Im Verlauf der kommenden Woche zeigt sich eine rege Abwechslung zwischen Sonne, Wolken und teils kräftigen Schauern. Die Konstellation der Großwetterlage zeigt sich nach den Wettermodellen im Zeitraum zwischen dem 15./20. Oktober in einer komplexen Gestalt. So tropft zwischen Island und den Azoren ein Tiefdrucksystem nach Süden ab und über dem europäischen Nordmeer drängen kalte Luftmassen nach Süden. Blockiert werden sowohl das Tief im Westen, als auch die kalte Luft im Norden von einem Hoch über Mitteleuropa. Verschieben sich die Konstellationen der Systeme zueinander geringfügig, könnten sich bis zum 20. Oktober drei unterschiedliche Temperaturverhältnisse einstellen: warm, herbstlich kühl bis hin zu nasskalten Werten. Die zum heutigen Stand wahrscheinlichste Variante ist eine relativ warme und wechselhafte Süd- bis Südwestströmung, welche im Zeitraum zwischen dem 18./20. Oktober langsam zu kippen scheint. Sowohl das amerikanische als auch das europäische Wettermodell zeigen dabei Tendenzen, welche die atlantische Frontalzone bis zum 20./22. Oktober nach Skandinavien ziehen lässt. In Folge daraus würde sich im genannten Zeitraum und auch darüber hinaus eine lebhafte Westwetterlage (teils Südwest, teils Nordwest) einstellen, bei der in rascher Abfolge Tiefdrucksysteme von West nach Ost über Deutschland hinweg ziehen können. Nach den teils warmen Temperaturen bis zum 18. Oktober könnten sich darüber hinaus die Temperaturen auf normale Werte einpendeln. Anders ausgedrückt werden sowohl kühle, als auch warme Varianten von den Wettermodellen immer wieder für den Zeitraum 18./22. Oktober gezeigt und spiegelt seit Tagen ein reges Auf und Ab in den Simulationen wieder. Die wahrscheinlichste Variante für das zweite Oktober-Drittel ist eine wechselhafte und zu warme Witterung. Erst zum Ende des zweiten Drittels, bzw. zu Beginn des letzten Drittels scheint eine Änderung des Zirkulationsmusters zunehmend wahrscheinlicher. Solche Wechselspiele in den Simulationen deuten auch auf Unsicherheiten hin, welche im Wesentlichen die Kaltluftansammlung über dem europäischen Nordmeer zu verdanken ist. Es reicht hierbei ein kleinräumiges, initialisierendes Tiefdrucksystem zwischen dem Warm- und Kaltluftgradienten um die kühlen Luftmassen anzuzapfen oder auch zu blockieren (15./16. Oktober). So verwundert es auch nicht, dass die Kontrollläufe für das letzte Oktober-Drittel ein äußerst breites Spektrum an Möglichkeiten simulieren, welche von nasskalten bis hin zu warmen Wetter alles bieten. Der Mittelwert der Kontrollläufe ist aber gegenüber dem vieljährigen Durchschnittstemperaturen bis zum 25. Oktober im zu warmen Bereich (+1/+6 Grad).

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