Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 2.11.2018 - Wie lange noch zu warm und zu trocken? Veränderungen in der zweiten November-Dekade möglich

Wie lange hält sich das zu warme und trockene Herbstwetter noch? Die Prognose-Modelle berechnen mehr Spielraum für Veränderungen.

Das Wetter der kommenden Tage könnte man fast als typisches Novemberwetter bewerten. Wolken, Nebel, Hochnebel, Sonnenschein und örtlich ist auch etwas Niederschlag möglich. Doch sind die im Wochenverlauf zu erwartenden Temperaturen von +14 bis +18 Grad alles andere als November-typisch und liegen in einem viel zu warmen Bereich. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage November 2018.

Das Hochdrucksystem zeigt Schwächen

Die atlantische Frontalzone positioniert sich bis zum 6. November zwischen Island und England. Gleichzeitig hat ein Hochdrucksystem über dem osteuropäischen Raum eine blockierende Wirkung auf die Frontalzone. Deutschland, die Schweiz und Österreich gelangen somit in eine gradientenschwache Wetterlage, bei der mit Hilfe einer südlichen Grundströmung warme Luftmassen nach Norden geführt werden können. Doch schon im Verlauf der kommenden Woche zeigt sich ein Abschwächung des Hochdrucksystems, was der atlantischen Frontalzone mehr Entwicklungsspielraum lässt.

Sonne, Wolken und Nebelfelder - wären nicht die zu warmen Temperaturen, so wäre es ein typisches Novemberwetter
Sonne, Wolken und Nebelfelder - wären nicht die zu warmen Temperaturen, so wäre es ein typisches Novemberwetter

Wetterprognose der Vorhersagemodelle: kommt nun mehr Abwechslung?

Die Prognose-Modelle berechnen heute zwei unterschiedliche Entwicklungsvarianten, bei der jeweils die Position des Hochdrucksystem eine entscheidende Rolle spielt.

Amerikanisches Wettermodell: Nasses Herbstwetter

Eine Variante zeigt das amerikanische Prognose-Modell in seiner aktuellen Wettervorhersage. Im Zeitraum vom 8. bis 16. November verlagert sich das Hochdrucksystem weiter nach Norden und dehnt sich phasenweise über dem skandinavischen Raum aus. Somit fehlt die blockierende Wirkung über dem osteuropäischen Raum und die atlantische Frontalzone unterwandert sozusagen das Hoch an seiner südlichen Flanke.

Im Ergebnis wird der Wettercharakter über Deutschland, der Schweiz und Österreich zunehmend unbeständiger und häufiger ist mit Niederschlagsereignissen zu rechnen. Da aber die Grundströmung überwiegend südlich bis östlich orientiert ist, ist weiterhin mit für die Jahreszeit zu milden Temperaturen zu rechnen. Wie warm? Simuliert werden bspw. am 14. November Tageswerte von +8 bis +13 Grad. Normal wären +4 bis +8 Grad.

Die Möglichkeit einer südlichen Unterwanderung besteht - Die Niederschlagsneigung würde sich in diesem Fall erhöhen können

Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Die Möglichkeit einer südlichen Unterwanderung besteht - Die Niederschlagsneigung würde sich in diesem Fall erhöhen können © www.meteociel.fr

Europäisches Prognose-Modell: Zwei Dickköpfe prallen aufeinander

Nach der Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells liegt über dem sibirischen Raum ein äußerst gut ausgeprägtes Kontinentalhoch und erstreckt sich weit nach Westen bis über Teile von Skandinavien. Gleichzeitig heizt sich - aufgrund der Temperaturgegensätze - auf dem Atlantik die Tiefdruckproduktion weiter an und so kommt es, wie es kommen muss. Beide Wettersysteme prallen über Mitteleuropa aufeinander.

Außergewöhnlich warme Temperaturen, wenig Regen

Da sich Tiefdrucksysteme gegen und Hochdruckgebiete im Uhrzeigersinn drehen, gelangen Deutschland, Österreich und die Schweiz in eine sehr warme Südströmung, was die Temperaturen auf +14 bis +18 Grad und mit Föhnunterstützung auf bis auf +20 Grad ansteigen lassen könnte. Da der Hochdruckeinfluss über Deutschland aber überwiegt, ist bis zum 11. November kaum mit Niederschlägen zu rechnen.

