Heute Nachmittag berechnete das amerikanische Wettermodell eine ganz ähnliche Variante wie zuvor das europäische Wettermodell, bei der sich das kontinentale Hochdrucksystem bis zum 6./7. Februar nach Skandinavien ausdehnen konnte. Im weiteren Verlauf zeigte sich noch einer weitere Ausdehnung in Form einer Hochdruckbrücke über England bis zu den Azoren. Das hätte zum Beginn des zweiten Februar-Drittel winterliche Varianten ab den mittleren und Schneefall bis in tiefere Lagen möglich machen können. Fraglich nur, ob sich das heute Abend wiederholt, denn diese Variante könnte das Vorankommen der atlantischen Frontalzone maßgeblich beeinflussen.

In der abendlichen Simulation des amerikanischen Wettermodell dehnt sich das Kontinentalhoch erneut in Richtung Europa aus, diesmal aber südlicher und blockiert damit ab dem 7. Februar wiederholt die atlantische Frontalzone. Da bis zum 10. Februar weder die Frontalzone weiter nach Osten, bzw. das Hochdrucksystem weiter nach Westen vorankommt, liegt Deutschland, Österreich und die Schweiz zwischen den Fronten in einer südlichen Anströmung der Luftmassen. Ab dem 10. Februar wölbt sich das Azorenhoch nach Norden in Richtung Grönland auf, das Tiefdrucksystem über England tropft nach Süden über die Mittelmeerregion ab und ermöglicht im Verbund mit dem Kontinentalhoch eine südöstliche bis östliche Grundströmung über Mitteleuropa. In Summe ergeben sich auch hier im zweiten Februar-Drittel durchaus winterliche Varianten ab den mittleren Lagen mit Optionen auf Schneefall in tieferen Lagen. Grundsätzlich aber milder und auch trockener als die Simulation vom Nachmittag.

Das europäische Wettermodell berechnet das Kontinentalhoch östlicher und dessen Achse ist im Zeitraum vom 5./7. Februar von Nord nach Süd gerichtet, was die Kaltluftmassen über das östliche Europa nach Süden führen kann. Deutschland, Österreich und die Schweiz würden demnach im milden Einflussbereich der Frontalzone liegen.

In der Zusammenfassung des Tages zeigen sich in den Simulationen nun vereinzelt auch Varianten, welche die nachhaltige Milderung bis in das zweite Februar-Drittel in Frage stellen könnten - Der Temperaturtrend bleibt aber auch heute Abend (noch) mild. Deutlicher zeigt sich das Im Vergleich der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-2) / normal (-1/+4) / zu warm (>+5), welche gegenüber heute Nachmittag am 8. Februar bei 0/10/90 (heute Nachmittag: 0/20/80) und am 13. Februar bei 10/30/60 (heute Nachmittag: 5/20/80) liegen. Das Potential für Starkwindereignisse zum 3./8. Februar wurde aufgrund des sich nach Westen ausdehnenden Kontinentalhochs deutlich abgeschwächt. Der AO-Index wird im Verlauf des ersten Februar-Drittels zunehmend negativ berechnet, der NAO-Index bleibt indes aber positiv (Tief Island, Hoch Azoren, höhere Wahrscheinlichkeit für Westdrift). Auch wenn derzeit im ersten und auch zweiten Februar-Drittel noch vieles auf milde Temperaturen ausgerichtet ist, werden die kommenden Tage sicherlich spannend werden und noch ganz andere Varianten zeigen können.

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