Nach einem vielfach sonnigen und auch warmen Sonntag ziehen zum Start in die neue Woche von Westen her dichte Wolkenfelder auf und kündigen ein kleinräumiges Tiefdrucksystem an, welches sich bis zur Wochenmitte über Deutschland positionieren kann. So wird der Wettercharakter unbeständiger und auch kühler, so dass die Schneefallgrenze bis Donnerstag bei Tageswerten zwischen +7/+11 Grad auf 1.300-1.800 Meter hin absinken könnte (Details s. Wettervorhersage Oktober 2016).

Von einem "goldenen Oktober", welcher sich bisweilen auf ein oder zwei Tage beschränkt, kann also kaum die Rede sein. Das Tiefdrucksystem kommender Woche wird das Wetter über Deutschland nach den Berechnungen der Wettermodelle wohl noch bis zum 22./23. Oktober beeinflussen, so dass der kühle und unbeständige Wettercharakter weiter anhalten kann. Die Tageshöchstwerte können meist so im Bereich zwischen +7/+10 Grad liegen, was gegenüber dem Jahreszeit-typischen Wert etwa um 2-5 Grad zu kalt ist.

Wie geht es weiter? Die Wettermodelle simulierten in den letzten Tagen ein breites Entwicklungsspektrum beim Wetter im Verlauf des letzten Oktober-Drittels. Entscheidend wird sein, wie der Abbau des Hochdrucksystems über Skandinavien von statten geht und ob dieser letztlich auch gelingen mag.

Geht es nach der Berechnung des amerikanischen Wettermodells, so liegt das Hochdrucksystem im Zeitraum vom 23./30. Oktober "unmotiviert" im Bereich zwischen dem westlichen Russland/Skandinavien, während die Tiefdrucksysteme der atlantischen Frontalzone sich nicht sonderlich weiter nach Osten durchsetzen können. So verbleibt Deutschland, Österreich und die Schweiz nach dieser Simulation im sog. "Gradientensumpf" zwischen dem Hoch über dem Nordosten und den Tiefdrucksystemen über dem Westen. In Folge daraus steigt das Temperaturniveau ab dem 23. Oktober etwas an und erreicht mit seinem Mittelwert durchaus für die Jahreszeit normale Temperaturwerte. Die Niederschlagsneigung ist im Zeitraum vom 18./22. Oktober als hoch bis mäßig und darüber hinaus bis zum 30. Oktober als schwach bis leicht zu bezeichnen.

Das europäische Wettermodell bestätigt die "Patt-Situation" zunächst bis zum 22. Oktober. Im Zeitraum vom 22./24. Oktober wird das "Anrennen" der Tiefdrucksysteme in Richtung Mitteleuropa weiter intensiviert, so dass der Wettercharakter in diesem Zeitraum unbeständiger, aber aufgrund der südlichen Anströmung der Luftmassen (Vorderseitenwetter) auch spürbar wärmer werden kann - unter Umständen wären in Folge daraus nochmals Temperaturen nahe der +20 Grad Marke nicht auszuschließen.

Die Kontrollläufe bestätigen weiterhin ein breites Entwicklungsspektrum, sowohl in der Wetter-, als auch in der Temperaturentwicklung im Zeitraum vom 23./30. Oktober. So liegt das Temperaturspektrum am 24. Oktober zwischen +3/+16 Grad (Mittelwert: +9/+11 Grad) und am 30. Oktober zwischen +2/+20 Grad (Mittelwert: +10/+11 Grad). Betrachtet man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+9) / normal (+10/+16) / zu warm (>+17), so liegen diese am 25. Oktober bei 45/50/5 und am 30. Oktober bei 60/20/20. Schaut man sich die Varianten an, welche deutlich zu kalt für die Jahreszeit wären (<+7 Grad), so liegt die Wahrscheinlichkeit am 25. Oktober bei 10 und am 30. Oktober bei 20 Prozent. Mit anderen Worten steht in Kürze wohl die nasskalte Jahreszeit bevor, wo Temperaturen unter +10 Grad häufiger als Werte über +15 Grad vorkommen können.

Wie wird der Winter 2016 /17? Hierzu erfolgt gegen 16:00 Uhr eine neue Betrachtung der Langfristmodelle und deren Wettertrend für den Winter 2016/17 an dieser Stelle.

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