In den kommenden Stunden zeigt sich nach der aktuellen Wettervorhersage die Entwicklung einer Luftmassengrenze, welche bis Donnerstagabend den Osten erreichen kann. Insbesondere entlang der Luftmassengrenze sind teils kräftige und länger andauernde Niederschläge zu erwarten. So werden in der Niederschlagsprognose bis einschließlich Donnerstagabend Niederschlagssummen zwischen 10-30 l/m² über dem Westen und 1-7 l/m² über dem Osten simuliert und dort wo die Niederschläge länger andauernd sein können, sind bis zu 50-60 l/m² möglich (Südweststau der Mittelgebirge und des Schwarzwaldes). Zum Wochenende sorgt ein kleinräumiges Höhentief für zeitweilig trübes, teils kühles und unbeständiges Wetter, wobei zum heutigen Stand noch nicht klar ist wie sich das Höhentief im Detail verhalten wird. Im Zeitraum vom 21. bis zum 24. September simuliert das amerikanische Wettermodell ein etwas nach Norden verschobenes Azorenhoch und ein Kontinentalhoch über dem westl. Russland, welches sich bis nach Skandinavien erstrecken kann. Beide Hochdrucksysteme haben das Bestreben, über Mitteleuropa eine Hochdruckverbindung aufzubauen, was jedoch nach der aktuellen Simulation nicht gelingen mag. So unterbinden weitere Tiefdruckausläufer die Hochdruckverbindung und überqueren dabei Mitteleuropa in einer Nordwest nach Südost verlaufenden Tiefdruckrinne. In Folge daraus bleibt der Wettercharakter unbeständig, wobei sich die Temperaturen durchaus im Jahreszeit-typischen Bereich bewegen können. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist die Wetterentwicklung dem des amerikanischen Wettermodells sehr ähnlich, wenngleich auch etwas gradientenschwächer (weniger Niederschlag, etwas kühler). Anders formuliert zeigt sich der Wettercharakter bis zum 24. September nach einer Umstellungsphase zunehmend herbstlich. Darüber hinaus simuliert das amerikanische Wettermodell im Zeitraum 24./30. September eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Ausbildung eines autarken Hochdrucksystems über dem skandinavischen Raum. Sollte sich das Hoch über Skandinavien etablieren können, so ergeben sich daraus drei Entwicklungsvarianten. Die erste Variante wäre eine sich nach Süden ausweitende Hochdruckachse in Richtung Mittelmeer, was über Deutschland relativ trockenes und warmes Wetter zur Folge hätte. In der zweiten Variante liegt die Hochdruckachse in einer Ost-West Ausrichtung, so dass das Hoch selbst auf seiner südlichen Seite "unterwandert" werden kann, was eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für sog. Vb-Entwicklungen haben kann (Mittelmeertief). In der dritten Variante gelingt es den Hochdrucksystemen über Skandinavien und den Azoren eine Verbindung aufzubauen, so dass die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik weit vor Mitteleuropa blockiert werden können. Auch in dieser Variante wäre trockenes und relativ warmes Wetter zu erwarten. Welche der Varianten ist wahrscheinlicher? Geht es nach den Kontrollläufen, so ist im Zeitraum vom 21./30. September mit einer von Süd/West nach Nord/Ost abnehmenden Niederschlagsneigung zu rechnen, was wiederum für ein Hoch über Skandinavien spricht. Im Temperaturverhalten zeigt sich nach einer kühleren Phase bis zum 22. September ein langsam aber stetiger Temperaturanstieg, welcher mit seinem Mittelwert weitgehend im Jahreszeit-typischen Bereich liegen kann. So liegt das Temperaturspektrum am 23. September zwischen +9/+22 Grad (Mittelwert: +16/+17 Grad) und am 30. September zwischen +10/+22 Grad (Mittelwert: +15/+17 Grad).

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