Beide Wettermodelle berechnen eine milde und hochdruckdominierte Wetterlage bis zum 17. Februar. Darüber hinaus setzt sich die atlantische Frontalzone zunehmend bis über Skandinavien durch und kann dadurch vermehrt das Wetter über Norddeutschland mit beeinflussen, während über Süddeutschland, Österreich und der Schweiz noch weitgehend der hohe Luftdruck das Wettergeschehen dominieren kann. Das Hochdrucksystem liegt mit seinem Kerngebiet nach den Berechnungen beider Wettermodelle zum 20. Februar zwischen England, Frankreich und Deutschland.

Würde das Hochdrucksystem etwa südlicher Liegen, so wäre das Niederschlags- und auch Starkwindpotential höher einzustufen. Würde der Hochdruckkern weiter westlich liegen, so hätten nordwestliche Grundströmungen höheren Einfluss auf das Wetter über Deutschland. Spielraum ist also aufgrund der Hochdruckposition noch gegeben. Im Zeitraum vom 20./25. Februar berechnet das amerikanische Wettermodell eine zunehmende Wetteraktivität über dem skandinavischen Raum, was das Hochdrucksystem über Mitteleuropa weiter nach Süden drücken kann und somit das Potential für Starkwindereignisse über Mitteleuropa grundsätzlich ansteigen kann. Zum Ende des Vorhersagezeitraums zeigt sich zum 25./27. Februar über dem östlichen Kanada / Grönland die Ausbildung eines Hochdrucksystems, welches rasch eine Hochdruckbrücke zum Azorenhoch aufbauen kann. In Folge daraus meridionalisiert das Zirkulationsmuster über Mitteleuropa zunehmend, was neben nasskalten auch wieder winterliche Varianten mit in Spiel bringen kann.

Und dennoch: die Milderung kommt im Verlauf der Woche und hat nach den Kontrollläufen ein hohes Potential, bis zum 22./23. Februar anzuhalten. Erst darüber hinaus zeigt sich ein größeres Entwicklungsspektrum, wenngleich mildere Varianten deutlich wahrscheinlicher als nasskalte oder gar winterliche Varianten sind. Vergleicht man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-0/+5) / zu warm (>+6) gegenüber heute Nachmittag, so liegen diese am 22. Februar bei 5/10/85 (heute Nachmittag: 0/10/90) und am 27. Februar bei 20/15/65 (heute Nachmittag: 5/30/65). Dass die weitere Wetterentwicklung nochmals spannender werden könnte zeigt auch das nächste Warming in Stratosphärenhöhe, welches seit ein paar Tagen vom amerikanischen Wettermodell zum letzten Februar-Drittel hin simuliert wird. Es gibt sie also noch, die Randfaktoren welche einem nachhaltigen Ausbruch der Frühlingsgefühle entgegenwirken könnten.

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