Wetter Winter 2012/2013 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Winter 2012/2013 - Wetterprognose vom 13. Januar

Die Großwetterlage bleibt zu Beginn des letzten Januar Drittels weiterhin ungewiss. Der Grund ist der zum 16. Januar simulierte Kaltluftausbruch über Neufundland bis weit in den Atlantik hinein. So starke Temperaturgegensätze lösen Reaktionen aus (vereinfachtes Actio und Reactio Prinzip). Zum heutigen Stand bleibt es bis zum 20. Januar winterlich mit zunehmenden Schneeoptionen. Im weiteren Verlauf wird es zunehmend spannend - das Hochdrucksystem auf dem Atlantik geht in einigen Simulationen eine Verbindung mit dem bei Skandinavien liegenden Hochdrucksystem ein, was das Winterwetter weitestgehend festigt, in anderen Simulationen "keilt" das Atlantikhoch auf und bringt auf seiner Ostseite kalte Luft aus der Polarregion nach Deutschland, was ebenfalls winterliches Wetter zur Folge haben wird. Es gibt aber auch eine zunehmende Anzahl milder Simulationen, welche als mögliche Wetterlage in Betracht kommen. Demnach kann sich zum 19. Januar mit dem Kaltluftvorstoß auf dem Atlantik ein kräftiges Tiefdrucksystem etablieren und weitet seinen Einfluss allmählich nach Deutschland aus - das wäre die logische Konsequenz aus Actio und Reactio. Was zeigen die Kontrollläufe? Auch hier ein differenziertes Bild - Hauptlauf sehr mild, Kontrollläufe kalt bis sehr kalt. Das Temperaturspektrum reicht am 23. Januar von -10 Grad bis +3 Grad, im Mittel um -3 Grad. Das ist im Prinzip auch der momentane Ansatzpunkt, wenn man einen Ausblick in das letzte Januar Drittel gewähren möchte - die Wahrscheinlichkeit für winterliche Verhältnisse sind im letzten Januar Drittel höher einzustufen als milde Varianten, auch wenn die Wetterküche so langsam wieder im Schwung kommt (NAO-Index wird zunehmend normal simuliert). Nicht leichter macht eine Wetterprognose für das letzte Januar Drittel die Tatsache, dass heute nahezu jedes Wettermodell unterschiedliche Großwetterlagen simuliert. Ein Indiz für länger anhaltendes Winterwetter - wenn man so mag - zeigt das Langfristmodell. Der Februar soll demnach normal bis deutlich zu kalt ausfallen, besonders im Norden wird das Wetter im Februar um bis zu -2 Grad zu kalt gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel simuliert. Die hier gezeigte Variante ist ein langlebiges Skandinavienhoch mit überwiegend östlicher Strömungskomponente. Wie gewohnt gibt es im Laufe des Abends eine Aktualisierung dieser Wetterprognose.
Update:
Auch im heutigen Tagesverlauf keine weitere Zunahme der Modellkonsistenz und die Unsicherheit ist groß. Wenn man über das letzte Januar Drittel dennoch etwas philosophieren möchte, so ist die Annahme des skandinavischen Hochdrucksystems mit "Brückenbau" zum Azorenhoch nicht die schlechteste Annahme. Auch eine meridionale Wetterlage (Nord-Süd gerichtete Wetterlage) ist denkbar, was nasskaltes Wetter in tieferen Lagen und winterliche Verhältnisse etwa oberhalb 300 Meter zur Folge haben kann. Ein richtiges "Durchgreifen" einer sehr milden Westwetterlage im letzten Januar Drittel ist zum aktuellen Zeitpunkt unwahrscheinlich.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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