Wetter im Winter 2014/2015 - Wetterprognose vom 22. November

Bis zur Wochenmitte gelingt es einem Tief sich von der Ostsee bis über Polen zu positionieren, es bleibt aber zum heutigen Stand gradientenschwach, so dass im Nordosten mit der Zunahme von teils neblig-trüben Wetter und mit östlichen Winden mit einem Temperaturrückgang zu rechnen ist. Sonst ändert sich nur wenig - je nach Nebelauflösung - ist zumeist ein Mix aus Sonne und Wolken zu erwarten bei für die Jahreszeit weiterhin zu warmen Temperaturen. Bis zum Freitag ändert sich daran voraussichtlich nur wenig. Jedoch beginnt auf dem Atlantik nach dem amerikanischen Wettermodell eine Wetterentwicklung bei Island, die die letzten November-Tage Ereignisreicher machen könnten. So entsteht auf dem südlichen Gradienten eines Tiefdruckzentrums bei Island ein Randtiefdrucksystem (Schnellläufer), welches binnen 36 Stunden von Neufundland nach England ziehen kann und zum Samstag/Sonntag und deutlicher Abschwächung als eigenständiges Tiefdrucksystem Kurs auf Deutschland nimmt. Nasskaltes "Schmuddelwetter" wäre die Folgen aus dieser Simulation (+2/+7 Grad). Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so bleibt alles wie gehabt. Das Tief hat zum Ende November nur einen geringen Einfluss, vielmehr verbleibt Deutschland in einer relativ warmen, teils neblig-trüben gradientenschwachen Wetterlage, bei der der Atlantik "tobt" und das Hoch im Nordosten in aller Ruhe dagegen halten kann. Der Grund für die Wetteraktivität auf dem Atlantik ist ein kräftig simulierter Kaltluftausbruch über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland. Welche möglichen Auswirkungen das auf das Wetter in Deutschland an den ersten Dezember-Tagen haben kann, klären wir gegen 15:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter im Dezember.
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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +10,38 +0,87 -0,28 647 l/m² - normal
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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