Der Hochdruckaufbau über Skandinavien ist zwischenzeitlich abgeschlossen, so dass die Luftströmung überwiegend aus östlichen Richtungen kommt. Insbesondere der Süden bekommt dabei noch die Ausläufer eines Tiefdruckkomplexes über Südosteuropa in Form von tief hängender Bewölkung zu spüren. In den kommenden Stunden sollte aber auch das kein Thema mehr sein, so dass bis zu den Abendstunden verbreitet die Sonne zum Vorschein kommen kann und das auch in den nächsten Tagen mit weiterhin ansteigenden Temperaturen der Fall sein wird. Am Sonntag und auch noch zu beginn der kommenden Woche kann sich aus der atlantischen Frontalzone ein kleinräumiges Tiefdrucksystem herauslösen und zieht über die Nordsee in Richtung Skandinavien, was über der Nordhälfte für eine dichtere Wolkendecke sorgen kann, während in Richtung Süden die sonnigen Anteile eine zunehmende Tendenz haben. Der Wind dreht dabei auf nördliche Richtungen, so dass die Temperaturen etwas zurückgehen können, sie bleiben aber - je nach Sonnenscheindauer - mit +16/+23 Grad überwiegend im warmen Bereich (im Süden wärmer als im Norden). Im Detail muss dieses "abtropfende" System noch abgewartet werden, da insbesondere nach der Simulation des europäischen Wettermodells das Tiefdrucksystem in einem schwachgradientigen Zustand direkt über Deutschland "abtropft". Sollte das der Fall sein, so könnte sich zu Beginn der Woche schon rasch eine herbstliche Stimmung ausbreiten, welche durchaus bis zum 13. September bestand haben kann. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so "streift" das Tief im Zeitraum zwischen dem 7./10. September den Norden und Osten und "tropft" anschließend über dem östlichen Europa ab, während von Südwesten her das nächste Hochdrucksystem heranrücken kann. Dieses Höhentief bleibt ein Unsicherheitsfaktor bis zur Monatsmitte, welches weiterhin entscheidend zwischen einer frühherbstlichen oder spätsommerlichen Witterung sein kann. Die Kontrollläufe simulieren mehrheitlich bis zum 7. September positiven Temperaturverlauf (Mittelwert etwa um +3/+5 Grad zu warm), bis zum 10. September eine normale Temperaturtendenz und bis zum 15. September eine leicht positive Temperaturaussicht (Mittelwert +1/+3 Grad zu warm). So liegt das Temperaturspektrum mit seinen jeweiligen Mittelwerten bspw. am 6. September zwischen +23/+25 Grad, am 9. September zwischen +17/+20 Grad und am 14. September zwischen +18/+21 Grad. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist vorhanden, bleibt aber Aufgrund der überwiegenden Hochdruckdominanz bis zum 12. September weitgehend schwach ausgeprägt (zwischen dem 6./7. September sind stärkere Ausschläge zu verzeichnen). Im Zeitraum nach dem 13. September hat die Niederschlagswahrscheinlichkeit bis zum 17. September eine leicht ansteigende Tendenz und die Temperaturen bleiben im Mittelwert leicht positiv (+0/+2 Grad) gegenüber dem langjährigen Temperaturmittelwert. Wie könnte eine Wetterentwicklung zum heutigen Stand in der zweiten September-Hälfte aussehen? Der September ist bekannt dafür, dass mit fortschreitender Zeit sich die Land- und Meerestemperaturen allmählich angleichen und die Temperaturunterschiede abnehmen. Das sind im wesentlichen die Rahmenbedingungen für gradientenschwaches Wetter, welches oftmals Spätsommerwetter zur Folge haben kann (umgangssprachlich "Altweibersommer"). Insofern ist das eine statistische Häufung (bis zu 86 Prozent), welche insbesondere im letzten September-Drittel (22./29. September) vermehrt auftreten kann. Anders ausgedrückt ist in einer Variante für die zweite September-Hälfte weiterhin Hochdruck dominierend. Eine andere Variante besteht aus dem Bestreben der atlantischen Frontalzone, sich weiter nach Mitteleuropa auszuweiten. Das mag in den Simulationen der Wettermodelle in Ansätzen gelingen, jedoch folgt rasch wieder ein Hochdrucksystem nach, so dass deren Dominanz (England, bzw. Skandinavien) durchaus wahrscheinlicher ist. Auch sieht man in den Simulationen über Grönland den Beginn des Winters, was die Dynamik auf dem Atlantik weiter "anheizen" wird. Im Wahrscheinlichkeiten, bzw. dem Verhältnis zueinander ausgedrückt ist ein hochdruckdominierter September etwas wahrscheinlicher, als eine Tiefdruckdominanz. Das Langfristmodell sieht es ähnlich und simuliert neben einem normalen Temperaturverlauf eine negative Niederschlagserwartung, über Skandinavien sogar stark negativ, was als Indiz für ein Skandinavienhoch gewertet werden kann.

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