Das Wetter im März wird wohl bis einschließlich dem 5. März relativ mild verlaufen - keinesfalls frühlingshaft - aber eben auch nicht winterlich. Der Trog "schrammt" an Deutschland vorbei und wird in Richtung Osten abgelenkt. Doch darüber hinaus - kommt der Frühling oder feiert der Winter ein Comeback? Die Theorie, die Randfaktoren (AO-Index, major/minor warming, NAO-Index) und die Statistik (links im Kasten) deuten auf einen erneuten Kaltlufteinbruch zwischen dem 6./9. März hin, was im übrigen auch nichts außergewöhnliches ist. Es sollte eine Binsenweisheit sein, dass sich das Wetter im steten Fluss befindet und was zum heutigen Stand als gesichert gilt, kann bereits morgen schon wieder obsolet sein - das amerikanische Wettermodell musste in diesem Winter schon mehrfach diese "Erfahrung" machen - auch wenn es sich hierbei um eine reine Modellsimulation handelt. Der Knackpunkt der kommenden Großwetterlage ist die massive Kaltluftansammlung im Norden - die geradezu nur darauf wartet "endlich" nach Süden ausbrechen zu dürfen. Allerdings verhindert zuweilen entweder ein "querliegendes" Hochdrucksystem oder ein langwelliges Tiefdrucksystem diesen Ausbruch der Kaltluftmassen arktischen Ursprungs nach Mitteleuropa. Hinzu kommt der höhere Sonnenstand, der die Luftmassen zwischen Kontinent und Wasser unterschiedlich stark erwärmt. Stark vereinfacht ausgedrückt kommt es kurzzeitig zu einem "Gleichstand", bzw. einer "Beruhigung" der Luftmassen, da Sie sich für einige Tage die Temperaturen auf gleichem Niveau befinden - die Systeme der Wetterküche "ruhen" (die Dynamik ist raus), der Polarwirbel kommt in Schwingung und sorgt somit für seine vermehrten Kaltluftausbrüche zum Ende des Winters hin - und Jahr für Jahr aufs Neue haben die Wettermodelle mit dieser gestörten Zirkulation ihre Probleme. Imposant zeigt das amerikanische Wettermodell heute die Variante eines solchen Kaltluftvorstoßes zum 8. März hin - Tagestemperaturen zwischen -6/-2 Grad wären die Folge daraus. Auch das europäische Wettermodell hat einen Kaltluftvorstoß in seinen Simulationen mit drin, jedoch zeigt sich dort eine Grenzwetterlage als wahrscheinlichere Lösung ab (kalter Norden, milder Süden), als ein mustergültiger Trogvorstoß. Um das Wetter im ersten März-Drittel zusammenzufassen: es gibt Tendenzen für ein kurzes Comeback des Winters im ersten März-Drittel, es gibt aber genauso Tendenzen für (Vor)-frühlingshafte Temperaturen. Wahrscheinlicher ist jedoch eine Übergangsphase zwischen Winter und Frühling zwischen dem 7./15. März.

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