Das verlängerte Wochenende zeigt sich zum heutigen Stand ganz "passabel" - überwiegend trocken bei Tageswerten um die +20 Grad - erst zum Sonntag kann von Westen her die Niederschlagswahrscheinlichkeit erneut ansteigen. Darüber hinaus simulieren die Wettermodelle recht einheitliche Varianten. So positioniert sich zum 4. Oktober vor Mitteleuropa ein kräftiges Tiefdrucksystem und verschiebt die Hochdruckzone weiter nach Osten, so dass das Tief seinen Einfluss auf das Wetter über Deutschland ausweiten kann. In Folge daraus wird der Wettercharakter im Zeitraum zwischen dem 5./10. Oktober voraussichtlich wechselhafter, wobei im Detail noch abgewartet werden muss, inwieweit die Niederschläge tatsächlich nach Osten vorankommen können. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so liegt Deutschland direkt zwischen den Fronten in einer weitgehend südlichen Strömungskomponente, was in Teilen dazu führen kann, dass es vor einsetzendem Niederschlag mit Temperaturen zwischen +19/+23 Grad richtig warm werden kann, während nachfolgen mit dem Niederschlag die Werte auf +12/+17 Grad absinken können. Das europäische Wettermodell positioniert das Tiefdrucksystem etwas weiter östlich, so dass demnach der Niederschlag auch die östlichen Landesteile erreichen kann. Mit der östlichen Verschiebung kann Deutschland zudem in die westlichen Strömungsgradienten geraten, so dass der Wettercharakter mit Wind, Regen und Temperaturen um +15 Grad zwischen dem 6./8. Oktober durchaus als herbstlich bezeichnet werden kann. Im weiteren Verlauf positioniert sich das Tief bis zum 10. Oktober wieder weiter im Westen, so dass sich auch hier eine südliche - und damit warme - Strömungskomponente einstellen kann. Die Kontrollläufe stützen die wechselhafte Variante im Zeitraum zwischen dem 5./10. Oktober mehrheitlich, wobei auch hier im Norden, Westen und Süden mehr Niederschläge zu erwarten sind, als über den östlichen Landesteilen. Die Temperaturwerte liegen aber zumeist mit +1 bis +3 Grad über dem Jahreszeit üblichen Wert. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 9. Oktober zwischen +6/+22 Grad bei einem Mittelwert von +18/+20 Grad. Und wie geht es weiter? Das Zirkulationsmuster ist meridional ausgerichtet (Nord-Süd / Süd-Nord), so dass immer eine latente "Gefahr besteht, dass Kaltlufteinschübe ermöglicht werden, welche für Mitte Oktober nicht unüblich sind. Und tatsächlich simulieren beide Wettermodelle Ansätze, welche kalte, teils sehr kalte Luftmassen über das europäische Nordmeer strömen lassen. Je nachdem wie sich die meridionale Ausrichtung verhalten wird, kann es bis zur Monatsmitte bei einem wechselhaften Wettercharakter warm bleiben oder das System "kippt" mit einem Tief über Skandinavien und führt die kalten Luftmassen nach Süden. Gänzlich auszuschließen ist ein Kaltlufteinbruch zur Monatsmitte zum heutigen Stand nicht, aber in Summe weniger wahrscheinlich als normale bis zu warme Wettervarianten, wobei die warmen Varianten bis zur Monatsmitte derzeit noch die höchsten Wahrscheinlichkeiten haben (kalt 21 Prozent, normal 35 Prozent, zu warm 44 Prozent) .

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