Bereits zum Sonntag nimmt der wechselhafte Wettercharakter von Westen her zu, schafft es aber darüber hinaus nicht sich über ganz Deutschland auszuweiten. Vielmehr stellt sich im Wochenverlauf eine Südwestströmung ein, bei der teils sehr warme Luftmassen nach Deutschland geführt werden können. Die dafür verantwortliche Großwetterlage wird von einem Tiefdruckzentrum bei England und einem Hochdrucksystem über Skandinavien dominiert und zwischen beiden Systemen liegt Deutschland in einer südlichen Strömung. Im Zeitraum zwischen dem 7./10. Oktober verlagert das Hoch nach den Simulationen des amerikanischen Wettermodells weiter über das östliche Europa, so dass die Gradientenachse der Systeme zueinander kippt und sich eine Südwestwetterlage daraus ergeben kann. Der Grundcharakter bleibt weitgehend warm und die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist hoch. Im Zeitraum zwischen dem 10./15. Oktober zeigt sich nach den heutigen Simulationen ein erneuter Hochdrucktrend über Skandinavien, was insbesondere über dem Norden und Osten zu einer abnehmenden Niederschlagstätigkeit führen kann. Allerdings zeigt sich seit ein paar Tagen zum wiederholten Male ein "Ausbruch" von kalten Luftmassen über dem europäischen Nordmeer zwischen dem 9./13. Oktober, was noch als Unsicherheitsfaktor zu bewerten ist. Warum? Kalte Luftmassen in dieser Region streben gerne gen Süden und es ist nicht unüblich, dass bereits im zweiten Oktober-Drittel diese kalte Luftmassen bis nach Mitteleuropa vordringen können. Aufgrund des meridionalen Süd-Nord Zirkulationsmusters über Mitteleuropa ist ein Ausbruch der Luftmassen nach Süden wenig wahrscheinlich, wenngleich nicht gänzlich auszuschließen. Das europäische Wettermodell simuliert eine ähnliche Konstellation der Systeme zueinander, so dass Deutschland weitgehend im warmen und wechselhaften Bereich der Systeme liegt (im Westen höhere Niederschlagserwartung als im Osten) . Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich bis zum 10. Oktober einen für die Jahreszeit zu warmen Wettertrend, wobei die Niederschlagserwartung zwischen dem5./7. Oktober im Süden und Westen, am 7./11. Oktober im Norden und Westen und am 9./11. Oktober im Süden als hoch einzustufen ist, während über der Osthälfte die Signale bis zum 11. Oktober gering ausgeprägt sind. Im Zeitraum zwischen dem 11./15. Oktober zeigt sich im Norden und Osten eine weiterhin schwache, im Westen und Süden hingegen eine höhere Niederschlagswahrscheinlichkeit. Das Temperaturspektrum liegt am 6. Oktober zwischen +14/+19 Grad (Mittelwert: +16/+17 Grad), am 10. Oktober zwischen +13/+21 Grad (Mittelwert: +16 Grad im Norden, +18 Grad im Osten und Westen und +19 Grad im Süden) und am 15. Oktober zwischen +6/+23 Grad (Mittelwert: +15/+16 Grad). Somit bestätigen die Kontrollläufe heute nicht den oben beschriebenen theoretischen Ansatz eines herbstlich kühlen oder gar nasskalten Witterungscharakters zur Monatsmitte hin.

Anzeige

 

Erzählen Sie es Ihren Freunden, wenn Ihnen unsere Wetterprognosen gefallen