Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 10.09.2017 - Altweibersommer oder doch Herbstwetter?

Der erste Herbststurm steht möglicherweise in der kommenden Septemberwoche mit dem Mittwoch bevor. Hervorgerufen wird der Wind durch ein Tiefdrucksystem, welches sich langsam nach Skandinavien verlagert und sich dabei weiter intensivieren kann. Geht es nach der aktuellen Wettervorhersage für September, so ist am 13. September bereits von den frühen Morgenstunden bis zum Abend über dem Norden - und dort insbesondere über den Küstenregionen - mit Windgeschwindigkeiten von 40 bis 70 km/h und in Böen bis zu 100 km/h zu rechnen. Weiter nach Süden schwächt sich der Wind ab, bleibt aber mit Windgeschwindigkeiten von 30 bis 50 km/h stark bis mäßig und über exponierten Lagen sind auch dort stürmische Böen möglich.

Wetterbesserung

Das Tiefdrucksystem zieht am Donnerstag nach Nordosten ab und sorgt noch bis einschließlich Freitag für eine lebhafte Schauerneigung, welche über das kommende Septemberwochenende über Deutschland nachlässt und häufiger die Sonne bei ansteigenden Temperaturen zum Vorschein kommen kann. Die niedrigsten Tageshöchstwerte werden mit +12 bis +17 Grad am Donnerstag und die höchsten Werte werden mit +17 bis +23 Grad für den Sonntag in Aussicht gestellt. Wechselhaftes Herbstwetter.

Wie steht es um den Altweibersommer?

Die Großwetterlage berechnen beide Wettermodelle relativ ähnlich. So liegt zur Septembermitte über dem skandinavischen Raum ein Tiefdruckzentrum über Skandinavien, während auf dem Atlantik das Azorenhoch seine Achse nach Norden ausdehnt. Im Zeitraum vom 15. bis 20. September berechnet das amerikanische Wettermodell eine Abschwächung, bzw. Auflösung des Tiefdruckkomplexes über Skandinavien, was dem Azorenhoch mehr Spielraum ermöglicht, sich in Richtung Mitteleuropa auszudehnen.

In Folge daraus wäre vom 17. bis 20. September ein trockener und warmer Wettercharakter zu erwarten, welcher den Kriterien des Altweibersommers entspricht. Allerdings formiert sich die atlantische Frontalzone mit Hilfe eines ersten winterlichen Kaltluftvorstoßes über Grönland über Island erneut und im Detail wird es darauf ankommen, wie weit die Tiefdrucksysteme nach Osten vorankommen können.

  • Gelingt der Vorstoß der atlantischen Frontalzone bis nach Skandinavien, so ist nur von einer kurzen Wetterberuhigung bei warmen Temperaturen auszugehen. Vielmehr könnte nach dieser Variante auch die letzte Septemberdekade von regnerischem und windigen Wetter beeinflusst werden
  • Behauptet sich stattdessen das Hochdrucksystem, so hat der Altweibersommer doch seine Chancen, sich in der zweiten Septemberhälfte durchzusetzen
  • Eine dritte Variante besteht in einem Trog vor Mitteleuropa, bei der ein Hochdrucksystem über dem östlichen Europa ein weitere Verlagerung der Tiefdrucksysteme nach Osten verhindert. In Folge liegt Deutschland, Österreich und die Schweiz zwischen den Fronten in einer südlichen Anströmung der Luftmassen. Wechselhaftes Wetter bei relativ warmen Temperaturen wäre die Folge dieser Wetterkonstellation

Die Wahrscheinlichkeiten

Das sind sie also wieder, die Berechnungen des Altweibersommers ab der zweiten Septemberhälfte und halten sich hartnäckig in den Berechnungen der Wettermodelle, wenngleich diese Variante in den letzten Tagen stets ein Außenseiter war und nur geringe Eintreffwahrscheinlichkeiten hatte. Die Kontrollläufe bestätigen heute aber erneut, dass die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells als warmer "Ausreißer" zu bewerten sind. Die Mehrheit der Kontrollläufe berechnet auch im letzten Septemberdrittel eine gemäßigte Niederschlagsaktivität. Der Mittelwert des Temperaturspektrums liegt am 20. September bei +16 bis +18 Grad und verändert sich bis zum 25. September kaum mehr und liegt damit im Jahreszeit typischen Bereich mit der Tendenz leicht zu kühl auszufallen. Eine stabile Wetterlage sieht anders aus. Im letzten Jahr lagen übrigens am 10. September die Temperaturen zwischen +24 bis +30 Grad und zeigt wie unterschiedlich das Wetter im September ausfallen kann.

Diagramm Temperaturen im September 2017 vom 10.09.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im September 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Wie wird das Wetter im Herbst und Winter?

Ob das Wetter im September normal bis leicht zu kühl ausfallen kann, hängt also auch damit zusammen, wie sich das Wetter im letzten Septemberdrittel entwickeln mag. Geht es nach dem Langfristmodell, so wird in der heutigen Wetterprognose der September mit einer Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -2 bis +0,5 Grad in seiner Entwicklung zu kühl berechnet. Im Umkehrschluss geht das Langfristmodell nicht davon aus, als ob sich im September noch etwas grundlegendes an der Großwetterlage verändern mag.

Für die weiteren Herbstmonate Oktober und November liegt die Abweichung mit -0,5 bis +0,5 Grad weiterhin im normalen Bereich. In der Niederschlagsentwicklung wird der September zu nass, der Oktober normal und der November normal mit der Tendenz leicht zu nass auszufallen simuliert.

Im Winter 2017/18 simuliert das Langfristmodell zum heutigen Stand eine erneut deutlich zu warme Temperaturentwicklung gegenüber dem langjährigen Mittelwert. So liegt die Abweichung im Dezember zwischen +0,5 bis +2 Grad, im Januar 2018 zwischen +1 bis +3 Grad und im Februar zwischen +2 bis +3 Grad im zu warmen Bereich. In der Niederschlagssimulation werden alle drei Wintermonate leicht zu nass gegenüber ihren Sollwerten berechnet.

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2017/2018 vom 10.09.2017

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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