Wetter Winter 2016/2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2016/2017 - Wettertrend vom 30. Januar, Aktualisierung 20:55 Uhr

Der sog. Hauptlauf des amerikanischen Wettermodells simulierte heute Nachmittag bis Mitte Februar relativ mildes Wetter ohne Chancen auf winterliche Verhältnisse. Schaute man sich jedoch die Kontrollläufe an, so hat sich eine Veränderung ergeben. Viele der Kontrollvarianten wurden teils deutlich kälter als der Hauptlauf berechnet.

Das änderte sich heute Abend. Bis zum 6./7. Februar sorgt die atlantische Frontalzone auf ihrer Vorderseite für eine milde Anströmung der Luftmassen aus südwestlichen Richtungen nach Deutschland. Der Höhepunkt der Milderung könnte dabei am 3. Februar mit Tageswerten zwischen +7/+12 Grad erreicht werden (über dem Nordosten mit +2/+6 Grad kühler), bevor zum 7. Februar die Tageswerte auf +4/+8 Grad etwas zurückgehen können. Im Zeitraum vom 5./7. Februar "schiebt" sich das Kontinentalhoch über die Barentssee und bildet zum 8. Februar ein Hochdruckkern über den skandinavischen Raum in einer von Nordwest nach Südost verlaufenden Hochdruckachse aus. Im Verbund mit den Tiefdrucksystemen schieben sich die Kaltluftmassen arktischen Ursprunges bis über Deutschland weit nach Süden. Gleichzeitig strebt aber die Frontalzone weiter nach Osten und "unterwandert" das Hochdrucksystem. In Folge daraus kann es zunächst zu einer Grenzwetterlage kommen, welche im Verlauf des zweiten Februar-Drittels den Winter nach Deutschland zurückbringen könnte.

Das europäische Wettermodell berechnet das Hochdrucksystem ebenfalls zum 5. Februar über der Barentssee, im Unterschied aber zum amerikanischen Wettermodell geht der Kaltluftzustrom weiter östlich nieder und erreicht Deutschland nicht einmal Ansatzweise.

Nichtsdestotrotz, diese Entwicklung hat nach beiden Wettermodellen das Potential für winterliche Varianten zum Ende des ersten Februar-Drittels, bzw. Anfang zweiten Februar-Drittels zumindest etwas erhöht. Schaut man auf die Kontrollläufe, so sieht man, dass der Hauptlauf des amerikanischen Wettermodells die kälteste aller Varianten darstellt. Abwarten ist als angesagt, in welche Richtung sich das in den kommenden Tagen entwickeln wird. Vergleicht man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-2) / normal (-1/+4) / zu warm (>+5) gegenüber heute Nachmittag, so liegen diese am 9. Februar bei 5/20/75 (heute Nachmittag: 5/25/70) und am 14. Februar bei 5/25/70 (heute Nachmittag: 0/25/75), so stellt man nur geringe Unterschiede fest. Die Mehrheit deutet auf milde Temperaturverhältnisse bis Mitte Februar hin.

Das Langfristmodell berechnet den Februar 2017 von Tag zu Tag wärmer. Nach der aktuellen Wettervorhersage liegt die Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert nun zwischen +3/+4 Grad und in der Niederschlagserwartung zeigt sich über dem Westen eine leicht positive (zu nass) und über dem Südosten eine leicht negative (zu trocken) Niederschlagsentwicklung ab.

Strömungsmuster Polarwirbel
Der AO-index entwickelt sich wie bereits in den letzten Tagen zunehmend negativ, während der NAO-Index positiv bleibt. Die mögliche Veränderung kommt aber weiterhin vom Polarwirbel. Heute Abend sieht man sehr schön, wie das Hochdrucksystem sich durch den Polarwirbel drückt und je nach Position mal die kalten Luftmassen nach Mitteleuropa oder eben daran vorbei führen kann. Viel übrig bleibt aber von einem funktionierenden Polarwirbel nach beiden Berechnungen der Wettermodelle nicht. Zu stark bedrängen die Hochdrucksysteme den Polarwirbel. Man darf gespannt sein, was die nächsten Simulationen der Wettermodelle so alles an Varianten berechnen werden.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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