Der Trend zu einer Verlagerung des Hochdrucksystems über Mitteleuropa bestätigt sich auch in den heutigen Simulationen der Wettermodelle mehrheitlich. Sowohl das europäische als auch amerikanische Wettermodell berechnen das Hoch im Zeitraum 11./15. Februar im Kern zwischen England und Deutschland. In dieser Position können Kaltluftvorstöße aus nördlichen Richtung über Osteuropa abgelenkt werden und Deutschland verbleibt im gradientenschwachen Strömungsmuster. Das Hochdrucksystem "füllt" sich dabei von oben mit wärmeren Luftmassen (bspw. am 11. Februar mit bis +8 Grad in 1.500 Meter Höhe), jedoch fehlt eine entsprechende Durchmischung, so dass im Norden die Tageswerte zwischen +4/+8 Grad und im Süden zwischen -1/+4 Grad schwanken können (mit entsprechender Durchmischung wären zweistellige Werte zu erwarten). Insbesondere in den Nächten sind bei Aufklaren und über Schnee im Süden starker Nachtfrost von bis zu -10 Grad zu erwarten, sonst liegen die Tiefstwerte zumeist zwischen -1/-5 Grad im Süden und +0/+3 Grad im Norden. In einer gradientenschwachen Umgebung steigt die Wahrscheinlichkeit für die Ausbreitung von Nebelfeldern an, so dass die Tageswerte bei Nebel z.T. auch unter 0 Grad liegen können. Der sog. Taupunktwert schwankt im Süden mit -1/+1 Grad, so dass nur mit einem langsamen Rückgang der Schneedecke ab den mittleren Lagen zu rechnen ist. Im Zeitraum 15./20. Februar simuliert das amerikanische Wettermodell eine beständige Hochdruckdominanz über Mitteleuropa, so dass eine aktiv-dynamische Westwindzirkulation genauso wie eine tief winterliche Wetterlage weniger wahrscheinlich ist. Stattdessen wäre diese Wetterlage als "weder Fisch noch Fleisch" zu bezeichnen. Teils sonnig, teils neblig-trüb bei Temperaturen zwischen +4/+8 Grad im Norden und +2/+6 Grad im Süden. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit hierfür? Das Temperaturspektrum der Kontrollläufe liegt bspw. am 10. Februar zwischen +0/+7 Grad (Mittelwert: +1/+2 Grad im Süden und Osten +4 Grad im Westen und +6 Grad im Norden), am 15. Februar zwischen -4/+8 Grad (Mittelwert: +3/+4 Grad im Süden und Osten und +5/+6 Grad im Norden und Westen) und am 20. Februar zwischen -6/+11 Grad (Mittelwert: +3/+4 Grad im Süden und Osten und +5/+6 Grad im Westen und Norden). Anhand der nur geringen Schwankungen des Mittelwertes lässt sich die Hochdruckdominanz über Mitteleuropa erkennen, die negativen "Ausreißer" sind die Varianten, wenn sich das Hoch weiter westlich positioniert, die positiven "Ausreißer" entsprechen den weiter östlich positionierten Varianten. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5) liegen am 15. Februar bei 10/35/55 und am 20. Februar bei 10/25/65. Auch nach dieser Betrachtungsweise bestätigt sich der Trend zu einer nachhaltigen Milderung im zweiten Februar-Drittel. Das Langfristmodell reagiert hinsichtlich der Niederschlagserwartung für den Februar recht kräftig und simuliert einen deutlich zu trockenen Verlauf des Februars, während die Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit -2/-0,5 Grad im Süden und -0,5/+0,5 Grad im Norden zwischen zu kalt bis normal verläuft. Das zeigt, wie entscheidend die Position der kommenden Hochdruckwetterlage sein wird. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 20:50 Uhr in einem Update von diesem Wettertrend.
Update:
Bei beiden Wettermodellen dominiert im Zeitraum 10./15. Februar hoher Luftdruck das Wettergeschehen über Deutschland. Die Tageswerte können allmählich vom 10. Februar von +0/+3 Grad im Süden und +4/+7 Grad im Norden bis zum 15. Februar auf +1/+5 Grad im Süden und +5/+8 Grad im Norden ansteigen. Die Niederschlagsneigung ist überwiegend als gering einzustufen, so dass im gradientenschwachen Umfeld sich teil zähe Nebelfelder ausbilden können - lösen diese sich auf, so ist mit viel Sonnenschein zu rechnen. Kommt er Winter nach der Monatsmitte? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5) liegen am 17. Februar aktuell bei 15/20/65.

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