Das Hochdrucksystem, welches am Donnerstag kurzweilig von einem Tiefdruckausläufer etwas abgeschwächt wird, wird zum Freitag und Samstag wieder dominanter, so dass verbreitet trocken, sonnig und warm bleiben kann. Erst zum Sonntag greift nach den aktuellen Simulationen ein weiterer Tiefdruckausläufer auf den Norden von Deutschland über und überquert in der Nacht auf Montag Deutschland von Nordwest nach Südost und sorgt nachfolgend zum Start in die neue Woche für einen unbeständigen und auch etwas kühleren Wettercharakter (s. Wettervorhersage September).

Bei genauerer Betrachtung hat sich das amerikanische Wettermodell im Vergleich zu gestern der Simulation des europäischen Wettermodells - mit einem verzögerten Eintreffen der Tiefdruckstörung zum Montag - angepasst. Im weiteren Verlauf simuliert das amerikanische Wettermodell vom 6./8. September den Aufbau des Hochdrucksystems zwischen der Mittelmeerregion und Deutschland, so dass der Tiefdruckeinfluss nur von kurzer Dauer sein könnte. Da die Hochdruckachse sich recht steil von Süden nach Norden erstreckt, können mit herannahenden Tiefdrucksystemen aus dem Westen mit einer südlichen Strömung warme, teils auch heiße und zunehmend feuchte Luftmassen nach Deutschland geführt werden. Im Zeitraum zwischen dem 8./15. September bleibt nach dieser Simulation die Hochdruckdominanz erhalten, jedoch schafft es die atlantische Frontalzone es immer wieder Tiefdruckausläufer bis nach Deutschland zu führen, so dass es bei einer südwestlichen Grundströmung relativ warm bleibt, jedoch die Neigung zu Schauern und Gewittern zunehmen kann.

Das europäische Wettermodell simuliert ebenfalls eine weitgehende Hochdruckdominanz im Zeitraum vom 7./10. September. Nach diesen Berechnungen kann sich das Hoch bis zum 10. September über dem skandinavischen Raum positionieren und blockiert die atlantische Frontalzone im Bereich zwischen Island und England. Deutschland, Österreich und die Schweiz könnten demnach zwischen den Fronten liegen, so dass bei sommerlichen Temperaturen die Neigung zu Schauern und Gewittern erhalten bleiben kann.

Somit bestätigen die Wettermodelle heute erneut eine weitgehende Hochdruckdominanz bis Mitte September, was diese Variante auch zunehmend wahrscheinlicher macht. Die Kontrollläufe bestätigen den für die Jahreszeit zu warmen Temperaturtrend mehrheitlich. So liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums bspw. am 12. September zwischen +23/+24 Grad und liegt damit um 2/4 Grad über dem, was für die Jahreszeit typisch wäre. Die Niederschlagsneigung ist nach den Kontrollläufen im Zeitraum vom 4./5. September etwas erhöht, sonst aber bis zum 15. September gering bis schwach ausgeprägt.

Mit anderen Worten könnte sich der Sommer voraussichtlich noch bis Mitte September halten und einen herbstlich kühlen und unbeständigen Wettercharakter verhindern. Entsprechend reagiert nun auch das Langfristmodell auf die jüngsten Entwicklungen. Wurde der September 2016 in der letzten Zeit mit einer Abweichung der Temperaturen von -0,5/+0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert noch als "normal" ausgegeben, so liegt die Abweichung zwischenzeitlich mit +0,5/+2 Grad im zu warmen Bereich. Der Oktober soll nach diesen Berechnungen mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad normal und der November mit +0,5/+1 Grad leicht zu warm ausfallen. Für das Wetter Winter 2016/2017 berechnet das Langfristmodell im Dezember eine Abweichung von +1/+2 Grad, für den Januar +0,5/+1 Grad und für den Februar +1/+2 Grad einen zu warmen Temperaturtrend für den Winter. Ob das tatsächlich so kommen mag, bleibt aufgrund verschiedener Randfaktoren sicherlich noch abzuwarten. In der Niederschlagserwartung simuliert das Langfristmodell im September und Oktober eine negative Tendenz (zu trocken), was auf eine länger anhaltende Hochdruckdominanz schließen lässt. Von November bis Februar zeigen sich keine sonderlichen Abweichungen gegenüber den Sollwerten.

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