Der Temperaturtrend für Anfang Dezember ist auch heute als normalisierend zu bezeichnen. Teilweise geht der Trend gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel auch in die leicht negative Richtung, so dass unter bestimmten Voraussetzungen die ersten Schneeflöckchen auch bis in tiefere Lagen hinab nicht auszuschließen sind, was aber keineswegs mit einem winterlichen Abschnitt gleichzusetzen ist - vielmehr ist der aktuell zugrunde liegende Wettercharakter als nasskalt einzustufen, bei dem der eine oder andere Schnee- oder Graupelschauer nicht auszuschließen ist. Über den 5. November hinaus zeigen die Wettermodelle differenzierte Varianten, bei der zu warme Varianten immer weniger eine Rolle spielen. Somit bestätigt sich der Trend der letzten Tage, dass eine Wiederholungsneigung in Form einer milden bis deutlich zu warmen Süd- bis Südwestwetterlage im ersten Dezember-Drittel weniger wahrscheinlich wird. Das amerikanische Wettermodell simuliert im Zeitraum zwischen dem 5./10. Dezember ein größeres "Kaltluftbecken" über der Karasee, so dass sich die Tiefdruckaktivität der atlantischen Frontalzone zunehmend nach Skandinavien verlagern kann. Sollte dieser Fall eintreten, so ergeben sich zwei Möglichkeiten. Zum einen kann es mit einem "flachen" Hochdrucksystem in West-Ost Ausrichtung zu einer Zonalisierung kommen, bei der in raschen Abständen Tiefdrucksysteme von West nach Ost über Deutschland hin wegziehen. Der Grundcharakter wäre wechselhaft, windig, Vorderseitig mild (+4/+8 Grad) und Rückseitig nasskalt (+0/+5 Grad) - in Summe wenig winterlich. Kann sich jedoch über dem westlichen Europa ein Hochdrucksystem etablieren und entsprechend "aufkeilen", so ist der direkte Weg für die arktische Kaltluft über Skandinavien nach Deutschland frei - eine ernsthafte Option für winterliche Verhältnisse wäre die Folge daraus. In einer dritten Variante spielt die "gestörte Zirkulation" eine größere Bedeutung, bei der das Gradientenmuster der Systeme zueinander an Dynamik verliert und mäandriert und in Folge daraus die Luftmassen langsam auskühlen lassen. Je nachdem ob ein Hoch- oder Tiefdrucksystem über Mitteleuropa liegt, kann sich daraus ein winterliches oder neblig-trübes Szenario herausbilden. Es gibt also noch ein breites Spektrum an Möglichkeiten im ersten Dezember-Drittel, welches sich auch in den Kontrollläufen widerspiegelt - im Mittel schwankt aber alles um den vieljährigen Mittelwert (1961-1990) herum. In der Betrachtung der Niederschlagswahrscheinlichkeit, zeigt sich nach den Kontrollläufen das erste Dezember-Drittel bis zum 4. Dezember als schwach, darüber hinaus bis zum 10. Dezember mäßig bis schwach ausgeprägt. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 6. Dezember zwischen -8/+10 Grad bei einem Mittelwert von +4/+5 Grad im Norden und Westen und +2/+3 Grad im Süden und Osten. Das Langfristmodell simuliert für den Dezember weiterhin eine leicht bis deutlich positive Abweichung gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel (+0,5/+1,5 Grad). Für Januar und Februar werden hingegen normale bis leicht zu kühle Varianten in Aussicht gestellt (-1/+1 Grad). Im Gegensatz zu vergangenen Simulationen des Langfristmodells ein deutlicher Trend von zu warm in Richtung normal. Gegen 20:45 Uhr erfolgt eine Aktualisierung von diesem Wettertrend.
Update:
Die Großwetterlage ist für die ersten Dezember-Tage weiterhin als komplex zu bezeichnen, wobei der nasskalte Temperaturtrend weiterhin am wahrscheinlichsten ist. Im Grundmuster strömt kalte Luft in Richtung Karasee, so dass die atlantische Frontalzone Raum und Luftmassengegensätze vorfindet, um sich bis über Skandinavien zu positionieren. Deutschland gelangt im Zeitraum zwischen dem 1./6. Dezember zunehmend in eine westliche bis nordwestliche Grundströmung, so dass nach dem amerikanischen Wettermodell die ersten Schneeschauer in diesem Zeitraum ab den mittleren Lagen wahrscheinlich werden. Ein nachhaltiger Wintereinbruch ist aber nach dem amerikanischen Wettermodell zunächst noch wenig wahrscheinlich, da das Grundmuster der einer Zonalisierung entspricht. Teils mildes Vorderseitenwetter wechselt sich in raschen Abständen mit kühlem Rückseitenwetter ab - teils windig und wechselhaft. Das europäische Wettermodell zeigt eine ganz ähnliche Variante, wobei hier der hohe Luftdruck über Deutschland dominierend ist - demnach sind auch die ersten Tage mit Dauerfrost in den ersten Dezember-Tagen möglich. Das Temperaturspektrum liegt am 6. Dezember zwischen -1/+7 Grad bei einem Mittelwert von +3 Grad im Süden und +5 Grad im Norden.

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