Nach dem nasskalten Wochenverlauf mit schwankender Schneefallgrenze zwischen 200-600 Meter, kann zum kommenden Wochenende das Mittelmeertief etwas mehr Einfluss auf das Wetter in Deutschland nehmen. In Folge daraus simulieren beide Wettermodelle eine zunehmende Niederschlagsaktivität, wobei die Schneefallgrenze bei Temperaturen zwischen -1/+3 Grad zumeist zwischen 300-700 Meter schwanken kann. Anders formuliert scheint der nasskalte Witterungscharakter weiter anzuhalten, so dass erst ab den mittleren Lagen mit winterähnlichen Verhältnissen zu rechnen ist. Im Zeitraum zwischen dem 25./31. Januar zeigt das amerikanische Wettermodell eine "Kehrtwendung" in seinen Simulationen. In den vergangenen Tagen wurde in diesem Zeitraum immer wieder die rasche Einflussnahme der atlantischen Frontalzone auf das Wetter über Mitteleuropa simuliert. Heute zeigt sich zwischen den Azoren, England und Skandinavien der Aufbau einer schwachen Hochdruckbrücke. Gleichzeitig kann sich über dem östlichen Mittelmeerraum ein schwachgradientiges Tiefdrucksystem positionieren, so dass die Grundströmung über Deutschland langsam von Nordwest auf Nordost drehen kann. In Folge daraus wird aus nasskalt bis zum Monatsende langsam kalt. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so baut sich auch hier eine blockierende Hochdruckachse zwischen dem Azorenhoch und dem Hoch über dem westl. Russland auf, allerdings verlauft diese nicht wie beim amerikanischen Wettermodell geradlinig über England, sondern Winkelförmig. In Folge daraus würde Deutschland sich in einer Wetterlage wiederfinden, die auch als "weder Fisch noch Fleisch" zu bezeichnen wäre: zwischen den Fronten überwiegend nasskalt, oftmals trüb. Nach den gängigsten Varianten der Wettermodelle zeigt sich ein überwiegend nasskaltes Muster im letzten Januar-Drittel, wobei der Trend nach dem Kontrollläufen im Zeitraum 25./31. Januar in einem breiten Spektrum auch wieder winterliche Tendenzen annehmen kann. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 20. Januar zwischen -1/+3 Grad (Mittelwert: +1/+2 Grad), am 25. Januar zwischen -6/+4 Grad (Mittelwert: +1/+2 Grad, im Norden bis +3 Grad) und am 30. Januar -5/+6 Grad (Mittelwert: +1/+2 Grad, im Norden bis +4 Grad). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm(>+5) liegen am 25. Januar bei 35/55/10 und am 31. Januar bei 25/60/15. Was macht der Polarwirbel? Der zeigt in den Simulationen beider Wettermodelle weiterhin eine mehr oder minder starke Tendenz in Richtung Polarwirbelsplitt zum Monatsende. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so kann der Kaltluftwirbel Kanada/Grönland mehr und mehr abgebaut werden, so dass eine Umstrukturierung des Zirkulationsmuster im Bereich des Möglichen liegt. Zudem wird zum Ende des Januars ein neuerlicher Ansatz eines Minor-Warmings in Stratosphärenhöhe simuliert, welches sich zum heutigen Stand durchaus auch zu einem Major-Warming entwickeln könnte. Die genaue Entwicklung dieses Wetterphänomens muss aber abgewartet und im Wochenverlauf weiter analysiert werden. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist die Tendenz zum Splitt nicht so stark ausgeprägt und auch der Kaltluftwirbel über Grönland/Kanada bleibt Orts treu, so dass sich das Zirkulationsmuster nach dem europäischen Wettermodell mit etwas höherer Wahrscheinlichkeit nicht verändern kann. Zusammenfassend zeigt sich im letzte Januar-Drittel die langsame Abkühlung, ob es am Ende für Winter reicht, bleibt abzuwarten. Sollte sich im Tagesverlauf noch etwas grundlegendes verändern, so erfolgt die nächste Aktualisierung in einem Update dieser Wetterprognose heute Abend gegen 21:00 Uhr.
Update:
Nichts Halbes und nichts Ganzes - das ist das was dabei herauskommt, wenn sich Wettersysteme zueinander blockieren. Das amerikanische Wettermodell hat seine wiederauflebende Westwetteraktivität im Zeitraum 25./31. Januar der letzten Tage heute weitgehend verworfen. Die Variante von heute Nachmittag wurde aber auch nicht weiter verfolgt und was jetzt dabei herauskommt ist ein Verbleib der überwiegend nasskalten Witterung im letzten Januar-Drittel mit Tageswerten zwischen +0/+5 Grad schwanken und einer Schneefallgrenze, welche in den Nächten bis in tiefere Lagen absinken und tagsüber auf 300-700 Meter ansteigen kann. Das europäische Wettermodell ist da nicht viel besser. Demnach erstreckt sich die schwache Hochdruckbrücke des Azorenhochs quer über Deutschland bis zum Kontinentalhoch über Russland. Teils trübes, teils sonniges Wetter bei Temperaturen zwischen -1/+5 Grad hätte diese Konstellation zwischen dem 25./27. Januar zur Folge. Die Kontrollläufe stützen den nasskalten Witterungstrend bis Ende Januar mehrheitlich mit einer Höhenmitteltemperatur zwischen -5/-3 Grad, was in tieferen Lagen +0/+5 Grad zur Folge haben kann - die Frostgrenze schwankt dabei um die 500-700 Meter.

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