Der Verlauf des Wetters zum Wochenstart lässt sich aus heutiger Sicht als zweigeteilt beschreiben. Der Grund hierfür ist ein Tiefdrucksystem, bzw. ein Tiefdruckausläufer, welcher von England über Frankreich sich bis über das Mittelmeer verlagern kann. Je nachdem wie dessen Zugbahn im Detail verläuft, ist mit mehr oder weniger Niederschlag über Deutschland zu rechnen. Relativ trocken bleibt es mit höherer Wahrscheinlichkeit von Dienstag bis einschließlich Donnerstag wohl über dem Nordosten, wo ein Hochdrucksystem über dem nordöstlichen Europa vermehrt Einfluss nehmen kann. Im Zeitraum zwischen dem 25./30. September simulieren beide Wettermodelle weiterhin eine höhere Wahrscheinlichkeit für hohen Luftdruck über dem skandinavischen Raum, welcher mit seiner Achsausrichtung, bzw. Hochdruckverbindung unterschiedliche Auswirkungen auf das Wetter über Deutschland haben kann. In der ersten Variante - und das ist auch eine der Wahrscheinlichsten Varianten - bildet sich eine Hochdruckverbindung vom Azorenhoch bis zum Hochdrucksystem über dem westl. Russland aus, welche über England und Skandinavien führen kann. Somit wird die atlantische Frontalzone weitgehend blockiert, was einen leicht wechselhaften Wettercharakter über Deutschland nicht ausschließt, dieser jedoch weitgehend trocken verlaufen kann. Im Temperaturverhalten zeigen sich in dieser Variante mit +15/+20 Grad durchaus Jahreszeit-typische Werte. In einer weiteren Variante kommt es zu einer autarken Hochdruckentwicklung über Skandinavien. Dabei neigt das Hoch dazu, auf seinem südwestlichen Gradienten Tiefdrucksysteme in Richtung Mittelmeer ziehen zu lassen, was insbesondere über den westlichen und südwestlichen Regionen von Deutschland eine erhöhte Niederschlagswahrscheinlichkeit zur Folge haben kann. Im Temperaturverhalten zeigen sich in dieser Variante normale bis leicht zu kühle Temperaturen über dem Westen und Süden und leicht erhöhte über dem Nordosten. In der dritten Variante bildet sich über dem skandinavischen Raum ebenfalls ein Hochdrucksystem aus, dessen Achse bis über das Mittelmeer reichen und bereits über dem westlichen Mitteleuropa die Tiefdrucksysteme blockieren kann. Die Grundströmung kann in dieser Variante auf südliche Richtungen drehen, so dass relativ warmes Wetter zu erwarten wäre. Die Kontrollläufe simulieren mehrheitlich eine geringe Niederschlagsneigung im Zeitraum zwischen dem 25./30. September welche von Südwest nach Nordost eine abnehmende Tendenz aufweist. Das Temperaturspektrum liegt am 24. September zwischen +12/+24 Grad (Mittelwert: +17 Grad über dem Osten, sonst +15/+16 Grad) und am 30. September zwischen +12/+23 Grad (Mittelwert: +16/+17 Grad über dem Westen und Norden und +19/+20 Grad über dem Süden und Osten). Zusammenfassend zeigt sich zum heutigen Stand in der Simulation eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine stabile Wetterlage in den letzten September-Tagen.

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