Wetter Winter 2016/2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst Winter 2016/17 - Wettertrend vom 27. Oktober

Bis Ende Oktober bleibt der Wettercharakter ruhig und weitgehend trocken, wobei über dem Nordosten bei meist starker Bewölkung der eine oder andere Regentropfen nicht auszuschließen ist. Schaut man sich die Niederschlagssummen bis einschließlich den 31. Oktober an, so wird mit 2-5 l/m² etwa östlich einer Linie Köln - Bayerischer Wald nicht viel an Niederschlag erwartet. Die Temperaturen pendeln sich mit etwas Sonnenschein auf +10/+15 Grad ein, sonst sind zumeist +8/+13 Grad zu erwarten. Anfang November ändert sich das. Die Grundströmung dreht auf nordöstliche Richtungen und führt kühlere Luftmassen nach Deutschland, so dass bei zurückgehenden Temperaturen mit einem unbeständigen Wettercharakter gerechnet werden kann (Details s. Wettervorhersage November).

Diese Wetterentwicklung für Anfang November war in den letzten Tagen noch als komplex und unsicher zu bewerten. Zwischenzeitlich bestätigen aber die Kontrollläufe den Temperaturrückgang mehrheitlich. So liegt bspw. das Temperaturspektrum am 31. Oktober zwischen +4/+16 Grad (Mittelwert: +10 Grad über Ostdeutschland, sonst +13/14 Grad) und am 3. November zwischen +2/+10 Grad (Mittelwert: +6 Grad über dem Osten, sonst +8/+9 Grad). Somit sinkt der Mittelwert gegenüber dem langjährigen Mittelwert von einem leicht zu warmen Niveau Ende Oktober auf ein normales bis leicht zu kühles Niveau Anfang November ab.

Spannend bleibt die Wetterentwicklung im ersten November-Drittel allemal, insbesondere hinsichtlich der Kaltluftansammlungen im Bereich zwischen dem östlichen Kanada, Grönland, bis über das westliche Russland reichend. Mit der richtigen Aufstellung der Wettersysteme könnte noch im Verlauf des ersten November-Drittels die kalten Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden geführt werden - ob Deutschland davon betroffen sein kann, bleibt abzuwarten.

Das amerikanische Wettermodell simuliert im Zeitraum vom 3./6. November ein Hochdrucksystem im Bereich zwischen Island, Grönland und dem europäischen Nordmeer, während östlich davon ein Tiefdrucksystem im Verbund mit dem Hoch kalte Luftmassen nach Süden führen kann. Die kalte Luft kommt nach diesen Berechnungen zum 6. November bis über das südliche Skandinavien und dem nördlichen Polen voran, stößt aber kurz vor Deutschland auf Widerstand eines Tiefdrucksystems, welches sich über England positionieren kann. Würde das Tiefdrucksystem nun nicht über England, sondern über dem südöstlichen Alpenraum liegen, so könnten die Kaltluftmassen ungehindert über Deutschland hinwegrauschen und für Temperaturen nahe der 0 Grad Grenze sorgen. Das ist aber nicht der Fall, so dass es nach dieser Simulation im Zeitraum zwischen dem 6./10. November zu einer Grenzwetterlage kommen könnte, welche kalte Luft über dem Norden von relativ milder Luft über dem Süden trennt. Geringste Verschiebungen der Wettersysteme zueinander können zu starken Veränderungen in der Wetterentwicklung führen, so dass die mögliche Grenzwetterlage sich in den kommenden Simulationen erst noch behaupten muss.

Das europäische Wettermodell stützt die Wetterentwicklung des amerikanischen Wettermodells bis zum 6. November weitgehend, wenngleich sich über England kein Tiefdrucksystem positionieren kann. In Folge dessen steigt die Wahrscheinlichkeit für einem möglichen Kaltlufttransport bis über Deutschland an, während die Varianten hinsichtlich einer Grenzwetterlage weniger wahrscheinlich werden.

Die Kontrollläufe bestätigen die unsichere Wetterentwicklung im Verlauf des ersten November-Drittels, wenngleich die Tendenz seit Tagen die gleiche ist: ein sich normalisierender Temperaturtrend mit der Tendenz leicht zu kühl auszufallen. Die Differenz der Höhentemperaturen (ca. 1.500 Meter) liegen bspw. am 8. November bei rund 17 Grad, was zeigt, wie unsicher die kommende Wetterentwicklung noch zu bewerten ist (für eine Wettervorhersage wäre eine Differenz von 2-4 Grad und für eine Wetterprognose von 2-6 Grad wünschenswert).

Gibt es Varianten, welche für einen Wintereinbruch im ersten November-Drittel sorgen könnten? Betrachtet man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+6) / normal (+7/+12) / zu warm (>+13), so liegen diese am 6. November bei 60/25/15 und am 11. November bei 70/25/5. Varianten, welche deutlich zu kalt sind (<+3 Grad), haben in diesem Zeitraum eine Wahrscheinlichkeit von 15-20 Prozent und sind somit zum heutigen Stand weniger wahrscheinlich als normale bis nasskalte Temperaturwerte im Bereich zwischen +4/+10 Grad, aber grundsätzlich nicht auszuschließen. Gegen 20:45 Uhr erfolgt an dieser Stelle heute Abend eine Aktualisierung der Wetterprognose Winter 2016/17.
Update Wetterprognose Wetter Herbst Winter 2016/17
Für Anfang November bestätigten die Wettermodelle im Tagesverlauf einen spürbar kühleren Temperaturtrend bis zum 3. November. So können mit einer nordwestlichen Grundströmung Niederschlagsfelder nach Deutschland geführt werden, so dass bei Tagestemperaturen zwischen +4/+10 Grad die Schneefallgrenze auf 800-1.400 Meter absinken kann - je nach Intensität der Schauer wären auch Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis auf mittlere Lagen hinab nicht auszuschließen.

Im Zeitraum darüber hinaus berechnet das amerikanische Wettermodell vom 4./10. November ein Tiefdruckzentrum im Bereich zwischen Skandinavien und Deutschland, welches auf seinen westlichen Gradienten mit Hilfe eines Hochdrucksystems zwischen dem europäischen Nordmeer / Grönland kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden führen kann. So können in der Höhenströmung in ca. 1.500 Meter Höhe -1/-5 Grad kalte Luftmassen bis nach Deutschland geführt werden, was in tieferen Lagen die Temperaturen auf +5/+8 Grad absinken lassen kann, während die 0 Grad Grenze zwischen 700-1.100 Meter und die Schneefallgrenze zwischen 600-900 Meter schwanken könnte - in Summe also eher ein nasskaltes und kaum winterliches Vergnügen.

Die Kontrollläufe stützen ja bereits seit Tagen ein normalen bis zu kühlen Temperaturtrend im Verlauf des ersten November-Drittels, welcher heute Abend erneut bestätigt wurde. So liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums mit +5/+7 Grad etwa um 3 bis 5 Grad in dem für die Jahreszeit zu kühlen Bereich. Eine weitere Unterstützung erhält ein zu kühler Temperaturtrend im ersten November-Drittel vom negativen AO-Index und NAO-Index, welche die Wahrscheinlichkeiten für eine Trogwetterlage - wie sie aktuell simuliert wird - erhöht.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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