Die vom Atlantik kommenden Tiefdrucksysteme scheitern (noch) an einem Hoch zwischen dem nördlichen Afrika und westlichen Russland, so dass die atlantische Frontalzone von Portugal über England bis nach Skandinavien verläuft - anders ausgedrückt verbleibt Deutschland bis zum 28./30. Oktober in der warmen und wechselhaften Süd- bis Südwestwetterlage. Ab dem 27. Oktober verändert sich die Struktur der Großwetterlage. Das tiefe Geopotential vor Mitteleuropa wird aufgehoben, so dass das Azorenhoch über das Mittelmeer bis über das westliche Russland eine Hochdruckverbindung aufbauen kann. Gleichzeitig verlagert sich das tiefe Geopotential in Richtung Skandinavien um sich dort zu manifestieren (29./30. Oktober). Dieser Übergang gestaltet sich aller Wahrscheinlichkeit nach äußerst dynamisch, so dass zum Monatsende hin mit wechselhaften und teils stürmischen Wetter gerechnet werden muss. Als Folge dieser Umstellung gehen auch die Temperaturen zurück - so werden bspw. am 28. Oktober noch +10/+17 Grad und zum 31. Oktober +7/+14 Grad erwartet, wobei der Mittelwert bei +11 Grad liegt. Somit ist heute schon klar, dass im letzten Oktober-Drittel keine "Kältewelle" mehr zu erwarten ist, vielmehr steht schon heute mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit fest, dass das Wetter im Oktober 2013 zu warm ausfallen wird - aktuell beträgt die Temperaturdifferenz zum langjährigen Mittel bereits +1,4 Grad. Darüber hinaus zeigt sich zwischen Kanada und Grönland ein reger Kaltluftstrom in Richtung Atlantik, was zum Monatswechsel für die eine oder andere Überraschung sorgen kann - mehr dazu gegen 15:00 Uhr in einem aktualisierten Wettertrend zum Wetter im November.

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