Für Überraschungen kann am Wochenende vor allem im Süden das sich von Frankreich über das Mittelmeer verlagernde Tiefdruckgebiet sorgen, sonst wird das Wetter bis zum Sonntag weitestgehend frostig und zunehmend winterlich. Die Schneeprognosen sehen für die Gebiete südlich des Mains gar nicht so schlecht aus, 1-20 cm Schnee könnten da am Wochenende niedergehen - in entsprechenden Staulagen sogar noch etwas mehr. Im übrigen Deutschland fällt - mal abgesehen vom Nordosten mit 1-5 cm - kaum etwas Schnee. Wie geht es weiter? Kommt flächendeckend Schneefall? Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so bleibt es bei meist ruhigen, teils wechselhaften Wetter mit nur wenig Optionen auf Schneefall (vermehrt im Süden), dafür ist es mit Tageswerten zwischen -7/0 Grad frostig - Nachts können die Werte auch bis -10 Grad "abrutschen". Die Schneefallwahrscheinlichkeit nimmt ab dem 16. Januar wieder zu. Das Wetter bleibt nach diesen Simulationen bis auf weiteres winterlich, wenngleich die Unsicherheitsfaktoren zum 16. Januar deutlich zunehmen. Das europäische Wettermodell ist der Simulation des amerikanischen Wettermodells bis zum 15. Januar sehr ähnlich, im weiteren Verlauf unterscheidet es sich zunehmend - der Trend geht hier in Richtung trockenes Winterwetter mit der Option auf eine Hochdruckbrücke zwischen den Azoren und dem Kontinentalhoch. Zusammenfassend zeigen beide Wettermodelle eine überwiegend winterliche Wetterlage im zweiten Januar Drittel, wenngleich die simulierten Niederschläge vornehmlich südlich der Mainlinie niedergehen werden und dort für ein paar cm Schnee sorgen. Unsicherheiten gibt es weiterhin, so ist z.B. die Positionierung des nach Skandinavien ziehenden Hochdrucksystems noch nicht sicher - Tendenziell ist im weiteren Verlauf mit einem Fortbestand der gestörten Zirkulation zu rechnen. Westwindwetter ist im zweiten Januar Drittel mit 20% weiterhin unwahrscheinlich. Die Kontrollläufe zeigen z.B. für den 16. Januar ein Temperaturspektrum von -8/0 Grad, was mit den heutigen +4/+8 Grad verdeutlicht, wohin der Wettertrend geht. Der AO-Index und NAO-Index sind zur Monatsmitte deutlich im negativen Bereich, was als Indikation für einen weiteres Andauern der gestörten Zirkulation bis in das letzte Januar Drittel hinein gewertet werden kann. Das Langfristmodell wird in seiner Wetterprognose für den Januar täglich etwas kälter - ursprünglich zeigte es gegen Ende Dezember noch einen bis zu 3 Grad zu warmen Januar - heute wird der Januar mit -0,5 bis +2 Grad etwas zu kalt bis etwas zu warm definiert. Auch das ist ein Indiz für eine längere Verweildauer des kommenden Winterwetters. Eine Aktualisierung dieser Wetterprognose erfolgt im Laufe des Abends.
Update:
Der Wettertrend zum winterlichen Wetter hat sich in den heutigen Modellsimulationen weiter gefestigt, so dass das zweite Januar Drittel mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von 74% winterlich bleiben wird. Spannend bleibt das Tiefdrucksystem am kommenden Wochenende - je nach Position, Aufgleit- und Hebungsvorgängen kann unter Umständen erst am Wochenende (Nowcast) gesagt werden, wo, wie viel und in welcher Art es Niederschlag geben wird. Zum aktuellen Stand liegt die Schneefallgrenze entlang der Luftmassengrenze zwischen Mannheim und Nürnberg am Samstag zwischen 200-700 Meter und sinkt zum Abend hin bis in tiefere Lagen ab. Nördlich der Mittelgebirge wird hingegen wenig Niederschlag simuliert, der aber durchweg als Schnee niedergeht.

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