Zwei Wettersysteme prallen aufeinander

Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Prognose-Modell: Zwei Wettersysteme prallen aufeinander © www.meteociel.fr

Wettertrend: Langsame Normalisierung der zu warmen Temperaturen

Dieser Temperaturtrend zeichnet sich in den letzten Tagen in den Kontrollläufen zunehmend klarer ab. Der Höhepunkt der Wärme könnte am 5./6. November erreicht sein. Anschließend sinkt das Spektrum mehr und mehr ab und könnte sich bis zum 16. November normalisiert haben.

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Das Temperaturspektrum liegt am 6. November zwischen +12 bis +18 Grad (Mittelwert: +14 bis +16 Grad), am 10. November zwischen +8 bis +15 Grad (Mittelwert: +10 bis +12 Grad) und am 17. November zwischen +1 bis +14 Grad (Mittelwert: +7 bis +8 Grad). Im 14 Tage Wettertrend wird ein mittlerer Temperaturrückgang von 8 Grad auf ein Jahreszeit-typisches Niveau simuliert.

Niederschlagsneigung steigt an

Bis zum 7. November sind kaum Niederschläge zu erwarten. Häufiger sind Regenschauer vom 7. bis 9. November möglich. Doch erst ab dem 12. November sind in den Kontrollläufen mäßig erhöhte Niederschlagssignale auszumachen. Anders formuliert wird im Verlauf der zweiten November-Dekade ein Vordringen der atlantischen Frontalzone in Richtung Mitteleuropa zunehmend wahrscheinlicher. Ob daraus ein Durchbruch - mit nachhaltigen Veränderungen des Zirkulationsmusters - wird, bleibt abzuwarten.

Diagramm Temperaturen November 2018 vom 2.11.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe November 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristprognose: Der gesamte November zu warm

Der Wettertrend des Langfristmodells für den November bleibt auch heute so bestehen. Die Abweichung soll gegenüber dem langjährigen Mittelwert um +1 bis +3 Grad deutlich zu warm ausfallen können. Über dem Alpenraum wird zwischenzeitlich eine Abweichung von bis +4 Grad simuliert. Das ist aber nur eine momentane Reaktion auf die zu warmen Berechnungen der Wettermodelle. Zum aktuellen Stand ist eine Abweichung von bis +4 Grad zwar nicht auszuschließen, doch weniger wahrscheinlich. Korrekturen sind in den kommenden Tagen zu erwarten. Im Niederschlagstrend wird der November 2018 deutlich zu trocken berechnet. Im Ergebnis geht das Langfristmodell davon aus, dass sich die Wettersysteme weiterhin gegenüber stehen und sich gegenseitig die Stirn bieten, daraus resultiert eine Süd- bis Südwestwetterlage.

Wettertrend Winter 2018/19: Veränderung der Großwetterlage

Für die Wintermonate berechnet das Langfristmodell eine Veränderung des Zirkulationsmusters. Das Hoch weicht und die Tiefdrucksysteme könnten mehr Einfluss auf das Wettergeschehen nehmen. Im Ergebnis aber für Winterfans eine enttäuschende Winterprognose.

  • Der Dezember 2018 wird zum aktuellen Stand mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad deutlich zu warm simuliert. Im Niederschlagverhalten zeigt sich eine nur leicht zu trockene Tendenz. Die Niederschlagsleistung nimmt im Vergleich zu den vorangegangenen Monaten allgemein zu.
  • Der Januar 2019 wird mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad ebenfalls deutlich zu warm simuliert. Die Niederschlagserwartung aber ist deutlich erhöht.
  • Ebenfalls gegenüber dem langjährigen Sollwert zu nass wird der Februar 2019 simuliert. Die Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert liegt zum aktuellen Stand mit +1 bis +3 Grad im deutlich zu warmen Bereich.
Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 +1,8 Grad zu trocken
Oktober 2018 +1,7 Grad zu trocken
November 2018 +1 bis +4 Grad Trend: deutlich zu trocken
Dezember 2018 +1 bis +2 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
Januar 2019 +1 bis +2 Grad Trend: deutlich zu nass
Februar 2019 +1 bis +3 Grad Trend: etwas zu nass

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 2.11.2018

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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