Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 29.08.2019 - Welche Richtung schlägt der Herbst ein?

Ein Temperatursturz sorgt Anfang September für spürbar kühlere und unbeständigere Wetterverhältnisse. Im weiteren Verlauf hält sich ein Gleichgewicht aus Tief- und Hochdrucksystemen, was aber schnell gestört werden kann.

Der meteorologische Herbst beginnt am 1. September mit einem Wetterumschwung. Von Westen setzen sich atlantische Tiefdrucksysteme durch und sorgen für eine zunehmende Niederschlagsneigung und zurückgehende Temperaturen. In der Übergangsphase von hochsommerlich heiß zu frühherbstlich frisch können unwetterartige Wetterereignisse nicht ausgeschlossen werden.

Bis zum 3. September pendeln sich die Werte auf +15 bis +20 Grad ein und können mit einer länger andauerndem Sonnenschein auf bis +22 Grad ansteigen, während über Regionen mit Regen kaum mehr als +15 Grad zu erwarten sind. Die simulierten Niederschlagsmengen sind mit 9 bis 18 l/m² über dem Norden und 15 bis 30 l/m² - und örtlich bis 50 l/m² - südlich der Linie von Stuttgart und Dresden nennenswert. In den Regionen dazwischen ist mit 0 bis 5 und örtlich bis 8 l/m² nur mit wenig Niederschlag zu rechnen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter September 2019.

Der September zwischen Spätsommer und Herbst
Der September zwischen Spätsommer und Herbst

Tiefer Luftdruck dehnt sich in Richtung Skandinavien aus

Aktuell liegt das Tief noch zwischen England und Skandinavien und driftet mit seinem ersten Vorstoß über der norwegischen Küste nach Norden ab. Am Sonntag aber folgt der zweite Vorstoß und der geht deutlich südlicher vonstatten, was letztlich mit einer westlichen bis nordwestlichen Grundströmung die kühleren Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz führt. Für den weiteren Wetterablauf wird es von großer Bedeutung sein, ob sich nachfolgend eine Tiefdruckrinne von Neufundland bis nach Skandinavien aufbauen kann, was auf der untenstehenden Wetterkarte angedeutet wird.

Der meteorologische Herbst-Beginn fällt wechselhaft und kühler aus
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Der meteorologische Herbst-Beginn fällt wechselhaft und kühler aus © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Zwischen Azorenhoch und atlantischer Tiefdruckrinne

Zwar ist die Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells klar strukturiert und lässt auch kaum Fragen offen, doch liegen Deutschland, Österreich und die Schweiz zwischen den Fronten, was eine Wetterprognose nicht ganz einfach macht. Warum? Verschieben sich die Wettersysteme zueinander nur um wenige hundert Kilometer, so können sich daraus über Mitteleuropa andere Wetterlagen ergeben, welche zwischen Frühherbst und Spätsommer entscheidend sein können.

Wechselwetter

Die Tiefdruckaktivität festigt sich bis zum 5. September über Skandinavien und vom Atlantik her kommend rauschen weitere Tiefdruckgebiete in Richtung Mitteleuropa. Das kann als Versuch einer Zonalisierung gewertet werden. Allerdings liegt auf dem Atlantik - im Bereich von Neufundland bis England - ein nach Norden verschobenes Azorenhoch.

Im Ansatz gelingt es dem Hoch bis zum 7. September immer wieder einem Keil in Richtung Mitteleuropa aufzubauen und so für einen über Deutschland, Österreich und der Schweiz abwechslungsreichen Wettercharakter zu sorgen. Mal dominieren Wind und Regen und mal Sonnenschein das Wettergeschehen. Die Temperaturen pendeln sich mit +15 bis +20 Grad in einem für die Jahreszeit leicht zu kühlen Bereich ein und können mit längerer Sonnenscheindauer auf bis +23 Grad ansteigen.

Zwischen Hoch und Tief - Ein abwechslungsreicher Wettercharakter steht bevor
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Zwischen Hoch und Tief - Ein abwechslungsreicher Wettercharakter steht bevor © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Nix stabiles

Die Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modell ist ähnlich der der Europäer aufgebaut. Das Azorenhoch liegt auf dem Atlantik weit nach Norden verschoben und drängt die atlantische Tiefdruckrinne nach Norden ab.

