Wetter Winter 2016/2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst Winter 2016/2017 - Wetterprognose vom 17. Oktober

Der Wettercharakter wird in den kommenden Tagen zunehmend unbeständiger und kühler. So könnte unter bestimmten Voraussetzungen die Schneefallgrenze in den Nächten ab Mittwoch örtlich unter die 1.000 Meter Grenze absinken, während sie tagsüber meist zwischen 1.100 - 1.800 Meter schwanken kann. Die Temperaturen liegen häufig zwischen +6/+12 Grad und können - je nach Niederschlagsdauer - auch darunter oder knapp darüber liegen (s. Wettervorhersage Oktober 2016).

Der Grund für den unbeständigen und auch für die Jahreszeit zu kühlen Wettercharakter ist ein Tiefdrucksystem, welches mit seinem Kerngebiet zum kommenden Freitag in etwa über den östlichen Mittelgebirgen liegen kann. Dieses Tiefdrucksystem wird nach den aktuellen Berechnungen der Wettermodelle wohl auch noch das Wetter am Samstag und Sonntag mit beeinflussen können, schwächt sich jedoch zunehmend ab, so dass am Samstag und Sonntag über dem Süden ein paar sonnige Momente nicht auszuschließen sind.

Das amerikanische Wettermodell berechnet zum 23. Oktober die Großwetterlage mit einem Hochdrucksystem im Bereich zwischen Skandinavien und dem westlichen Russland, während die atlantische Frontalzone sich von Grönland, Island über England bis nach Frankreich und Spanien herunter erstrecken kann. In Folge dieser Konstellation gelangt Deutschland, Österreich und die Schweiz im Zeitraum vom 23./26. Oktober in eine relativ warme/milde Süd- bis Südostströmung. Ob dabei weitere Regenfälle zu erwarten sind, bleibt im Detail noch abzuwarten und hängt davon ab, wie sich das Tiefdrucksystem zwischen England und Frankreich entwickeln wird. Zum heutigen Stand verlagert das Tiefdrucksystem seine Position bis zum 27. Oktober zwischen Spanien, Frankreich und Deutschland, so dass über dem Südwesten und Westen von Deutschland die Niederschlagsneigung höher als über dem Nordosten eingestuft werden kann. Das Hochdrucksystem über Skandinavien führt über seine östlichen Gradienten kühlere Luftmassen über das westliche Russland und im weiteren Verlauf auch über das südliche Skandinavien, so dass relativ warme Luftmassen über dem Süden mit kalten Luftmassen über dem Norden aufeinanderprallen können. Diese möglichen Temperaturgegensätze könnten das Tiefdrucksystem über der Mittelmeerregion weiter intensivieren, so dass sich daraus eine klassische Vb-Zugbahn ergeben könnte. Je nachdem wie weit das Tiefdrucksystem nach Norden vorankommen kann, ist mit mehr oder minder starkem Niederschlag über den südlichen Landesteilen zu rechnen. Verlagert sich das Tiefdrucksystem noch etwas weiter nach Osten, so könnte sogar die relativ kalte Luft aus nördlichen Richtungen nach Deutschland geführt werden. Wie kühl kann es werden? Berechnet werden zum Ende Oktober Temperaturen, welche zwischen +4/+10 Grad liegen können.

Das europäische Wettermodell stützt diese Wetterentwicklung weitgehend, wenngleich auch mit Unterschieden. So liegt das Tiefdrucksystem zum 27. Oktober nicht im Bereich zwischen England, Spanien, Frankreich und Deutschland, sondern weiter über dem Südosten im Bereich zwischen Portugal und den Azoren. Zeitgleich positioniert sich das Skandinavienhoch weiter nach Westen in Richtung Island und Grönland. So kommt es im Verbund beider Systeme über Deutschland, Österreich und der Schweiz ebenfalls zu einer teils sehr warmen Südostanströmung der Luftmassen, welche die Temperaturen über Süddeutschland örtlich bis an die +20 Grad Marke und mit Föhneinfluss auch darüber hinaus ansteigen lassen kann, allerdings wäre es demnach nur eine Frage der Zeit, bis durch die westliche Verlagerung des Hochdrucksystems auf dessen Rückseite kühlere Luftmassen auf den Weg nach Deutschland machen können.

Die Kontrollläufe stützen die wärmere Temperaturphase im Zeitraum vom 23./27. Oktober mit einem sich langsam normalisierenden Temperaturniveau bis Ende Oktober bei einer insgesamt schwachen Niederschlagserwartung. So liegt das Temperaturspektrum am 26. Oktober zwischen +5/+21 Grad (Mittelwert: +13/+14 Grad über dem Süden und Westen und +10/+11 Grad über dem Norden und Osten) und am 31. Oktober zwischen +2/+18 Grad (Mittelwert: +9/+10 Grad). Betrachtet man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+8) / normal (+9/+15) / zu warm (>+16), so liegen diese am 27. Oktober bei 20/50/30 und am 31. Oktober bei 45/40/15. Die Varianten, welche deutlich zu kalt sind, haben am 31. Oktober eine Wahrscheinlichkeit von rund 20 Prozent, wobei 10 Prozent Temperaturwerte von knapp über 0 Grad anzeigen.

Das zeigt, wie sehr es im Detail darauf ankommen wird, wie sich das Hochdrucksystem über dem skandinavischen Raum im letzten Oktober-Drittel positionieren, bzw. verhalten wird. Das Langfristmodell berechnet in seinem heutigen Wettertrend für das Wetter Winter 2016/2017 im November eine Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -0,5/+1 Grad im normalen bis leicht zu milden und von Dezember 2016 bis Februar 2017 liegt die Abweichung mit +0,5/+2 Grad im leicht zu warmen bis zu warmen Bereich. Im Niederschlagsverhalten zeigen sich keine sonderlichen Auffälligkeiten gegenüber den Sollwerten.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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