Nasskalt und vorübergehend mild mit langsamen Übergang zu winterlichen Verhältnissen - so lässt sich das Wetter in der kommenden Woche wohl am besten beschreiben. Das ist für unsere Breitengrade sogar das meist typische Winterwetter - oberhalb 300 Meter Schnee, darunter meist nasskalt. Ab Dienstag kommender Woche kippt die Großwetterlage auf Trog Mitteleuropa und Atlantikhochdruckblockade. Je nachdem, wie sich die Blockade auf dem Atlantik halten und positionieren kann, desto kälter wird es. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so fällt die gesamte Troglage gemäßigt aus, da sich das Hochdruckgebiet nicht entsprechend aufbauen/aufkeilen kann - dennoch ist die Dynamik weitestgehend raus, so dass sich die Temperaturen ab dem 10. Februar tagsüber kaum mehr über +1 Grad bewegen werden. Bei dieser Wetterlage ist es zudem im Norden wärmer, als im Süden, da dort die nächtliche Abstrahlung eine wesentliche Rolle spielt und im Norden durch die relativ warme Nordsee noch genügend warme Luft ins Landesinnere geführt wird. Dazu gibt es vor allem in den Staulagen, im Westen und Südwesten immer wieder Niederschläge - oberhalb 400 Meter wird es richtig winterlich. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so steht das Hoch auf dem Atlantik weiterhin wie ein "Fels in der Brandung", was grundsätzlich das Winterwetter zum 9. Februar bis in die Niederungen bringt - die Tageswerte liegen demnach unter 0 Grad, nachts teils strenger Nachtfrost. Wohin geht die Reise - gemäßigtes oder richtiges Winterwetter? Es gibt passender Weise dazu eine Wettersingularität, die Sie auch auf der linken Seite nachlesen können:
Zweite "Kältewelle" folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar, anschließend wärmeres Wetter
Betrachtet man weitere Wettermodelle, so liegt die Wahrscheinlichkeit für richtig "knackiges" Winterwetter gar nicht so schlecht. Das europäische Wettermodell zeigt, wohin die Reise mit einem heute simulierten Skandinavienhoch hingehen kann. Ebenfalls passend dazu zeigt sich der Polarwirbelsplit mit Querverbindung sibirischen und kanadischem Hoch, wobei zum 8. Februar - je nach Simulation - das Azorenhoch in der Polarregion gerne "mitspielen" will. Das Langfristmodell bleibt bei einem leicht zu kalten bis normalen Wetterverlauf im Februar, der im Süden und Westen etwas zu nass ausfällt. Im Laufe des Abends wird diese Wetterprognose aktualisiert.
Update:
Beide Wettermodelle machen den "Wintersack" zu und lassen zum Ende des ersten Februar Drittels fast überall die Tageswerte unter 0 Grad sinken. Die Luftschichtung wird dabei labil simuliert, so dass tagsüber immer wieder Schneeschauer unterschiedlicher Intensität möglich sind - was vor allem in den Staulagen einiges an Neuschnee bringen wird. Durch entsprechende Abstrahlungseffekte können in den Nächten zum 10. Februar die Temperaturen durchaus wieder unter -10 Grad sinken. Wie hoch liegt die Wahrscheinlichkeit für dieses winterliche Szenario? Da nun fast alle Wettermodelle die Troglage Mitteleuropa simulieren, liegt die Trendprognosegüte bei rund 70%. Wie lange bleibt die winterliche Phase? Schaut man sich die Druckgradienten an, so deutet vieles auf die gestörte Zirkulation hin - das Wetter/die Zirkulation "schläft" ein - es bedarf eines Impulses um das Wetter wieder milder zu machen, welcher noch nicht simuliert wird, aber mit Sicherheit von Neufundland ausgehen wird.

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