Wetter Winter 2014/2015 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Herbst / Winter 2014/2015 - Wetterprognose vom 12. September

  • M. Hoffmann
Der "Altweibersommer" setzt sich in der kommenden Woche mit vielfach warmen, teils sommerlichen Temperaturen zwischen +20/+27 Grad durch. Da die Luftschichten zum heutigen Stand leicht labil sind, wird es mit örtlichen, teils kräftigen Schauern und Gewittern aber nicht gänzlich trocken bleiben. So verlagert sich die Schauer und Gewitterneigung im Verlauf der Woche von Nordost nach Südwest, vielfach ist jedoch bei wechselnder Bewölkung verbreitet mit Sonnenschein zu rechnen. Daran wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zum 20. September auch nichts ändern, da beide Wettermodelle das Skandinavienhoch als Wetterdominierendes System simulieren. Vor Mitteleuropa positioniert sich aber ein schwachgradientiges Tiefdrucksystem, welches im Verbund mit dem Hoch zum Ende der Woche die Luftströmung auf südliche Richtungen drehen lässt - somit kann neben den Temperaturen die Schauer- und Gewitterneigung im Süden und Westen etwas ansteigen. Im Zeitraum zwischen dem 20./25. September simuliert das amerikanische Wettermodell einen langsamen Abbau des hohen Luftdrucks über dem skandinavischen Raum, die Dynamik ist aber weiterhin schwach ausgeprägt. In Folge daraus besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit für weiterhin zu warme Temperaturen bei einer ansteigenden Niederschlagstendenz. Das europäische Wettermodell fragmentiert die Systeme im schwachgradientigen Zustand. So liegt zum 20. September ein Hochdrucksystem zwischen Island/Grönland, eines über dem westl. Russland und eines über dem östlichen Kanada. Den Tiefdrucksystemen vom Atlantik her kommend bleibt gar nichts anderes übrig, als über einen Umweg über den Süden zu nehmen - sie tropfen ohne "Schwung und Elan" von Neufundland in Richtung Azoren ab und nehmen unter weiterer Abschwächung Kurs auf Mitteleuropa. Anders und vereinfacht ausgedrückt befinden sich hoher und tiefer Luftdruck im ausgewogenen Zustand. Das wird aber nicht von langer Dauer sein, da die Lücke zwischen dem Hoch über Island/Grönland und dem Hoch über dem westl. Russland zunehmend größer wird und sich über Skandinavien tiefer Luftdruck von Norden her durchsetzen könnte. Somit entstehen zwei Möglichkeiten der weiteren Wetterentwicklung bis zum 23. September. In einer Variante setzt sich die atlantische Frontalzone bis Skandinavien durch, was wechselhaftes, teils windiges und relativ kühles Wetter zur Folge haben kann. In der zweiten Variante blockiert das Hochdrucksystem zwischen Island und Grönland die atlantische Frontalzone, jedoch können im Zusammenspiel mit dem Tief über Skandinavien kühle Luftmassen arktischen Ursprungs von Nord nach Süd bis nach Deutschland geführt werden, was sicherlich auch den einen oder anderen Schauer mit sich bringen kann. Zusammenfassend ist mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zum 20. September spät-sommerliches Wetter mit regionalen Schauern und Gewittern zu erwarten. Darüber hinaus geht die Tendenz langsam in Richtung normalisierende Verhältnisse, bei der die Niederschlagswahrscheinlichkeit zunimmt und die Temperaturen langsam absinken. Die Kontrollläufe bestätigen diesen Trend weitgehend. Das Temperaturspektrum liegt mit seinen Mittelwerten im Zeitraum zwischen dem 15./21. September im Norden um die +20 Grad, sonst +22/+25 Grad. Zwischen dem 21./26 September sinken die Mittelwerte langsam auf +16/+19 Grad ab. Dabei nimmt die Niederschlagswahrscheinlichkeit im Westen und Südwesten zu und bleibt im Norden und Osten schwach ausgeprägt.

Anzeige

 

Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +6,07 +3,38 +2,6 237 l/m² - normal

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

Unterstützen Sie uns!

Ihnen gefallen unsere Wettervorhersagen? Dann unterstützen Sie uns mit einem freiwilligen Geldbetrag in einer von Ihnen gewünschten Höhe.

Betrag auswählen
Weitere Informationen

Mach mit!

Wetter ist Ihre Leidenschaft und Sie schreiben gerne? Für unsere Rubrik der Wettermeldungen aus aller Welt suchen wir Verstärkung. Falls Sie Lust haben, ein Teil des Teams von Wetterprognose-wettervorhersage.de zu werden, melden Sie sich einfach und unverbindlich über das Kontaktformular.

Kontakt zu uns