Aauch heute zeigen die Wettermodelle eine weitgehende Übereinstimmung darüber, dass der Wetterverlauf mit einem neuerlichen "Vorderseitenwetter" im Zeitraum zwischen dem 10./15. November für die Jahreszeit zu warm bleibt. Der Grund hierfür sind Tiefdrucksysteme vom Atlantik her kommend, welche kurz vor Mitteleuropa nach Skandinavien abgelenkt werden und zwischen dem 10./13. November auch zeitweilig nach Süden hin "austrogen" können. Die Folge daraus ist über Deutschland eine überwiegend warme südwestliche Strömungskomponente, bei einem leicht wechselhaften Grundcharakter. Spannend wird es zunehmend um dem 15. November herum, wobei auch heute nasskalte oder gar winterliche Tendenzen weniger wahrscheinlich sind. Das amerikanische Wettermodell hält in einigen Varianten einen Kaltluftausbruch über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland für möglich, was sehr stark an das Zirkulationsschema vom letzten Winter erinnert. Eine teils heftige Tiefdruckentwicklung ist dabei zwischen Neufundland und Island zu erwarten. Fraglich bleibt nach dieser Entwicklung, wie sich das Gradientenmuster über Mitteleuropa verhalten wird. Zum einen ist unter diesen Umständen eine Zonalisierung (dynamisches Westwetter) nicht auszuschließen, gleichermaßen wäre auf der östlichen Amplitudenseite über Mitteleuropa auch eine Abkühlung möglich (konzentrisches Bewegungsmuster der Tiefdrucksysteme um Grönland herum. Das europäische Wettermodell lässt nur eine Variante zu und tendiert klar zu einer Austrogung vor Mitteleuropa mit Hochdrucksystem Skandinavien/Island, so dass die Grundströmung über Deutschland auf eine außerordentlich warme Südströmung drehen kann. Es geht - zum heutigen Stand - nicht um die Frage ob nasskalt oder Winter, sondern wird es warm oder sehr warm. Die Kontrollläufe sind differenziert und haben noch eine breites Spektrum, welches aber im Mittel im Zeitraum zwischen dem 11./20.November gegenüber dem langjährigen Mittelwert etwa um +2/+7 Grad zu warm ist. So liegt das Temperaturspektrum am 10. November zwischen +7/+15 Grad (Mittelwert +12 Grad im Westen, +9 Grad im Norden, +13 Grad im Süden und +14 Grad im Osten), am 15. November zwischen +5/+15 Grad (Mittelwert +10 Grad im Norden, +14 Grad im Osten und +12 Grad im Westen und Süden) und am 20. November zwischen +0/+11 Grad (Mittelwert +7/+9 Grad). So steigt die Wahrscheinlichkeit für einen leicht zu warmen bis zu warmen Temperaturverlauf im zweiten November-Drittel an, wobei nach den Kontrollläufen ein wenig wahrscheinlicher Normalisierungstrend demnach erst im Zeitraum zwischen dem 15./20. November möglich ist.

Anzeige

 

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!