Der hohe Luftdruck "schwächelt" in der kommenden Woche, so dass Ausläufer eines Tiefdrucksystems bei England zeit- und phasenweise das Wetter über Deutschland mit einer relativ warmen und teils wechselhaften Südwestströmung beeinflussen können. Im Zeitraum zwischen dem 8./12. Oktober simuliert das amerikanische Wettermodell ein Tief über dem westlichen Europa und ein Hochdruckkomplex über dem nordöstlichen Europa. In Folge daraus bleibt die Grundströmung über Mitteleuropa südwestlich ausgerichtet und Deutschland befindet sich zwischen den Systemen. Insofern ist im Westen und Nordwesten eine grundsätzlich höhere Niederschlagswahrscheinlichkeit zu erwarten, als über den östlichen Landesteilen. Allerdings können sich die Temperaturen mit Werten zwischen +17/+22 Grad auf hohem Niveau halten. Dieser Konstellation ist es im wesentlichen auch zu "verdanken", dass kalte Luftmassen über dem europäischen Nordmeer nicht nach Süden über Mitteleuropa ausbrechen können. Stattdessen werden diese über die westliche Seite des Tiefdrucksystems über Grönland nach Island geführt, was im Zeitraum bis zum 15. Oktober die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik erneut aktivieren kann. Daraus resultiert eine Variante, bei der sich die relativ warme Südwestströmung erneuern kann - jedoch lässt sich auch erkennen, dass die Tiefdrucksysteme Stück für Stück den hohen Luftdruck abbauen und somit weiter nach Osten vorankommen können, was in Folge daraus einem typisch herbstlichen Charakter etwa ab der Monatsmitte entsprechen kann. Das europäische Wettermodell zeigt ganz ähnliche Varianten, bei der es bis zum 10./12. Oktober von West nach Ost mit abnehmender Tendenz wechselhaft aber recht warm werden/bleiben kann. Darüber hinaus ist auch nach dem europäischen Wettermodell eine leicht kühlere und wechselhaftere Wetterphase zu erkennen. Die Kontrollläufe zeigen einen bis zum 12. Oktober zu warmen Temperaturverlauf, welcher sich darüber hinaus langsam normalisiert. In der Niederschlagserwartung zeigen sich im Zeitraum zwischen dem 7./15. Oktober hohe Wahrscheinlichkeiten über dem Westen, Norden und Süden, während im Osten nur geringfügige Niederschlagssummen simuliert werden. Das Langfristmodell zeigt heute - gegenüber dem langjährigen Mittelwert - einen deutlich zu warmen Temperaturverlauf für den Oktober und auch noch für den November. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich eine weitgehend normale Tendenz, welche im Oktober eine leicht negative und im November eine positive Richtung haben. Und für die Wintermonate? Hier bleibt alles wie gehabt: der Dezember normal (mit Tendenz auch leicht zu kühl auszufallen), der Januar und Februar leicht zu warm, was in Summe einem normalen bis leicht zu warmen Witterungsverlauf entsprechen kann. Alle drei Wintermonate haben ein leicht bis deutlich erhöhtes Niederschlagsverhalten.

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