Im Verlauf der kommenden Woche setzt sich die teils sehr warme Südwestwetterlage durch, so dass von Südost nach Nordwest die Niederschlagswahrscheinlichkeit und auch Intensität eine zunehmende Tendenz hat. Darüber hinaus simuliert das amerikanische Wettermodell zum 10. Oktober einen neuerlichen Warmluftschub, so dass die Temperaturen voraussichtlich auf +23/+27 Grad ansteigen können. Im Zeitraum zwischen dem 11./13. Oktober kann das Tief weiter nach Osten vorankommen, so dass die Niederschläge auch den Südosten und Osten erreichen können. Das sich Deutschland direkt im Grenzverlauf zwischen hohen und tiefen Luftdruck befindet, bleibt eine Detailvorhersage noch unsicher, da wenige Kilometer Systemverschiebung entscheidend für trockenes und warmes, oder kühles und wechselhaftes Wetter ein kann. Zum heutigen Stand verläuft die Grenze vom 11./13. Oktober zwischen Schwarzwald und Dresden. Im Zeitraum zwischen dem 14./16. Oktober verlagert das Tief bei England seine Position nach Skandinavien, was als erstes Indiz für einen herbstlicheren Wettercharakter gewertet werden kann. Warum? Mit einer Verlagerung nach Skandinavien hat nicht nur das bisweilen dort ansässige Hochdrucksystem ausgedient, sondern auch das Zirkulationsmuster erfährt eine Veränderung - zwar bleibt es nach den heutigen Simulationen weitgehend meridional ausgerichtet, allerdings verändert sich die Strömungsrichtung langsam von Süd-Nord nach Nord-Süd. Dieser "Umbau" geht dabei nicht schlagartig von statten, sondern wird nach dem amerikanischen Wettermodell in Etappen bis zum 20. Oktober geschehen - die ersten frostigen Nächte wären demnach im Zeitraum zwischen dem 15./20. Oktober nicht auszuschließen. Da europäische Wettermodell simuliert einen ähnlichen Verlauf, allerdings wiederholt sich das meridionale Zirkulationsmuster mit einer Süd-Nord Ausrichtung um den 14./15. Oktober mit einen kräftigen Tiefdruckwirbel bei England erneut, so dass teils wechselhaftes Wetter bei relativ warmen Temperaturen das Ergebnis daraus sein kann. Welche der Varianten ist wahrscheinlicher - Wiederholungsneigung oder Umstellung der Großwetterlage? Rein statistisch betrachtet ist ein Kaltlufteinbruch zwischen dem 18./25.Oktober nicht außergewöhnlich. Geht es nach den Kontrollläufen, so ist ein "Kaltlufteinbruch" weniger wahrscheinlich und dennoch zeigt der Temperaturtrend im Zeitraum zwischen dem 12./15.Oktober einen Trend zur Normalisierung, was gegenüber den hohen Temperaturen der kommenden Woche für viele als "Kaltlufteinbruch" gewertet werden kann - jedoch sind Tageswerte zwischen +10/+15 Grad für Mitte Oktober etwas normales. Im Zeitraum zwischen dem 15./20. Oktober simulieren die Kontrollläufe wieder einen leicht positiven Temperaturtrend, bei der sich die Mittelwerte zwischen +14/+17 Grad einpendeln können. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist zwischen dem 7./13. Oktober im Süden, Westen und Norden höher als im Osten und Südosten, darüber hinaus zeigt sich eine nachlassende Niederschlagswahrscheinlichkeit. Zusammenfassend simulieren die Wettermodelle zur Monatsmitte durchaus eine Möglichkeit zur Veränderung des Zirkulationsmusters, wahrscheinlicher ist aber zum heutigen Stand eine Wiederholungsneigung (~40 Prozent warm, ~35 Prozent normal, ~25 Prozent kühl). Das Langfristmodell zeigt für die beiden Herbstmonate Oktober und November einen gegenüber den langjährigen Mittelwerten zu warmen Temperaturverlauf bei einer normalen Niederschlagserwartung, welche im Oktober eine leicht zu trockene und im November eine leicht zu nasse Tendenz hat. Und für die Wintermonate? Hier hat sich kaum etwas verändert: alle drei Wintermonate werden mit einer positiven Niederschlagserwartung simuliert. Der Dezember hat dabei eine normale (Trend auch leicht zu kalt), der Januar und Februar leicht zu warme Temperaturtendenz.

Anzeige

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!