Nix Dauerhaftes

Jedoch gelingt es dem Azorenhoch im Gegensatz nicht, einen dauerhaften Hochdruckkeil in Richtung Mitteleuropa aufzubauen und so erreicht ein Tiefdruckgebiet nach dem anderen Skandinavien und tropft am östlichen Hochdruckgradienten nach Süden ab.

Regen, Sonne und für die Jahreszeit angemessene Temperaturen

Die Folge hieraus ist ein über Deutschland, der Schweiz und Österreich abwechslungsreicher Wettercharakter. Mal von Sonnenschein und mal von Regenwetter dominiert. Mal kann es mit +13 bis +17 Grad frühherbstlich kühl sein (2.,3. und 7. September) und an anderen Tagen wieder spätsommerlich warm (8.,9.,12.,13. September). In den Zeiträumen dazwischen liegen die Werte zumeist zwischen +15 bis +20 Grad.

Viel Niederschlag ist nicht zu erwarten

Zwar können sich die Niederschlagssummen von 20 bis 40 l/m² über dem Norden und Süden durchaus sehen lassen, doch gehen diese größtenteils zum Start in den September nieder. In einem breiten Streifen vom Saarland bis nach Berlin werden bis einschließlich dem 14. September mit 5 bis 15 l/m² nur sehr schwache Niederschlagssignale berechnet.

Wechselwetter
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Wechselwetter © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Für die Jahreszeit etwas zu kühl

Damit bestätigen die Kontrollläufe den Wettertrend der letzten Tage. Das Temperaturspektrum ist über Deutschland im Zeitraum vom 2. bis 10. September normal bis leicht zu kühl zu bewerten - über dem Norden etwas kühler, über dem Süden etwas wärmer.

Die Niederschlagsneigung ist ebenfalls leicht erhöht, was für den leicht wechselhaften Wettercharakter spricht.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
4. September +15 bis
+23 Grad
+17 bis
+19 Grad
9. September +10 bis
+24 Grad
+17 bis
+19 Grad
12. September +9 bis
+25 Grad
+15 bis
+18 Grad
Diagramm Temperaturen September 2019 vom 29.08.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe September 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Gedankenspiele Teil 2

Die Großwetterlage ist nach den Wetterprognosen der Vorhersage-Modelle einfach und klar strukturiert - keine Frage. Mal dehnt sich der Hochdruckkeil weiter nach Osten aus und sorgt für vermehrten Sonnenschein und mal sind es die Tiefdrucksysteme über Skandinavien, welche vermehrten Einfluss auf das Wetter über Deutschland nehmen können.

Spätsommer

Doch was in den oben gezeigten Wetterkarten nicht sichtbar ist, dafür aber in den Kontrollläufen, ist die Ausdehnung des Hochs über Mitteleuropa, bzw. über Skandinavien und dem westlichen Russland im Zeitraum vom 5. bis 10. September. Sollte das gelingen, so wäre relativ rasch mit einem spätsommerlich warmen und trockenen Wettercharakter zu rechnen.

Spätsommer
Berechnung Großwetterlage nach Kontrolllauf: Spätsommer © www.meteociel.fr

Herbst

Die andere - extremere Variante - wäre, wenn das Hoch weit westlich verbleibt und die Tiefdruckgebiete direkt über Mitteleuropa niedergehen. Dann wäre man mit Tageshöchstwerten von +10 bis +15 Grad dem Herbst schon ein deutlichen Schritt näher.

Herbst
Berechnung Großwetterlage nach Kontrolllauf: Herbst © www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht

Die aktuellen Wettervorhersage der Wettermodelle sehen ein Gleichgewicht aus Hoch- und Tiefdruckgebieten, was über Deutschland, Österreich und der Schweiz in der ersten September-Hälfte zu einen durchwachsenen Wettercharakter führen kann. Das Temperaturspektrum bewegt sich überwiegend in einem Jahreszeitlich normalen Bereich und kann über dem Norden leicht zu kühl bewertet werden.

Wird das Gleichgewicht aber gestört, so kann es noch in der ersten September-Dekade zu einem Umsturz kommen. Ob das in Richtung Spätsommer oder in Richtung Herbst sein wird, lässt sich zum aktuellen Stand nicht sagen. Erst einmal den Wetterumschwung Anfang September abwarten.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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