehr werden sich atlantische Tiefdrucksysteme mit viel Wind, Sturm und Regen durchsetzen können. Ob damit ein nachhaltiger Umstrukturierungsprozess in Richtung Zonalisierung gelingt bleibt abzuwarten. Zum aktuellen Stand aber deutet einiges darauf hin.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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