Das Tiefdrucksystem, welches sich am Sonntag von der Nordsee her nähert, verliert im Verlauf der kommenden Woche zunehmend an Dynamik und integriert sich als "Höhentief". In Folge daraus bleibt der Wettercharakter über der Nordhälfte wechselhaft, wobei die Niederschläge meist in Form von Sprüh- oder Nieselregen niedergehen können, sonst ist meist ein Wechselspiel aus Sonne und Wolken zu erwarten, wobei kurze, regionale Schauer nicht auszuschließen sind, verbreitet bleibt es aber trocken. Dieses Tief hält sich dabei "hartnäckig" und bliebt seiner Position über Deutschland nach dem amerikanischen Wettermodell bis zur Monatsmitte treu - insofern ist über der Nordhälfte häufiger starke bis wechselnde Bewölkung zu erwarten, während es im Süden durchaus sonnige Momente geben kann. Die Temperaturen pendeln sich im Norden auf +15/+20 Grad und im Süden auf +18/+23 Grad ein. Nach dem europäischen Wettermodell bleibt die Hochdruckverbindung zum Russlandhoch über Skandinavien bis zur Monatsmitte mehr oder minder bestehen - das Tief vom Wochenende zeigt aber auch nach der Simulation des europäischen Wettermodells seinen Einfluss auf das Wetter in Deutschland. Zusammenfassend ist hoher Luftdruck zwar dominierend, aber verbreitet blauer Himmel und ganztägiger Sonnenschein wie im Sommer kann nicht erwartet werden. Die Kontrollläufe simulieren die Auswirkungen des Tiefs auf die Ost- und Nordhälfte stärker als im Süden und Westen. So ist der mittlere Temperaturverlauf im Süden und Westen gegenüber dem langjährigen Mittelwert leicht positiv (+0,5/+2 Grad), während er im Norden und Osten normal bis leicht negativ verlaufen kann (+1/-2 Grad). So liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums zwischen dem 10./15. September im Süden und Westen bei +19/+21 Grad und im Norden und Osten bei +17/+20 Grad. Die Niederschlagserwartung ist im Westen und Süden bis zum 15. September gering, im Norden schwach und im Osten mäßig ausgeprägt. Viel Niederschlag ist - abgesehen von den teils gewittrigen Schauern vom Wochenende - bis zur Monatsmitte nicht zu erwarten. Darüber hinaus simuliert das europäische Wettermodell ein Tief vor Mitteleuropa, welches von einem Hochdrucksystem über dem nordöstlichen Europa blockiert wird. In Folge daraus kann sich über Mitteleuropa eine warme Südströmung einstellen. Das amerikanische Wettermodell simuliert weiterhin hohen Luftdruck über dem nördlichen Europa, welches hin und wieder eine Hochdruckbrücke zum Azorenhoch aufbauen kann, jedoch immer wieder von Tiefdruckausläufern unterbrochen wird. So ist - zusammenfassend - zum heutigen Stand nach beiden Wettermodell leicht wechselhaftes Wetter bei einer leicht positiven Temperaturtendenz bis zum 20. September mit höherer Wahrscheinlichkeit zu erwarten. Ob es darüber hinaus so "ruhig" bleiben wird, bleibt abzuwarten, da der Winter über der Grönlandregion Einzug halten kann was die Dynamik der Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik entsprechend in "Schwung" bringen wird. Daraus könnte sich - gemäß dem Motto Aktio & Reaktio - ein Hochdruckblock Mitteleuropa etablieren oder eben die atlantische Frontalzone setzt sich über Skandinavien fest. Frühherbst oder Altweibersommer? Der Trend geht mit einer leicht erhöhten Wahrscheinlichkeit in Richtung Altweibersommer.

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